“Die anderen und Wir” Thesen Nr. 7 und 8…
Und nun zur Überfremdung im Anschluß an den Artikel “Die anderen und Wir” auf “Metapolitika” v. 11.12.2009 die Thesen Nr. 7 und 8 von Götz Kubitschek auf http://w.w.w.sezession.de/ und in der Heftausgabe der “Sezession” Nr. 33 – 12/09 zur Debatte gestellt:
7. “In diesem Zusammenhang ( der These Nr. 6, niekisch ) müssen die beiden heute einflußreichsten Deutungsmuster für ethnische Konflikte bekämpft werden: Sie sind weder eine Variante sozialer Konflikte ( wie sie jede Gesellschaft kennt ) , noch sind sie das Ergebnis von Vorurteilen, die der Zeit – Redakteur Jens Jessen angesichts eines in der Münchener U – Bahn zusammengetretenen Rentners vermutete: Dieser sei mit seinen ( vermuteten ) Äußerungen vielleicht das letzte Glied in einer Kette “unzähliger Gängelungen und Ermahnungen” gewesen, derer sich die südländischen Schläger nun hätten entledigen müssen. Solche Analysen verfehlen die Wirklichkeit: Wer ethnisch – kulkturelle Unvereinbarkeit annimmt, liegt richtig. Sein Urteil kann sich auf individuelle Erfahrung fremder Aggression und das gesamte Ausmaß widerspiegelnde statistische Daten stützen.”
8. “Das unter 1 – 7 Ausgeführte zwingt zu einem differenzierten Blick: Im akademischen Milieu war und ist interkultureller Austausch mit Auslandsstudium und Arbeit im Ausland stets gang und gäbe. Auch gibt es ohne Frage viele Einwandererfamilien, deren Bildungsgrad, Erziehungsstil, Anstand, Leistungsbereitschaft und Bescheidenheit als Gast nichts zu wünschen übrig lassen. Des weiteren gibt es Einwanderergruppen, deren ethnisch – kulturelle Nähe eine Assimilation unproblematisch machen ( grob umrissen: Europäer, Asiaten ). Die kulturelle Distanz anderer Gruppen ( insbesondere der starken Einwanderergruppen der Türken, Kurden, Araber ) würde selbst einem selbstbewußten und vor Vitalität strotzenden Gastland die Integration unmöglich machen. Wir müssen horizontal zwischen dem Eigenen, dem Naheliegenden und dem Unvereinbaren unterscheiden und vertikal zwischem den ( Wenigen ) Bereichernden und der nivellierenden Masse. Der US – Journalist Christopher Caldwell schrfieb jüngst von notwendiger “brutaler Indifferenz” und einem “Regierungshandeln”, das für gutmenschliche Gemüter “abstoßend” aber nichtsdestotrotz notwendig sein wird.”
Das “weltanschauliche Minimum für alle Nationalen” – Ergänzung…
Wir haben unter dem Titel “Der Startschuß knallt” v. 28. Januar 2010 eine Materialsammlung durchgeführt, um den 1. Oberbegriff “Die besondere Lage der Deutschen” für das “weltanschauliche Minimum für alle Nationalen” auszufüllen. Es sind Stichworte und Argumente eingegangen, die die innere und die äußere Lage der Deutschen betreffen, wobei die beiden Bereiche nicht immer scharf zu trennen sind. Ich zähle sie hier auf und bitte darum, sie noch zu ergänzen, zu kritisieren oder schon zu einem kurzen Text zusammenzufassen:
Die besondere äußere Lage:
Mittellage Deutschlands mit den meisten Nachbarn
Dadurch besondere Diplomatie erforderlich
Verletzen dieser Prämisse führte 1945 zur schlimmsten Niederlage im größten Krieg der Geschichte
Deutschland und Europa seit 1945 militärisch unbd finanzpolitisch von den USA, energiemäßig von Rußland und Asien völlig abhängig
Innerhalb Europas ist Deutschland vielfältig “eingebunden”, ohne wirkliche Souveränität
Besonderes Verhältnis zu Israel und zum Judentum
Und dazu noch einzelne Stichworte: fehlender Friedensvertrag, fremde Truppen auf deutschem Boden mit Lagerung von Atomwaffen, Feindstaatenklauseln, Bismarck – Diplomatie nötig, 2+4 Vertrag ersetzt Friedensvertrag?
Die besondere innere Situation der Deutschen:
Wegen der Vielzahl der Stichworte zähle ich diese zunächst mehr oder weniger zusammenhanglos auf, sie können hier geordnet werden. Vielleicht ist ein Leser in der Lage, sie schon zu einem Text zu verschmelzen:
Totale Niederlage alles Nationalen 1945, fortdauernde Umerziehung= Reeducation, Selbstgeißelung durch Schuldkult, Selbsthaß, unser angeblich autoritärer Charakter, immerwährende Schuld, Frankfurter Schule, Wir sollen kein Volk mehr sein, typisch deutsches, Allen gehorsames, auf Ordnung und Sicherheit bedachtes Naturell, psychologischer Krieg gegen Deutschland, Auslöschung der Deutschen aus der Weltgeschichte, absichtlich verblödet und verdummt, Geschichtsverfälschung, Verteufelung von Nationalstolz , Patriotismus und traditionellen Werten, Überbewertung des Fremden, Abwerten des Eigenen, Zivilreligion bzgl. “Täterstatus” der Deutschen, kultureller Niedergang, insbesondere Sprachverfall, kein völkerrechtlich gültiges Staatsgebilde, Aufrechterhaltung des Provisoriums BRD, keine Verfassung, keine deutsche Selbstbestimmung, ausgebeutet für fremde Interessen, BRD kein Staat und schon garkein deutscher Staat, BRD eine Herrschaftsform der Sieger, BRD ein autarkes Adenom auf dem eigentlichen deutschen Bewußtsein, Mehrheit der Deutschen meint, Singen der Nationalhymne sei verboten, fehlende Achtung des Abstammungsprinzips, Unterschied zwischen Staatsbürgerschaft und Volkszugehörigkeit, Regierung setzt nicht eigene Volksinteressen durch, die Deutschen als Volk zergliedert, weiterbestehende Entfremdung zwischen West – und Mitteldeutschen, fehlende rechte Partei, der Adler hat keinen rechten Flügel, die Deutschen fest im Zangengriff des internationalen Finanzkapitals unter Zuhilfenahme der Medien und vasallischer Systempolitiker, bei Stimmungsumschwung kommt immer eine andere Systempartei an die Macht, nie eine rechte Partei - dadurch viele Nichtwähler, Erpressbarkeit der Deutschen aufgrund exportorientierter Wirtschaft, demographische Fehlentwicklung, drohender Volkstod, Aussterben der Deutschen, Vergreisung, falsches Frauen – und Mutterbild, Überfremdung, Überfremdungsangst.
Fehlen Begriffe, die die besondere innere Lage der Deutschen umschreiben? Welche können entfallen? Wie fassen wir sie zusammen, so daß ein Gesamtbild zustandekommt?
Auf der Suche…
“Die Bundesrepublik ist ein Wirtschaftsverband auf der Suche nach einer Daseinsberechtigung.”
Henry Kissinger
“Die anderen und Wir” – These Nr. 6…
Und nun zur Überfremdung im Anschluß an den Artikel “Die anderen und Wir” auf “Metapolitika” v. 11.12.2009 die These Nr.6 von Götz Kubitschek auf http://w.w.w.sezession.de/ und in der Heftausgabe der “Sezession” Nr. 33 – 12/09 zur Debatte gestellt:
“Das an sich bereits abstoßende Argument, die Zuwanderung sei notwendig zur Stützung unserer Sozialsysteme, entbehrt jeder Grundlage. 1973 waren 65 Prozent der Einwanderer als echte Gastarbeiter berufstätig, 1983 waren es nur noch 38 Prozent, heute sind es unter 25 Prozent. Gleichzeitig verliert Deutschland jährlich eine Stadt von der Größe Weimars an gut ausgebildeten, leistungsbereiten Deutschen, die sich und ihre Familie im Ausland für besser aufgehoben halten – fast immer finanziell und beruflich, deutlich seltener emotional.”
“Die anderen und Wir” – These Nr. 5…
Und nun zur Überfremdung im Anschluß an den Artikel “Die anderen und Wir” auf “Metapolitika” v. 11.12.2009 die These Nr. 5 von Götz Kubitschek auf http://w.w.w.sezession.de/ und in der Heftausgabe der “Sezession” Nr. 33 – 12/09 zur Debatte gestellt:
“Obwohl wir in einer Phase des ermöglichten Massenkonsums und des unvorstellbaren individuellen Reichtums leben, zeigen sich die Bruchlinien zwischen Deutschen und Nichtdeutschen. Diese Bruchlinien werden im Ernstfall zu ethnischen Frontverläufen: gewaltsame Verteilungs – und Durchsetzungskämpfe sind bereits dort vorstellbar, wo in einem Wahlkampf nicht mehr über mehr oder weniger Sozialstaat, sondern über deutsche und moslemische Rechtsvorstellung gestritten wird.In solchen Auseinandersetzungen dominiert nicht die Gesamt – Mehrheit, sondern ganz konkret vor Ort diejenige Bevölkerungsgruppe, die über die Mehrheit an jungen Männern verfügt.”
“Die anderen und Wir” – These Nr. 4…
Und nun zur Überfremdung im Anschluß an den Artikel “Die anderen und Wir” auf “Metapolitika” v. 11.12.2009 die These Nr. 4 von Götz Kubitschek auf http://w.w.w.sezession.de/ und in der Heftausgabe der “Sezession” Nr. 33 – 12/09 zur Debatte gestellt:
“Uns Deutschen fehlt also sogar die Kraft, das eigene Volk vor den Verrottungsszenarien der modernen, liberalen Massengesellchaft zu bewahren. Unmöglich kann vor diesem Hintergrund die Integration von Millionen Einwanderern gelingen, die ihrem Gastland außerdem meistenteils nicht Dankbarkeit und Anstrengungsbereitschaft entgegegenbringen, sondern Anspruchsdenken. Die schiere Zahl der Zuwanderer zementiert Parallelgesellschaften, zu denen keine deutsche Integrationsbitte ( mehr ist es nicht! ) mehr durchdringt.”
PS: Den heutigen 6. Fastenmontag für die Einheit der nationalen Kräfte begehen wir angesichts des mangelnden Interesse in aller Stille, die Zeit für solche Opferbereitschaft muß wohl erst noch kommen, aber da sie kommen wird, wird heute trotzdem nur Wasser und Brot gereicht…
Der künstliche Muezzin…
Meenzer Muezzin
“Nein, das ist kein helauliges Witzchen vom Main, das ist Kunst für friedliche Koexistenz: In Mainz will die Berliner Künstlerin Miriam Kilali mit einer KLanginstallation das Zusammenleben zwischen Christen und Moslems beleben. Dazu klingen heute Muezzin – Rufe von einer Kirche in der Innenstadt, gemischt mit Glockengeläut vom Petersdom, der zwar nicht in Mainz steht, aber Symbolkraft hat. Der Arab – Nil – Rhein – Verein, allen voran Samy El Hagrasy hat gegen die phonetische Performance nichts einzuwenden, auch der Pastor ists zufrieden. Ging irgendwie ein bißchen zu leicht. Könnte dran liegen, dass es künstlich ist.” ( LvG in WAZ, 30.1.2010 )
Rückblende…
30. Januar 1933:
Adolf Hitler wird nach den Gesetzen der Weimarer Republik Reichskanzler. Diese wurde nie aufgelöst und besteht staatsrechtlich bis heute fort. Hitler hat keinen neuen Staat und kein neues Reich gegründet, sondern das bestehende Reich in autoritärem Stil weitergeführt. Der Parlamentarismus hatte versagt, was aber auch in vielen anderen Staaten der Fall war. Pilsudski regierte Polen als Diktator, Mussolini in Italien, Dollfuß in Österreich. Diktatoren herrschen in Rumänien, Ungarn, Finnland oder kommen in Spanien, Portugal, Argentinien zur Macht, selbst in Frankreich wird mit Ermächtigungsgesetzen regiert, von den vielen kleinen Diktatoren rund um die Welt abgesehen. Hitlers Weg zur Macht war in der damaligen Zeit ganz und gar nichts Besonderes. Der Abscheu gegen den Parlamentarismus bestand in weiten Teilen der Welt. Es ist albern, Hitler nach heutigen Maßstäben zu beurteilen und aufgrund dieser zu verurteilen. Die NSDAP war seit einem Jahr die stärkste Partei, die es je in der Weimarer Republik gegeben hat. Sie mußte den Kanzler stellen. Hitler bezeichnete sein Kabinett als Regierung des “nationalen Zusammenschlusses”. Ihm gehörten nur zwei ( ! ) Mitglieder seiner Partei an. Ein Großteil der Deutschen stand Hitlers Regierungsübernahme mit Zuversicht und bald auch mit Begeisterung gegenüber. Zur Gesamtbeurteilung des “Dritten Reiches” empfehle ich Dr. Hans – Dietrich Sanders “X Thesen zum Dritten Reich” in seinem Buch “Die Auflösung aller Dinge”, Castel del Monte, München o.Jahr, S. 161 ff. zu lesen. Dort werden Positives und Negatives in m.E. überzeugender Form gegeneinander abgewogen.
30. Januar 1948:
Mahatma Gandhi, die “erhabene große Seele” wird von einem fanatischen Hindu in Neu Delhi ermordet. Gandhi war Rechtsanwalt und kämpfte zuerst für die Gleichberechtigung der Inder in Südafrika, dann wurde er zum Führer des gewaltlosen Widerstandes gegen die englische Kolonialmacht, verbrachte einen Großteil seines Lebens im Gefängnis. Der Versuch, Hindus und Moslems zu einigen, ging in einem furchtbaren Blutbad unter.
Der Startschuß knallt…
Liebe Leser und Mitstreiter,
nach längerer Zeit der Vorbereitung und des Begleitens durch Umfragen, die die Wichtigkeit und Richtigkeit des Vorgehens bestätigen, geht heute das Projekt “Weltanschauliches Minimum für alle Nationalen” zum Befördern der Einheit aller nationalen Kräfte in die konkrete Umsetzung. Es dürfte auch zeitlich richtig angesiedelt sein, weil es die 4 – Säulentheorie/Strategie VoxPopulis untermauern soll und zugleich mit dem Vorschlag der Redaktion zusammentrifft, Gruppen zu bilden. Diese können dann auf das hier erarbeitete weltanschauliche Rüstzeug zurückgreifen, wenn sie es für sinnvoll halten. Von den bisher vorliegenden 8 Oberbegriffen für das “weltanschauliche Minimum” wird zunächst der 1. – Die besondere Lage der Deutschen - ausgefüllt. Es soll zunächst eine Materialsammlung durchgeführt werden. Jeder kann in der Kommentarspalte Stichworte oder ganz kurze Statements vorlegen, die ihm zur Lagebeschreibung unverzichtbar erscheinen. Bitte keine längeren Aufsätze, da es zunächst um Materialsammlung geht. Hilfreich sind auch geeignete Literaturhinweise wie Buchtitel, Aufsätze, Netzseiten pp. Also z.B.: ” Inferiorität der Deutschen” , Dr. Hans – Dietrich Sander: “Der nationale Imperativ”, Sinus Verlag 1980, ISBN…, http….Und bitte genau überlegen, ob es sich wirklich um Besonderes handelt. Daß die Merkel plötzlich den Zusatzbeitrag für die gesetzlichen Krankenkassen anzweifelt, interessiert in unserem Zusammenhang nicht wirklich..
Dann also los!
Rückblende zum “Holocaust – Gedenktag”…
Heute ist der sog. Holocaust – Gedenktag. Es wird der “Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz” gedacht. Es stellt sich die Frage, ob von einer “Befreiung” überhaupt gesprochen werden kann angesichts der Tatsache, daß das Lager am 27. Januar 1945 bereits weitgehend aufgelöst war. Diesbezüglich zitiere ich einen Erlebensbericht des Lagerinsassen Bernard Klieger:
“Eines Tages, 13. Januar 1945, war es so weit. Die russische Offensive hatte begonnen. Auf der gesamten Ostfront, von Kurland bis zu den Beskiden. Aus ihren Brückenköpfen bei Baranow südlich Warschau stießen die Russen vor. Fiebernd verfolgten wir die Meldungen, wissend, daß unser eigenes Schicksal nunmehr eng verbunden war mit den Kriegsereignissen. Das, was wir in den Zeitungen zu lesen bekamen, erfüllte uns mit freudiger Genugtuung, obwohl uns das Herz bang dabei klopfte. Wir erfuhren, daß die Russen durchgebrochen waren, daß sie sich Czenstochau näherten, daß sie vor Krakau stünden, und auch in den Westbeskiden, also südlich von uns, vorstießen. Auschwitz war nun von drei Seiten aus bedroht..Die Stunde von Auschwitz hatte geschlagen, aber auch unsere eigene. Jetzt mußte die Entscheidung über unser Schicksal fallen. Äußerlich war im Lager selbst nichts zu merken. Die Kommandos rückten beim Klange der Marschmusik wie gewöhnlich aus und ein. Appell fand allabendlich statt, und die SS tat, als ob nichts geschehen sei. Aber es ging ein Raunen und Flüstern durch das ganze Lager, und es schien uns, als ob selbst die Balken knisterten. Wie Schlafwandler gingen wir umher, mit halber Seele waren wir bereits im Jenseits. Dann fiel die Entscheidung – nicht unerwartet und doch plötzlich…Um 4 Uhr wurden wir alle geweckt , und man sagte uns, daß wir uns für den Abmarsch aus dem Lager bereithalten müßten. Die Würfel waren gefallen. Wir wurden also nicht umgelegt, sollten das Lager verlassen….Wir rüsteten fieberhaft für die Reise. Schlafdecken wurden zerrissen und Rucksäcke daraus angefertigt. Jeder suchte seinen persönlichen Kram zusammen, um ihn mitzunehmen. Decken wurden zusammengerollt und so geknotet, daß man sie um den Hals tragen konnte…Gegen 7 Uhr wurden die fünfzehnhundert Häftlinge gerufen, die auf der angefertigten Liste standen. Jeder von ihnen bekam so viel Wäsche, als er nur wollte. Neue Anzüge, Pullover, Mäntel gab man ihnen…Gegen 10 Uhr marschierten die fünfzehnhundert ab. Nachmittag gegen 2 Uhr mußten die anderen antreten. Zurück blieben nur noch die Blockältesten, Blockschreiber und verschiedene andere Personen, die man im Lager noch notwendig hatte. Auch an uns verteilte man neue Kleidungsstücke, und in der Kantine konnten wir soviel Zigaretten kaufen, als wir Prämienscheine hatten. Die Magazine von Auschwitz wurden geleert. Man gab die Sachen lieber uns, als daß man sie den Russen überließ. Außerdem sollten wir sie ja garnicht behalten, wir waren eigentlich nur Gepäckträger. In dem Lager, in das wir kommen sollten – man sprach von Groß – Rosen bei Liegnitz – würde man uns bestimmt wieder alles abnehmen. Man gab uns Seife, die wir schon lange nicht mehr gesehen hatten, gute, 72 %ige Kernseife, und wir stopften uns die Taschen damit voll. Streichhölzer wurden ausgeteilt, neue Schuhe, Pullover in feinsten Qualitäten. All das, was in Deutschland und sonstwo zu den größten Raritäten gehörte, war in den Magazinen von Auschwitz in Hülle und Fülle aufgestapelt. Die Blöcke 22 und 23 waren seit einigen Wochen von einem Stacheldrahtzaun umgeben. Man hatte in ihnen Frauen aus Birkenau untergebracht, die man durch einen Zaun von uns isolierte. In den dadurch entstandenen geräumigen Höfen wurden wir nun zusammengepfercht. Die Frauen waren schon am Vormittag abtransportiert worden. Abends um 6 ließ man uns heraus. ..Gegen 10000 Menschen standen da, einer hinter dem anderen. Der Sinn dieser Anordnung wurde uns bald klar: Es wurde die Marschverpflegung ausgeteilt. Erst marschierten wir durch das Brotmagazin, und dann, nachdem jeder zwei ganze Brote erhalten hatte, kamen wir ans Tor, wo mit Kisten beladene Wagen standen, und empfingen dort eine Kilobüchse mit Fleischkonserven und einen Würfel Margarine. Dann schritten wir durch das Tor und wurden bei dieser Gelegenheit abgezählt: Vor dem Tor stellten wir uns in Marschkolonnen – in Fünferreihen – auf. Der Moment war gekommen, auf den wir so lange gewartet: wir verließen das Tor von Ausschwitz, um nie wieder zurückzukehren.”
( Bernard Klieger, Der Weg, den wir gingen, Reportage einer höllischen Reise, mit 10 Zeichnungen von Josette Cagnant, Verlag Codac Juifs, Bruxelles, 1961, S. 55 ff. )






