Nichts, was war….
“Nichts, was war, wacht auf, wie es einstmals gewesen ist.”
( Wilhelm Busch ( 1832 – 1908 ), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller. )
Ist das nicht ein wundervoller Mahnruf an alle Apologeten, insbesondere diejenigen, die heute noch ein untergegangenes politisches System 1:1 wieder zum Leben erwecken wollen, sei es ein “rechtes”, sei es ein “linkes”?
Natürlich können Ideen durch Erinnerung, noch wirksamer durch Wiederauferstehen weiterleben. Wir dürfen dabei nur nicht vergessen, daß Aufstehen auch Augenöffnen bedeutet. An jedem neuen Tag verändern sich die Verhältnisse. Dafür müssen wir die Augen öffnen. Ein Blinzeln oder ein Zusammenkneifen angesichts starken Einstrahlens durch Sonne oder neue Bilder ist dabei nicht ungewöhnlich.
Hauptsache, wir fallen nicht zurück und lassen den Blick immer auch auf die jetzige, die jeden Tag neue Realität fallen.
Sind unsere Erinnerungen, unsere Erfahrungen, unser Wissen, unser Impetus, ja unser Furor zeitgemäße Antennen und Werkzeuge, um an die Arbeit dieses neuen Tages zu gehen? Haben wir das Nötige, ja das Beste damals aufgenommen, ins Heute mitgenommen und wollen wir es an diesem Tag zukunftsgemäß anwenden?
Diese Fragen stellen sich immer neu und die Antworten erweisen, ob ein aus dem Früher Erwachendes auch ein Zukunfttragendes ist.













