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Archive for the ‘Spruch/Gedicht’ Category

Du Deutschland…

May 21, 2011 Leave a comment

Du Deutschland, das jene gewollt,

Deine unvergänglichen Farben...

die für dich starben -

noch tragen wir eingerollt

deine unvergänglichen Farben.

Einst wächst in die Sterne der Baum,

und nichts kann die Krone ihm rauben -

o Deutschland, du ewiger Traum

an den wir glauben.

( Heinrich Anacker )

Zum Gedenken an die beiden am 20.5.1947 durch Erschießen hingerichteten deutschen Generale Bruno Oswald Bräuer ( Fallschirmtruppe ) und Friedrich Wilhelm Müller ( Infanterie ). Ihr “todeswürdiges Verbrechen” bestand wie bei Tausenden ihrer Schicksalsgefährten, die in der Nachkriegszeit Opfer einer von Rachsucht geprägten Siegerjustiz wurden, allein in der soldatischen Pflichterfüllung in der Armee des besiegten Feindes.  Aus dem Geist der Rache aber kann kein Friede und keine gerechte Weltordnung erwachsen.

Wir werden unsere Fahnen wieder entrollen, seien sie nun schwarz – rot – gold, schwarz – weiß – rot oder eine Mischform aus beiden. Nicht auf die Farben kommt es an, sondern auf die Gesinnung, die dahintersteht.

Maikäfer flieg….

May 11, 2011 5 comments

…sangen wir früher als Kinder und sammelten im Wald ganze Schuhkartons voller Maikäfer. Schon seit langer Zeit habe ich keine mehr zu Gesicht bekommen, nur vor einem Jahr ein bereits totes Exemplar. Mir fehlt etwas ohne dieses Getier..

 

Maikäfer fliegt kurz

Maikäfer...

Er fliegt, er fliegt,

fliegt hin und her.

Fliegt an, fliegt ab,

ganz leicht, nicht schwer.

Er fliegt, er fliegt,

fliegt kreuz und quer.

Fliegt hoch, fliegt tief.

Mag Wärme sehr.

Fliegt kurz im Jahr,

fliegt aus, fliegt ein.

Läßt endlich ganz

das Fliegen sein.

Und gräbt sich dann

-bei Sonnenschein-

im Buchenhain

im Boden ein.

Hubertus Janssen ( geb. 1964 )

Der Autor kennt offenbar noch diese Käfer. Sind Sie  E u c h   ein Begriff?

Karfreitagmorgen…

April 21, 2011 4 comments

Christian Morgenstern...

“Heute will ein alter Mensch

wiederum zu Grabe sterben,

und der neue soll von ihm

nichts als nur den Willen erben,

nach dem endlichen Gelingen

immer tiefer hinzudringen.

Hilf zu solchem Ziel auch Du

mit dem eignen Stirb und Werde!

Lass uns einig unsre Erde

läutern, edlem Stoffe zu!

Lass uns, liebes Lebensmein,

einer Sehnsucht Flügel sein!”

Christian Morgenstern, 1871 – 1914, deutscher Dichter.

Man vergleiche mit heutigen Gesichtern, mit heutiger Haltung, mit heutiger Kleidung, mit heutiger Sprache, mit heutigen Inhalten und das Entsetzen kriecht in Dir hoch.

Einer Sehnsucht Flügel, das wollen auch wir sein. Vielleicht nicht für ein ewiges Leben unserer selbst, sondern für ein ewiges Leben unseres sterbenden Volkes!

Neuauflage längst fällig…

December 1, 2010 12 comments

“Lapis Lazuli”  schrieb auf der Seite von  DeeEX  , das Lied  ”Wenn alle untreu werden” mit dem Text  Max von Schenkendorfs hätte es verdient, neu bearbeitet zu werden.

Hier ist es schön wiedergegeben: http://www.youtube.com/watch?v=uUS2vxJbBYQ&feature=related

Ich habe Mut gefaßt und die teils nicht mehr zeitgemäßen  Worte Max von Schenkendorfs angepaßt:

Max von Schenkendorf...

“Wenn alle Verräter werden,

so bleiben wir doch treu,

daß immer noch im Lande

die deutsche Flamme Euch sei.

Die Besten unserer Jugend,

Bilder der neuen Zeit,

die uns zu deutscher  Tugend

und Opferwillen geweiht..

Sollt niemals von uns weichen,

in unserer Nähe sein,

treu wie die deutschen Eichen,

wie Mond und Sonnenschein.

Das Eigene wird bald erstrahlen

in aller Brüder Sinn,

sie kehren zu der Quelle

in Liebe  und Reue hin…

Ihr Sterne seid uns Zeugen,

die ruhig herniederschaun:

Wenn alle Brüder schweigen

und falschen Vorbildern traun.

Wir wollen den Eid nicht lösen,

Wortbrechern werden gleich,

wollen predigen und sprechen

von Deutschland, unserem Reich..”

Vielleicht will Mia, der ich meinen Versuch widme und schenke, das Lied so präsentieren, daß es uns anspornen und Kraft geben kann…

Mahnung…

August 18, 2010 3 comments

 

 Daß nur die Liebe nicht stirbt,

die Liebe zum Land,

daß sie die Schritte noch lenkt

und das Tun,

daß sie uns aufrecht erhält,

nicht zu ruhn,

nicht satt und müde zu sein,

weil sonst verdirbt,

was einst Heimat war.

Daß nur die Liebe nicht stirbt!

( Ursel Peter )

Categories: Spruch/Gedicht

Totensonntag / Runensonntag…

November 22, 2009 Leave a comment

W e l k e s   B l a t t

Jede Blüte will zur Frucht,

Jeder Morgen Abend werden.

Ewiges ist nicht auf Erden,

Als der Wandel, als die Flucht.

Auch der schönste Sommer will

Einmal Herbst und Welke spüren.

Halte, Blatt, geduldig still,

Wenn der Wind dich will entführen.

Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,

Laß es still geschehen,

Laß vom Winde, der dich bricht,

Dich nach Hause wehen.

Hermann Hesse

Mahnung angesichts der Zerrissenheit…

November 20, 2009 Leave a comment

Stefan George

Einer stand auf der scharf wie blitz und stahl

Die klüfte aufriss und die lager schied

Ein Drüben schuf durch umkehr eures Hier..

Der euren wahnsinn so lang in euch schrie

Mit solcher wucht dass ihm die kehle barst.

Und ihr ? ob dumpf ob klug ob falsch ob echt

Vernahmt und saht als wäre nichts  geschehn..

Ihr handelt weiter, sprecht und lacht und heckt.

Der warner ging..dem rad das niederrollt

Zur leere greift kein arm mehr in die speiche.

Stefan George

Novemberlied…

November 7, 2009 Leave a comment
180px-Fog

Herbstnebel

Den Schmetterling zu lieben

muß man Raupen mögen,

fand Himmelsstürmer Antoine.(x)

Des Jahres Reigen anzubeten

heißt den Sturmmond lieben,

auch der roten Aster späte Blüte.

Weißer Nebel schützt das Land

und die bunte Frucht der Gärten,

letzte Rose glänzt für alle Welt.

“Alles wechselt, Nichts geht unter”,

ruft der Gänse schriller Schrei

über gelben, leeren Feldern.

Was ich dachte,  ist verweht

in den sturmgebeugten Wald,

ferne Sonne zeigt sich fahl.

n.  7. November 2009

(x) de Saint Exupery

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