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Die Gedanken abschweifen lassen…

David Gelernter...

“Wichtig ist ihm, dass Technik den Menschen dient, ihn nicht zum Sklaven macht. Das Internet sieht der Wissenschaftler eher als “Maschine zur Verstärkung von Vorurteilen.”  Die Menge an Informationen habe sich zwar dramatisch erhöht, nicht aber deren Qualität. um in der Flut an Informationen nicht zu ertrinken, rät Gelernter dazu, sie zeitlich zu organisieren – es ist seine alte Idee von Lifestreams aus dem Buch “Mirror worlds.” An diesen Strömen des Lebens sollen sich Bilder, Videos und Dokumente wie an einer Zeitleiste anlagern können. Das Netz, wünscht sich Gelernter, sollte aber auch fähig dazu sein, die Gedanken der Nutzer abschweifen zu lassen, sie nicht immer nur entlang der Pfade zu führen, die sie ohnehin beschreiten.”

Helmut Martin Jung in der SZ v. 8.10.2010 über den Informatiker und Künstler David Gelernter.

Inwieweit entspricht das hier Geäußerte Euren Erfahrungen im Netz, auch mit diesem Leserblog “Metapolitika”?  Öffnen die Beiträge hier den Blickwinkel, lassen sie die Gedanken abschweifen von Text und Thema? Oder bestätigen sie nur das, was Ihr ohnehin wissen wolltet oder für richtig haltet?  Ist eine Struktur der Inhalte und des zeitlichen Ablaufs erkennbar? Fühlt Ihr Euch von der Menge der Informationen “erschlagen”, werden Vorurteile  bestätigt?

  1. October 10, 2010 at 12:14 pm

    Natürlich öffnen die Beiträge im Netzt den Blickwinkel, Gedanken laßen sich aber auch abschweifen. Man könnte grundsätzlich sagen, daß der Informationsgehalt im Sinne des Betrachters nicht vorhersehbar, dennoch aber zu steuern ist. Je nachdem wie man damit umgeht, ob man seine Informationen, gezielt auf bestimmten Netzseiten oder im Chaos durch das Surfen erfährt.
    Dagegen hat man beim Fernsehen oder beim lesen von Zeitschriften diese Möglichkeiten nicht, dabei muß man sich gefallen laßen, daß die Nachrichtenauswahl ausgesucht und vorgegeben wird.

  2. Normalo
    October 10, 2010 at 1:49 pm

    “Die Menge an Informationen habe sich zwar dramatisch erhöht, nicht aber deren Qualität.”

    Das sehe ich ganz anders. Die Qualität hat sich durch das Wegfallen der Selektion durch die Intendanten der Informations-Gestapo deutlich erhöht. Ich kann ohne Zeitverzögerung Vorurteile bestätigen, aber auch sofort Gegenargumente “ersurfen”.

    “Inwieweit entspricht das hier Geäußerte Euren Erfahrungen im Netz, auch mit diesem Leserblog “Metapolitika”?”

    Also ich fühle mich abgeschweift genug und wünsche mir im Gegenteil: Informationskonzentration, bezogen auf das Wahre.

    Sprich: Ich schweife in ein mir unbekanntes Thema ab: Dann wünsche ich dort verdichtete Information.

    Da das Internet aber ebenso (Informations)Kriegsschauplatz geworden ist, muss man sich hier geistig intelligent bewegen lernen.

    • October 10, 2010 at 6:22 pm

      # Normalo:

      ich verstehe Dich, aber:

      Zwei wesentliche Themen sind hier obsolet. nämlich der NS und das sog. Weltverschwörungsthema. Bei anderen Themen gibt es immer weniger Mitdiskutanten, je tiefer eingestiegen wird. Die beiden anderen Leserblogbetreiber werden das auch festgestellt haben. Ich denke derzeit darüber nach, wie das Dilemma aus dem Weg zu räumen ist. Weil nach meinem Empfinden – ganz vorsichtig gesagt – zudem auch noch offen ist, wohin die Hauptseite geht und die blogs an der Hauptseite hängen, beschränke ich mich eine zeitlang auf Erbauliches und Ermutigendes:-)

  3. Normalo
    October 10, 2010 at 7:26 pm

    Für obsolet halte ich nun vor allem das Islam-Thema. Der Käse ist zu 80% gegessen, der Mainstream spuckts aus allen Kanälen, eine enorme Multiplikation hat stattgefunden. Vor 2 Jahren noch alles undenkbar.

    Ausschlaggebend waren WAHRE Argumente, Dokumente, Aussagen, der Koran selbst etc.

    Was die anderen beiden genannten Themenkomplexe angeht, sie sind wichtig und kommen bald auf die politische Bühne. Beide Themen gehen ans Eingemachte und die Meinungsführer sind weit mächtiger als die verblendete Multi-Kulti-Brigade.

    Dass man hier nicht diskutieren möchte, nun gut. Das Internet ist groß genug.

    Was den Hauptblog angeht, habe ich die Hoffnung, dass er “gesamtdeutsch” wird, sprich, jeglicher Spaltung standhält und über das gesamte Spektrum berichtet.

  4. October 10, 2010 at 7:54 pm

    “Dass man hier nicht diskutieren möchte, nun gut.”

    Möchte schon, verstößt aber gegen die Richtlinien. Aber bitte nicht enttäuscht sein, Normalo, es gibt immer noch viele, viele Dinge, die man nicht einmal im Netz findet und denen will ich mich verstärkt widmen: Vielleicht verschärfen sie den Blick dafür, was man sich aus dem Netz fischen sollte:-) Viele wissen vieles oder glauben vieles zu wissen, aber oft sind das nur Mosaiksteinchen, die zusammenzufügen man nicht in der Lage ist, weil man das Verlegemuster nicht kennt…

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