Mit dem Wind tanzen…

Sturm zieht auf...

 

“Du kannst dem Sturm nur widerstehen, wenn Du mit dem Wind zu tanzen gelernt hast.”  (Autor? Änderung von mir, niekisch)

Den  jetzt aufziehenden Stürmen, die den Wind der Entfremdung der Menschen von ihrem eigenen Ich, von ihrem Volk und ihrer Nation, ihrer Rasse zur Apokalypse steigern, werden  wir nur widerstehen können, wenn wir wissen, wer unsere Feinde sind und dafür wiederum, wer wir selber sind. Wir diskutieren diese Fragen derzeit in VoxPopulis Leserblog  unter dem Titel “Wer oder was ist ein “Deutscher”?  Um auf diese Debatte aufmerksam zu machen und eine Lösungsmöglichkeit anzureißen, nachfolgender Text des deutschen Soziologen, Historikers und Philosophen Hans Freyer mit der Kapitelüberschrift ” Über die Möglichkeit, der Entfremdung gewachsen zu sein”:

“Was heißt einer Situation gewachsen sein? Man muß sich zuerst auf ihre Ebene begeben und sich mit ihr einlassen, sonst begegnet man ihr nicht einmal, sondern geht an ihr vorbei. Man muß seine Perspektiven, seine Handgriffe und Widerstände auf sie einstellen, also wohl auch einiges von ihrer Seh- und Griffweise in sich haben oder in sich aufnehmen. Aber man muß etwas gegen sie einzusetzen und geltend zu machen haben, was sie nicht ist und hat. Man muß einen Rückhalt gegen sie haben oder eine Rückenfreiheit, sonst geht man in ihr auf und befindet sich einfach in ihr. Verwandt und unverwandt, gebunden, wie Gegner aneinander gebunden sind, und frei, wie der Lebende ist, solange er nicht sich selbst und seine Sache aufgibt: Diese Doppelheit ist schon im schlichtesten Fall gegeben, in dem der Mensch sich einer Situation gewachsen zeigt. Schon der schlichteste Fall dieser Art weist also über sich selbst, nämlich über die Aktualität der Situation und der Auseinandersetzung mit ihr, hinaus. Er weist in die Innerlichkeit des Subjekts, in das Gefüge seiner Spannkräfte und Reserven, also in seine geschichtliche Struktur hinein. Was einer geltend machen soll, was er an Rückhalt, Rückenfreiheit und Eigenheit soll einsetzen können, muß er substantiell mitbringen, aus seiner Herkunft vermutlich, denn woher sollte es sonst kommen? …Die oberen Schichten des mitgebrachten Erbes, aus denen gemeinhin gelebt wird, sind einigermaßen geformte Anlagen und sprungbereite Aktionsweisen; darunter liegen viele Lagen von Möglichkeiten, Unverträgliches und sich Ausschließendes dicht beieinander…Auf diesen Fonds der Möglichkeiten kommt es an. Immer erst der Anspruch der Situation ruft aus ihm irgend etwas Bestimmtes hervor, oft so unvorhergesehen, daß es ein Geschenk der Situation zu sein scheint und beinahe sogar ist. Auch gibt es Mutationen ( sprunghafte Wechsel mit Veränderungen, niekisch), die aus dem Mitgebrachten Neues aufschießen lassen, ohne daß im geringsten erkennbar wäre, wo seine Wurzeln liegen. Alles Lebendige trägt diese unbestimmte Vielheit in sich, aus der auf Anruf der Situation die faktischen Möglichkeiten des Existierens erst erschlossen werden.”  ( Freyer, Hans, Theorie des gegenwärtigen Zeitalters, DVA Stuttgart 1955, S. 234 f. )

Den Stürmen widerstehen...

Bevor wir also den kommenden apokalyptischen Stürmen widerstehen können, müssen wir mit dem Wind der Entfremdung tanzen lernen, uns auf ihn einlassen, ohne ihm zu verfallen, ohne mit ihm zu verschmelzen.  Aus der Tiefe unserer selbst und unserer Geschichte können wir jederzeit und in einer Vielzahl von Varianten die Möglichkeiten schöpfen, Identitäten anrufen, widerstehen. Es muß deshalb keine Sackgasse sein, daß in Deutschland ein Generationenbruch, das Abreißen von Traditionen stattgefunden hat, Jüngere und Ältere ein unterschiedliches Bewußtsein von Identität besitzen, wie wir in VoxPopulis Leserblog erörtert haben.  J e d e r z e i t  und in völlig unterschiedlichen Lagen und Situationen können wir unter die Patina, unsere Haut der Jetztzeit, vorstoßen, aus der Tiefe unserer Seele latent Vorhandenes an die Oberfläche holen und zum Kampf einsetzen. Die antideutsche Front in ihrer Hohlheit  wird niemals wissen, welche Kampfmittel uns am Tag X zur Verfügung stehen werden.

D a s  wird noch spannend!

Das Zitat und der Text Hans Freyers schenken uns Hoffnung und den Mut, trotz aller Unterlegenheit  von  u n s e r e n  Möglichkeiten Gebrauch zu machen.

PS: Und gerade habe ich per E-Post den ersten Hinweis eines Lesers bekommen, daß der Artikel, der ja nicht unkompliziert ist, z.T. unverstanden geblieben ist. Ich empfehle, zunächst die Diskussion bei VoxPopuli zu verfolgen. Da wird sicher Manches klarer. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

  1. Reichsbürger
    May 17, 2011 at 8:14 pm

    Ich würde dich gerne mal was fragen lieber niekisch.
    Wo liegt der Ursprung deines Handelns und deines Denkens ?
    Wenn du eine Zeitreise machen könntest,wo würdest du hingehen ?Die Fragen beziehen sich auch auf den Text.

    • May 18, 2011 at 5:34 pm

      Lieber Reichsbürger, da muß ich etwas unfangreicher antworten. Bitte etwas Geduld.

  2. Reichsbürger
    May 19, 2011 at 3:42 pm

    Kein Problem ,niekisch .Ich will dir ja nicht auf den Schlips treten.

    • May 19, 2011 at 6:41 pm

      D u darfst mir sogar auf den Schlips treten, wenn Du da hinkommst, Reichsbürger. Aber ich trage ihn sehr selten, seitdem ich nicht mehr berufstätig bin:-)

      Für die Antwort auf Deine Fragen brauche ich eine bestimmte Stimmung, Ruhe und etwas mehr Mut, als ich ihn momentan habe..

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