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Zum “Schiller – Jahr” 2011…

Aus dem Fragment  Gedankengedichte – Zur Feier der Jahrhundertwende – Deutsche Größe – aus dem Entwurf:

Friedrich v. Schiller - revolutionär auch heute...

“Das ist nicht des Deutschen Größe

Obzusiegen mit dem Schwert,

In das Geisterreich zu dringen

Vorurteile zu besiegen,

Männlich mit dem Wahn zu ringen

Das ist seines Eifers wert.

Schwere Ketten drückten alle

Völker auf dem Erdenballe

Als der Deutsche sie zerbrach

Fehde bot dem Vatikane

Krieg ankündigte dem Wahne

Der die ganze Welt bestach.

Höhern Sieg hat der errungen

Der der Wahrheit Blitz geschwungen

Der die Geister selbst befreit,

Freiheit der Vernunft erfechten,

Heiß für alle Völker rechten,

Gilt für alle ew´ge Zeit.”

Es ist erfreulich, daß die Ruhrfestspiele in Recklinghausen Friedrich v. Schiller 2011 in den Mittelpunkt Ihres Programmes gestellt haben.

Zeitlos Gültiges und Revolutionäres gibt Schiller uns Deutschen bis heute: Gewaltlos siegen, Geistestiefe erreichen, vorurteilsfrei entscheiden, religiöse und weltanschauliche Wahnideen zurückweisen, auf deutsche Art dem Globalismus und Mammonismus widerstehen, deren Ketten als Bannerträger der Völker zerbrechen, der 2000 jährigen  Charakterverbiegung  durch kirchliche Dogmen entgegentreten, der Wahrheit eine Gasse geben, das ist gerade heute unser revolutionärer, d.h.zum Guten zurückwälzender Appell…

  1. June 11, 2011 at 8:19 pm

    “Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.”

    Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)

    Es ist irrelevant, was die “hohe Politik” beschließt oder nicht beschließt. Der bevorstehende Zusammenbruch des Zinsgeld-Kreislaufs lässt sich mit wirtschaftspolitischen Kindereien nicht aufhalten. Seit Herbst 2008 verbleiben genau drei Möglichkeiten:

    Das Ende mit Schrecken (finaler Atomkrieg)
    Der Schrecken ohne Ende (globale Liquiditätsfalle)
    Die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft)

    “Genau drei Möglichkeiten” heißt: eine vierte gibt es nicht. Über die erste Möglichkeit gibt es nichts zu sagen, die zweite ist das Lieblingsthema aller Crash-Phantasten und die dritte ist wahrscheinlich. Der Crash-Phantast, der “zur Sicherheit” noch ein paar Goldklötzchen bunkert, weiß nicht, was es bedeutet, wenn in einer globalisierten Zinsgeld-Ökonomie mit über 6.500.000.000 Menschen der Geldkreislauf – und damit die Arbeitsteilung – mitgekoppelt zusammenbricht. Die Heilige Schrift bezeichnet dieses Ereignis als “Armageddon”.

    Für die dritte Möglichkeit muss ein elementarer Erkenntnisprozesses durchlaufen werden, dessen am Ende über die Maßen bewusstseinserweiternde, aber anfangs ebenso Angst einflößende Wirkung vorab erahnen kann, wer die phantastischen Bilder kennt, mit denen Stanley Kubrick im Schlusskapitel von “2001” die Auferstehung des Kulturmenschen dargestellt hat – und bitte bedenken Sie das Vorwort von Arthur C. Clarke:

    “…this is only a work of fiction. The truth, as always, will be far stranger.”

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:
    http://www.deweles.de/willkommen.html

  2. Anonymous
    June 11, 2011 at 9:06 pm

    Mein lieber Niekisch,
    da sprichst Du einmal mehr ein ein wahres Wort gelassen aus..- danke für Deine inspirierenden Kommentare. MfG

    • June 12, 2011 at 6:58 pm

      Bitte, bitte, Anonymus.

  3. Ennrichs Besen
    June 12, 2011 at 9:33 am

    Ich hätte da diesen Vierverser anzubieten:

    Mich hält kein Band, mich fesselt keine Schranke,
    frei schwing ich mich durch alle Räume fort –
    mein unermeßlich´ Reich ist der Gedanke,
    mein geschliffnes Werkzeug ist das Wort.

    Ist so etwas wie ein Motto für mich.

    • June 12, 2011 at 6:58 pm

      Auch nicht schlecht, Ennrichs Besen.

  4. blacksun87
    June 12, 2011 at 11:35 am

    Heißt das rechten oder fechten?

  5. Hildener
    June 12, 2011 at 12:12 pm

    Entsprechend der alten Weisung:
    ,,Am deutschem Wesen mag die Welt genesen” (Emanuel Geibel, 1861)
    Ich fürchte an dieser Stelle haben wir uns übernommen. Manche Völker wollen keine Vernunft annehmen. Warum versuchen wir dennoch zwanghaft sie ihnen einzuprügeln (Bsp. Afgahnistan)?

    • blacksun87
      June 12, 2011 at 2:48 pm

      Von wir kann keine Rede sein…

      die Etablierten haben nicht Deutschland im Blick…

      • June 12, 2011 at 7:01 pm

        Den Etablierten, blacky, geht es darum, etabliert zu bleiben:-)

    • June 12, 2011 at 6:59 pm

      Bei Afghanistan handeln wir sicher auf Geheiß anderer, Hildener.

  6. Federschlag
    June 13, 2011 at 7:57 pm

    Ich bin verwundert – ich dachte immer, Schillers “Deutsche Größe” existiert nur in Fragmenten, da der Meister aus Schwaben es nie vollenden konnte?

  7. niekisch
    June 14, 2011 at 5:54 pm

    Der vollständige – fragmentarische – Text befindet sich hier, Federschlag:

    http://mitglied.multimania.de/spangenberg/gedichte/schiller/schil030.html

    In meiner Gesamtausgabe habe ich ihn mangels ordentlichen Verzeichnisses nicht gefunden:-)

    • Federschlag
      June 15, 2011 at 12:24 am

      Da ist der (oh welch’ großer Zufall!) sicher auch nicht drin …

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