Baustelle….

Baustelle...

“Metapolitika” wird einige Zeit eine Baustelle sein. Ich bitte um Verständnis, daß ich die bisher erschienenen 288 Artikel auf die richtige Einordnung nach Kategorien durchsehe, das Schlagwortverzeichnis vervollständige. Zugleich will ich mir Gedanken machen, ob und wie ich “Metapolitika” weiterführe. Mache ich die Sache zu kompliziert, erwarte ich zuviel, woran liegt es, daß in den Kommentaren, wie wir an diesem  Artikel sehr gut sehen können, fast nie konkret und hart an der Sache und bei der Sache bleibend diskutiert wird? Die Kernfrage des Artikels geht dahin, wie wir  die in dem Artikel genannten Elemente  h e u t e  miteinander verbinden können. Kein Leser geht bis jetzt wirklich darauf ein. Und die Unkenntnis hinsichtlich des Nationalsozialismus macht mich sprachlos. Wo willst Du da anfangen? Wie weitermachen? Wo aufhören?  Da muß ich wirklich nachdenken…

  1. Federschlag
    July 1, 2011 at 9:54 pm

    Klingt irgendwie … niedergeschlagen?

    • July 2, 2011 at 3:44 pm

      Manchmal, Federschlag, überfallen mich Ansätze einer Depression angesichts der internen und externen Zustände. Aber bisher habe ich sie immer wieder wie eine lästige Zecke abgeschüttelt:-)

      • Federschlag
        July 2, 2011 at 3:45 pm

        Ich gestehe offen, das ist mir auch sehr vertraut.

      • July 2, 2011 at 3:50 pm

        Angesichts der Zerstrittenheit des identitären Lagers hier vor Ort kann der Eindruck entstehen, daß Eingkeit n i e m a l s zu erzielen sein wird. Wüßte ich nicht, daß es in früheren Zeiten ähnlich war und dennoch Rettung möglich war,verzweifelte ich.

      • July 2, 2011 at 7:58 pm

        “Gibt es hier eigentlich kein Kontaktformular? Wie kann man mit dir Kontakt aufnehmen?”

        Ich schreibe Dich an, Federschlag:-)

  2. July 2, 2011 at 6:53 am

    Na, das hört sich aber niedergeschlagen an. Nicht den Kopf hängen lassen. Natürlich kann man über den Sinn einzelner Seiten streiten, denn auch wenn hier Theorie entwickelt werden würde, wär der Kreis jener die es annehmen, doch wirklich gering. Wir haben uns daher versucht zur Aufgabe zu machen im ersten Jahr lediglich in die ,,Szene” hineinzuwirken. Sprich wir versuchen unsere Ideen aktiv und offensiv in den Widerstand zu tragen, das geschieht nicht nur im Netz, sondern auch auf Rednerveranstaltungen, Kundgebungen, Demonstrationen und Seminaren. Erst wenn genügend handlungsfähige Kader, oder besser gesagt Wortführer, aufmerksam geworden sind, kann man Theorien entwickeln. Ansonsten – egal wie gut und schlüssig diese Theorie ist – sie würde einfach nicht angenommen werden. Das ist das Problem der Einzelblogs, dass sie niemals eine große Einwirkung auf die breite Basis entfalten können.

    • July 2, 2011 at 3:57 pm

      “Problem der Einzelblogs, dass sie niemals eine große Einwirkung auf die breite Basis entfalten können.”

      Das wird so sein, obwohl eine gewisse Anbindung an die “Szene” ja dadurch gegeben ist, daß wir Leserblogger in “DE” integriert sind.. Ich werde wohl meine Arbeit in Zukunft mehr auf das wirklich Metapolitische – das Blog heißt ja auch so – und damit unmittelbar verbunde Kulturfragen richten..Es besteht dabei allerdings die Krux, daß viele Leser es nicht schwierig haben und nicht sich anstrengend in die Tiefe gehen möchten. Ich denke nach!

      • July 2, 2011 at 5:45 pm

        Es gibt genügend – zuviele – hoch intelektuelle Blogs oder Lektüren, die nur so vor Fachworten und Besserwisserei strotzen. Das Problem ist aber, und das gibt es schon seitdem es die ,,Rechte” gibt, dass keine Verbindung zwischen der Intelligenz und der Masse besteht. Bestes Beispiel dafür ist wohl die Konservative Revolution, deren Verfechter oder unwissende Zugehörige sich durch ihre Intelligenz mehrfach dem Bündnis oder der geeinten Aktion verschlossen haben. Auch Mohler. Intelligenz kann auch lästig sein😉

        Daher brauchen wir nicht noch mehr ellenlange Abhandlungen, in der deutschen Geschichte sind davon genug verfasst worden. Wir brauchen eine Schnittstelle zwischen den Lagern, der Intelligenz, der Basis, den Kadern. Wir brauchen einfache eine Kultur, in der alle Platz haben. Wo wir wieder beim metapolitischen Ansatz wären.

      • July 2, 2011 at 7:23 pm

        Vielleicht, BI, brauchen wir auch eine Schnittstelle zwischen den Generationen. Das war in meiner Generation noch nicht nötig, da arbeiteten Intelligenz und Masse in der NPD – selbst miterlebt – noch problemlos zusammen. Professor und Lehrling klebten zusammen Plakate, wir zogen an einem Strang. das Wahlvolk sah, daß wir ganz normale Leute waren – auch im “Outfit” – und wählte uns, bis dann die Unterwanderung durch Agenten und die Kriminalisierung Überhand nahmen. Durch Umerziehung und die 68iger – ideologie rissen dann die Traditionslinien und Gräben zwischen den Generationen wurden aufgerissen und absichtlich vertieft. Zur Befindlichkeit der Leute um die 30 im Gegensatz zu uns empfehle ich Christian Schüle:Deutschlandvermessung – Abrechnungen eines Mittdreißigers. Er schildert sehr gut auch die heutige Psychologie, Vereinzelung pp., macht sogar Vorschläge zu Identität und zukünftigen Weltanschauungen. Er schildert exakt, daß die Schnittstellen in der Gesellschaft immer mehr schwinden.

        Ich bin Minimalist:

        1. in der Öffentlichkeit auftreten wie jeder Kunde bei Aldi, allenfalls mit kleinem Symbol.
        2. Wortergreifung ü b e r a l l flashmobartig in größeren Gruppen zu Schutz und Machtdemonstration. Es gibt tausend Gelegenheiten.
        3. intern absolute Disziplin, Lernbereitschaft, Rituale, Symbolik.
        4. Von nichts und niemandem distanzieren, lieber schweigen.
        5. Jeden mitmachen lassen, der sich anständig benimmt.
        6. Wir haben nichts mehr zu verlieren, da wir fast nichts mehr haben.

  3. Universum
    July 2, 2011 at 8:08 am

    Die Kernfrage ist wohl vor lauter NS in dem Artikel etwas untergegangen, bzw. nicht als solche erkennbar gewesen.
    Wenn’s um den historischen NS geht, laufen die meisten Deutschen ja in einem ganz speziellen “Modus” (sei es die notorische NS-Phobie beim Bundesbürger – oder immer wieder das Schlagenwollen vergangener Schlachten bei so manchem Nationalen)…

    • niekisch
      July 2, 2011 at 3:18 pm

      Da war meine Selbstkritik wohl berechtigt, lieber Universum..Ich neige tatsächlich zum Verkomplizieren. Einfacher und deutlicher, jawoll! Ich gelobe Besserung.

      • Albrecht D
        July 3, 2011 at 7:07 am

        Mir geht es nicht viel anders, werter Niekisch. Einige Zeit lang habe ich in de »Aula« geschrieben – mit null Erfolg. Dort wollte ich, da es eindeutig meine Stärke ist, darauf hinweisen, daß wir die Identitätsbewahrung mit dem Hochhalten und dem Bewahren der eigenen gewachsenen Kultur und Kunst unbedingt weiterführen müssen. Da die Reaktion darauf nur Unverständnis und Schweigen war, tue ich es einfach und schreibe nicht mehr. Als Künstler kann ich mit Bildern viel sagen – es ist nur die Frage: sieht sie überhaupt jemand an und macht sich darüber Gedanken? Die meisten betrachten sie stumm und gehen zum Buffet und reden dann über so unglaublich wichtige Dinge wie Dancing Stars und Fußball…
        Das ist ernüchternd. Natürlich begreifen immer mehr Menschen in Österreich was not tut – aber die eigene Kunst und Kultur wird vernachlässigt. Disco statt Volkslieder, amerikanischer Filmquatsch statt Bilder von Dürer oder Kaulbach…
        Manches Mal falle auch ich in eine tiefe Depression. Allerdings reiße ich mich dann zusammen und male ein neues Bild…

      • July 3, 2011 at 10:51 am

        Schickst Du mir ein Bild mit einem Text dazu per Mail? Ich veröffentliche es hier, werter Albrecht D.

  4. Albrecht D
    July 3, 2011 at 11:59 am

    niekisch :
    Schickst Du mir ein Bild mit einem Text dazu per Mail? Ich veröffentliche es hier, werter Albrecht D.

    Bitte aller ePost-Verkehr über AlbrechtD@gmx.at
    Habe leider Deine ePost-Adresse nicht.

  5. Sympathieträger
    July 3, 2011 at 5:54 pm

    “Ich neige tatsächlich zum Verkomplizieren. Einfacher und deutlicher, jawoll! Ich gelobe Besserung.”

    Bei aller Neigung zu Deiner Seite muß ich Dir sagen, das kannst Du vergessen, Du bist einfach anders gestrickt. Wer sich je auf (anständige) Philosophie und (gute) Literatur in frühen (Jugend-) Jahren eingelassen hat, ist zur Vereinfachung nur noch wenig in der Lage. Du scheinst mir dafür ein Paradebeispiel zu sein.

    Nimm den verstorbenen Herrn D. Apel, der hat selbst Öko – Allgemeinplätze mit konservativem Leben erfüllt.

    • July 3, 2011 at 6:43 pm

      Ich kannte Herrn Apels Texte nicht, las von seinem Tod gerade bei Honigmann, den ich aber auch selten besuche. Wir dürfen ja hier Verschwörungstheorien nicht verbreiten:-) Tragisch ist, daß sich bei mir das beruflich veranlaßte Abklopfen nach allen Seiten mit Vielleserei verbindet, die mich dazu bringt, möglichst alle relevanten Gesichtspunkte finden und auch noch insgesamt auf geringstem Raum verwerten zu wollen:-), Sympathieträger. Vielleicht sollte ich besser nur noch kommentieren.

  6. Sympathieträger
    July 3, 2011 at 9:52 pm

    Wie Du Deine Seite bearbeiten solltest, weiß ich nicht.
    Du neigst aber ganz sicher nicht zur Vereinfachung,
    also probier es auch nicht.
    Um es mal kurz zu machen:
    Ich bewundere alle, die sich die Mühe geben, eine solche
    Internetseite zu betreiben und würde jeden verstehen, der
    daran verzweifelt. Du nimmst Deine Aufgabe zu schwer.

  7. niekisch
    July 4, 2011 at 7:04 am

    “Du nimmst Deine Aufgabe zu schwer.”

    Ich habe einfach das Gefühl, Sympathierträger, daß der “point of no return”, der Umschlag in den nicht zu revidierenden Untergang, bereits eingetreten ist oder zumindest unmittelbar bevorsteht.

    Welche Verantwortung wir doch uns selbst gegenüber und für die Gemeinschaft tragen..Versuchen wir uns würdig zu erweisen..

    Die Unsterblichen” nennen sich genau richtig:

    Unsterblich werden wir, wenn wir im Nachruhm als Menschen dastehen, die sich ihrer Aufgabe gegenüber würdig gezeigt haben..

  8. Sympathie träger
    July 4, 2011 at 9:44 pm

    Alles i.O. und die Sache mit dem Punkt ohne Rückkehrmöglichkeit schwant mir ahnlich, dann aber auch wieder nicht, wenn ich sehe, wie meine Töchter ihren Kindern abends am Bett die gleichen Kinder- und Volkslieder singen, die mir (uns) meine Eltern und später meine Frau und ich meinen Töchtern vorgesungen haben.
    Mein Schwiegersohn beseitigt alle englische Werbeaufschrift auf dem Spielzeug seiner Söhne und meine Tochter füllt die Marmelade um, die englischsprachige Etiketten haben.
    (Die Kinder sollen ihre Muttersprache lernen, wenn sie zu buchstabieren anfangen.)
    Meine Enkel werden Stettin nie für polnisch halten, weil sie mit Bildern aufwachsen, die ihre Vorfahren als Kinder und Bürger dieser Stadt zeigen.
    Sicher auch wegen der demografischen Entwicklung, ganz sicher aber auch wegen der “Widerstandshandlung” sind deutsche Kinder mit traditioneller Erziehung (streng und liebevoll) so wichtig dafür, keinen “Punkt ohne Rückkehr” zuzulassen.

    • Sympathie träger
      July 4, 2011 at 10:28 pm

      PS. Unsere Kinder machen uns wirklich unsterblich,
      das ist mein Ernst.

      • Es Muß Anders Werden
        July 5, 2011 at 7:02 am

        Das haben Sie schön gesagt.

      • July 5, 2011 at 10:09 am

        Und sie sind es ja auch, für die wir uns immer wieder krummlegen, Sympathieträger. Kinder und Enkel, darauf bin auch ich besonders stolz! Glieder der Generationenkette wollen wir sein.

  9. Monarchist
    July 5, 2011 at 5:09 pm

    Hallo, Niekisch,

    deine Kommentare finde ich überhaupt nicht theorielastig und kompliziert. Den Schuh muss ich mir wohl eher anziehen. Dabei nehme ich Meta-Politik insfofern wörtlich, als für mich die Annäherung an übergeordnete Blickwinkel (eben: Meta-Positiionen) den Reiz ausmachen, mich hier mit einzubringen. Und diese beinhalten nun einmal aus der Natur der Sache heraus, das Bemühen um theoretische Aufarbeitung wesentlicher Aspekte. Anregend finde ich die Diskussion hier im Blog ohnehin. Übrigens habe ich deinen Literaturhinweis aufgegriffen und mir das Buch von Wagener, “Hitler aus nächster Nähe” kommen lassen – heute gerade über Amazon geliefert worden. Dicker Wälzer, und ich habe im Moment beruflich auch einiges zu lesen. Wird aber bestimmt eine spannende Lektüre.

    Was den “Punkt ohne Wiederkehr” betrifft, sollten wir nicht resignieren: Mit dem Ende des sogenannten “Amerikanischen Jahrhunderts”, werden international die Karten neu gemischt – auch das, was in Deutschland passiert. Und dann möchte ich noch zwei Dinge erwähnen, die in rechten Kreisen zu diskutieren, wahrscheinlich nicht so wahnsinnig gern gehört wird. Aber man kann ja einmal von vielerlei Diskussionen abstrahieren: Polen war Jahrhunderte ohne Staat, die Juden lebten über noch längere Zeit in der Diaspora, und die Kurden haben bis heute keinen eigenen Staat, gerade mal das Autonomiegebiet im Irak. Wir aber sind noch Millionen autochthone Deutsche in einem Reststaat, immerhin in staatsähnlichen Strukturen. Ich meine, wir sollten – unabhängig von Wahlen – als Nationale so viel wie möglich Sympathien sammeln. Daher komme ich immer wieder auf die Außenwirkung von Aktionen zurück. Und wir sollten einen geschichtlich geeigneten “Mutterboden” für unsere Traditionen und für unser politisches Koordinatensystem finden. Ich meine, der liegt in einer über tausenjährigen Geschichte insgesamt, in der Revolution von 1848, im Zweiten Kaiserreich und – begrentzt – sogar in der Weimarer Republik. Nur für mich eben nicht in Hitler-Deutschland. Letzteres stellt ja übrigens auch die Schwarze Front heraus, die ich von allen biherigen Ansätzen, einen nationalen Sozialismus zu diskutieren, als interessantesten wahrnehme. Schließlich noch etwas: Als “Monarchist im Herzen” sehe ich mich nicht zuletzt deshalb, weil 1871 der erste deutsche Nationalstaat im klassischen Sinne entstand. Und diesem Staat ist geschichtlich wirklich großes Unrecht geschehen – ein weites Feld.

    • July 6, 2011 at 10:27 am

      Freut mich, daß Du hier ein wenig Anregendes findest, Monarchist.

      Was Otto Wagener abgeht, so möchte ich Dich allerdings darauf hinweisen, daß die Gespräche mit Hitler erst Jahre später aus dem Gedächtnis wiedergegeben wurden, nämlich 1946, wenn ich recht erinnere. Daher rührt auch Kritik an diesem Buch. Ich halte sie nach dem Lesen von Hunderten von Büchern zum Thema allerdings für weitgehend unberechtigt. Otto Wagener hatte nachgewiesenermaßen ein “fotographisches” Gedächtnis, dafür gibt es genügend Zeugen. Das Buch ist sensationell. Es zeigt partiell einen völlig anderen Hitler als wir ihn aus den Medien kennen. Er hatte vor allen Dingen ein phänomenales Allgemeinwissen, wie das bei Autodidakten ja des öfteren zu beobachten ist. Wagener ist ein hervorragender Zeitzeuge, weil er v o r der Machtübernahme hunderte Gespräche mit Hitler unter 4 Augen oder im kleinen Kreis geführt hat.

      Deinen Ausführungen im letzten Absatz stimme ich fast völlig zu. Dem Kaiserreich ist bitterstes Unrecht widerfahren. Hitlerdeutschland können wir aber nicht völlig außen vor lassen. Denn es hat die Deutschen am bisher intensivsten geprägt und zugleich in kollektive Traumata gestürzt. Wir sollten es fair behandeln, einfach so zu sehen versuchen, wie es war. Weder verherrlichen noch verteufeln, Verbrechen gegenüber schweigen, solange die andere, alliierte, Seite keinerlei Schuld eingesteht.

      Zur Schwarzen Front: Ich besitze von Otto Strasser ” Der Faschismus – Geschichte und Gefahr” mit Widmung ” In alter Kameradschaft” und Originalunterschrift Otto Strassers für einen schon verstorbenen Schwarz – Frontler ganz in meiner Nähe. Desweiteren “Aufbau des Sozialismus” mit einem Vorwort Weigand von Miltenbergs, Lindner Verlag Leipzig von damals, aus der Nachkriegszeit ” Deutsch – Soziale Union ( Strasser – Partei ), Glaube und Hoffnung”, “Der Verräter” über Konrad Adenauer, “Die deutsche Bartholomäusnacht” als Faksimile, Otto- Ernst Schüddekopf, Nationalbolschewismus in Deutschland 1918 – 1933, Louis Dupeux, Nationalbolschewismus in Deutschland 1919 – 1933, C.H. Beck und Karl O. Paetel, Versuchung oder Chance, Zur Geschichte des deutschen Nationalbolschewismus, Musterschmidt und viele weitere Titel, die irgendwo lagern:-)

      Der Niekisch – Gedanke der radikalsten Konzentration auf das E i g e n e hat mich bis heute am meisten beeindruckt. Er war der größte – wenn auch vorwiegend nur geistig – deutsche Revolutionär. Er hat unseren A n lehnungswahn am schärfsten gegeißelt. Niekisch und Strasser, mit diesem Tandem wäre das deutsche Rad vielleicht eher zum Sieg gerollt:-)

      Ernst Niekisch zu Ehren verwende ich den nn niekisch.

      • Monarchist
        July 6, 2011 at 6:31 pm

        Hallo, Niekisch,

        mir ist dein Kommentar bezüglich Wagener, Strasser, Ernst Niekisch und anderen erst jetzt aufgefallen. Danke für die vielen Hinweise. Eventuell werde ich mich in nächster Zeit noch einmal bei Dir als geschichtlichen Kenner der Zeit direkt melden. Erst einmal herzliche Grüße und vielen Dank…!!!

      • July 6, 2011 at 6:44 pm

        Ich müßte – so fällt mir gerade ein – auch noch das Buch von Uwe Sauermann über Ernst Niekisch und eine Sammlung unter dem Titel “Widerstand” haben. Noch besser wäre es, ich wüßte noch alles, was in den Werken drinsteht:-) Teils habe ich sie vor 20 oder 30 Jahren gelesen. Du darfst mich immer fragen.

  10. Monarchist
    July 5, 2011 at 9:31 pm

    Um geschichtlich korrekt zu sein, muss ich mich in einem Punkt korrigieren: Habe in der Wikipedia noch einmal nachgeschaut und gesehen, dass Polen für 120 Jahre kein eigenständiger Nationastaat mehr war (siehe dritte polnische Teilung). “Für Jahrhunderte” stimmt also nicht, aber immerhin…

    • July 6, 2011 at 7:06 am

      Für mich ist in diesem Zusammenhang wichtig zu wissen, daß Polen seine staatliche Existenz auch dem deutschen Generalstab des I.WK verdankt und wie dankbar hat sich Polen gegenüber Deutschland gezeigt?

      • Monarchist
        July 6, 2011 at 9:31 am

        Hallo, Niekisch,

        das weiß ich doch…!!! Deswegen meinte ich ja, den
        Zusammenhang bitte rein abstrakt mal anzuschauen,
        so als wenn wir Brasilianer oder Chinesen wären.

        Mir ging es in meinen Bemerkungen nur darum, dass Polen überhaupt ein Staatsgebiet wieder bekommen hat, obwohl es so lange nicht existierte. Und wir sollten aus einer solchen geschichtlichen Betrachtung für uns !!!! Mut schöpfen,
        was unsere Situation als Deutsche betrifft.

        Die Möglichkeit zu abstrahieren, sollten wir als nationales Lager überhaupt stärken. Es ist noch so ähnlich wie mit der Frage, dass man “rechts” ist und in Deutschland dazu oft
        einen Zusatztext abliefern muss, damit Leute im Umkreis
        das in gewünschter Weise einordnen. Genauso muss man unter uns gelegentlich alle möglichen Zusatzerklärungen
        abgeben, wenn man beispielsweise einfach nur auf ein
        situatives Muster hinweisen will.

      • July 6, 2011 at 10:08 am

        Ja, stimmt, Monarchist. Mein Hinweis sollte auch nicht den Schwerpunkt verwässern:-)

  11. Monarchist
    July 6, 2011 at 11:07 am

    Hallo, Niekisch,

    danke für die Antwort – alles klar!

    • July 6, 2011 at 6:32 pm

      “danke für die Antwort – alles klar!”

      Bitte, bitte, Monarchist. Darf ich trotz meiner Erläuterungen zu Wagener anregen, beim Lesen i m m e r zu überlegen, ob es wirklich sein kann, was er da von Hitler zitiert? Ich habe es auch so gemacht und nur wenig Zweifelhaftes gefunden. Manchmal allerdings hatte ich ein wenig das Gefühl, Wagener versuche eigenes Denken in die Hitler – Äußerungen hineinzulegen.

  12. Monarchist
    July 6, 2011 at 7:44 pm

    Hallo, ich freue mich über die Hinweise und werde das im Hinterkopf haben, Niekisch.

    In einem Punkt möchte ich dir widersprechen, und zwar bezüglich nachfolgender Aussage:

    “Weder verherrlichen noch verteufeln, Verbrechen gegenüber schweigen, solange die andere, alliierte, Seite keinerlei Schuld eingesteht.”

    Das sehe ich anders, halte es sogar für einen der Schwachpunkte im rechten Lager, der zu mancherlei Misserfolgen in der Vergangenheit beigetragen haben mag. Einfach, weil es um etwas geht, was die Psychoanalyse “Verdrängung” nennen würde. Wenn man beispielsweise an überzeugende Krisen-PR bei einem Unternehmen denkt, bei dem es Ungereimtheiten oder Skandale gegeben hat, so wird dieses die Öffentlichkeit am ehesten von einem wirklichen “Neubeginn” überzeugen, wenn man schonungslos zu eigenen Fehlern steht. Dann wird es einem viel eher abgenommen, wenn man auf Entlastendes hinweist.

    Geradezu sensationelles “Entlastungsmaterial” für Deutschland hinsichtlich der Zeit zwischen ’33 und ’45 zeigt sich vor allem darin, dass Hitler und relevante Kräfte in der NSDAP in erheblichem Maße von amerikanischem Kapital finanziert wurden. Der britische Historiker Antony C. Sutton hat das in seinem Werk “Wallstreet und der Aufstieg Hitlers” nachgewiesen – siehe Perseus Verlag 2008. Sutton hatte für seine Arbeit gravierende Nachteile bezüglich seiner akademische Karriere in Kauf genommen, wurde aus der akdademischen Gemeinde mehr oder weniger raus gemobbt, wie man heute sagen würde.

    Meines Erachtens haben die angelsächsischen Finanzeliten, die Hitler und die NSDAP vor dem Bankrott retteten und sogar teilweise finanzielle Zuwendungen bis Ende des Krieges leisteten, mit Deutschland etwas Ähnliches veranstaltet wie mit dem Irak: Man baut einen “Bösewicht” auf, damit man das Land schließlich kolonialisieren konnte bzw. in der Lage war, dort reine Vasallenstrukturen aufzubauen. Und man hatte gleich noch ein weiteres kollektivpsychologisches Instrument – nämlich eines für ganz Europa. In der Mär bestehend, der Nationalstaatsgedanke habe allzu viele Menschenopfer gebracht und man müsse jetzt auf so etwas wie die “Vereinigten Staaten von Europa” hin arbeiten.

    Kopp-Online hat zur “Geburt” der Bilderberger einen interessanten Beitrag gebracht, der sinnfällig unterstreicht, was ich damit meine. Ebenfalls bei Kopp-Online hat der Autor Michael Grandt übrigens eine – wie ich denke – recht faire Auseinandersetzung mit dem Menschen Hitler veröffentlicht (neun-teilige Dokumentation): http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-grandt/adolf-hitler-geboren-in-versailles-1-.html

    Nochmals Grüße, Monarchist

    • July 6, 2011 at 8:53 pm

      Ohje, lieber Monarchist, jetzt gehts los!

      1. Bitte nicht mißverstehen: Fehler und Verbrechen müssen schonungslos offengelegt und geahndet werden. Aber nur im persönlichen Gespräch. Nicht im politischen oder diplomatischen Kampf. Da herrscht bis heute keine “Waffengleichheit” Deshalb schweigen wir ganz einfach, wenn uns jemand begegnet, der einseitig Deutschland beschuldigt.. Psychologisch gesehen üben wir Macht gegen dieses Gegenüber aus, weil wir es unter Druck setzen, seine Position zu überdenken.

      2. Wieso soll es Deutschland entlasten, wenn Hitler ausländisches Geld entgegengenommen hat? Es belastet eher unsere althergebrachten Vorstellungen von Anstand und Sitte. Es mußte nicht Herr Sutton kommen, um Finanzierungen zu belegen. Schon in den Protokollen der Weisen von Zion läßt sich nachlesen, daß die Tempelbauer a l l e Seiten finanzieren, um nach Bedarf zu steuern. Das ist alles andere als neu. Und weißt Du, wer das wußte: Genau dieser Adolf Hitler, wie mir ein Kampfgefährte von ihm in meinem zarten Alter von 18 Jahren bereits mitgeteilt hat. Adolf Hitler kannte sich in Terminologie und Symbolik der Weltregierungswoller bestens aus, er verwendete sogar bewußt den Zeigefinger, um zu signalisieren, daß er konform ist, um sein Programm möglichst ungestört verwirklichen zu können. Niemals hätte sich Deutschland vom Goldstandard gelöst, wäre er Agent dieser Kreise gewesen. Im übrigen sind solche agent provocateurs der internationalen Plutokratie wie Angela Merkel genausolche Kreaturen wie diese selbst, weil diese sie auf Konformität hin aussuchen. Adolf Hitler war glühender Nationalist und unsystemischer Sozialist, ein wirklicher Idealist, meiner Wenigkeit vergleichbar:-), der sich nicht kaufen ließ, der lieber sterben wollte, als seine Liebe zu Deutschland nicht verwirklicht zu sehen. Alles andere ist plumpe Propaganda, die leicht zu durchschauen ist. Kein jahrelang bezahlter Agent kann mit solcher Verve reden, 3 Kilo Gewicht dabei verlieren und völlig erschöpft zusammensinken, wenn er bloße Auftragsarbeit verrichtet. Sage man gegen diesen Mann, was man will. Aber seinen herzenstiefen Idealismus kann ihm niemand von der Haut reißen..

      3. Ausgerechnet die Freimaurerei will wegen Opfern den Nationalstaat für überwindenswert erklären? Soll sie sich doch selber an die Brust schlagen. Wenn der Schlag mit der Zahl der Opfer heftiger wird, dann setzt ihr das Herz aus. Denn sie hat ein Vielfaches der Opfer auf dem Gewissen, die wir Adolf Hitler anzulasten immer wieder gezwungen sind.

      Nichts für ungut, lieber Monarchist..

      Dir noch einen schönen Abend!

      niekisch

      • Monarchist
        July 10, 2011 at 12:28 pm

        Lieber Niekisch,

        ich habe nirgends gesagt, Hitler sei ein bezahlter Agent gewesen. Wenn er von anglo-amerikanischer Seite Geld angenommen hatte, so ist das eine ganz andere Sache. Sutton hat es mit Belegen dokumentiert. Ich habe das Buch zu seiner Arbeit im Haus. Der Historiker spricht übrigens selbst nirgends davon, dass Hitler ein Auftragsagent oder ähnliches gewesen sei.

        Was man den NS-Leuten in der Hinsicht vorwerfen kann, ist dass sie bezüglich dieser Gelder aus meiner Sicht einfältig gewesen sind, mag Hitler sich noch so sehr mit Weltordnungsplänen einiger Fraktionen der Hochgradmaurerei ausgekannt haben. Wenn ich einmal von diesen Kreisen absehe, die ich an dieser Stelle nicht weiter thematisieren möchte, so vertrete ich mit Nachdruck eine These, die mir auch so leicht niemand widerlegen wird.

        Die These lautet;: Es wurde Deutschland eine Falle gestellt. Man baute über diskrete Kanäle ein Regime auf, von dem man erwartete, dass es später mit einiger Wahrscheinlichkeit Kriegsverbrechen begehen würde. In ähnlicher Weise hatte man über Jahre auch Saddam Hussein gefördert, im Vergleich mit Hitler nur sehr viel direkter.

        Eine der zentralen global ausgerichteten Strategien gerade der Hegemonialmacht USA bestand und besteht gegenwärtig noch darin, imperialistische Interessen unter dem Deckmantel von Menschenrechten der Weltöffentlichkeit zu verkaufen. Dazu kann ich sogar ein belegtes Zitat nennen, das sich auf den Hintergrund amerikanischer Denkfabriken bezieht. Schließlich sei noch ein Gedanke angefügt: Ich habe nicht gesagt, dass wir die Fehler Deutschlands eingestehen sollten. Das machen ja schon die Massenmedien fast wie Klageweiber, so dass selbst vergleichsweise unpolitisch denkende Menschen die ständigen Selbstbezichtigungen nicht mehr hören können und wollen.

        Die nationale Seite sollte aber Fehler eingestehen. Ich finde, was die Vergangenheit betrifft, zum Beispiel zur Deutschnationale Volkspartei eine gewisse Nähe. Vielleicht liegt es daran, dass mein Vater sie gewähtl hatte. Von Papen war aber eine ausgesprochene Fehlbesetzung, ein Politiker, der sich in Bezug auf Hitler völlig überschätzt hatte. Was von Papen gemacht hatte, indem er Hitler an die Macht hiefte, war ein tragischer Fehler. Und einer der Fehler auf nationaler Seite heute besteht meines Erachtens darin, es immer noch ungeheuer schwer zu haben, die eklatanten Fehler des Dritten Reiches wirklich ohne Wenn und Aber einzugestehen. Ich glaube, wir wären schon wesentlich weiter, wenn hierfür mehr Mut vorhanden wäre, dies offensiv zu tun.

        in diesem Sinne, ebenso ncihts für Ungut!
        Gruß

      • Monarchist
        July 10, 2011 at 12:53 pm

        Pardon: “…an die Macht hievte”, nicht “hiefte”

      • Monarchist
        July 10, 2011 at 5:28 pm

        Um hinsichtlich meiner Bemerkungen über “Kriegsverbrechen” nicht falsch verstanden zu werden: Es bessteht eine ganze Reihe von Hinweisen, welche die Kriegsschuldfrage in ein anderes Licht rücken, als sie uns immer wieder gepredigt wird. Es gibt ja auch das interessante Buch dazu; “Der Krieg der viele Väter hatte”.

        Richtig ist sicher auch, dass jeder Krieg eine schmutzige Sache ist und dass auf jeder Seite Kriegsverbrechen geschehen. Meine Vermutung, die ich auf Zusammenhänge stütze, geht aber dahin, dass maßgeblich die Politik bestimmende Kreise der Alliierten vor Kriegsbeginn von dem Kalkül ausgingen, dass ein Politiker wie Hitler einen Krieg radikaler führen würde. Man kannte auch seine Einstellungen zu Juden, und da liegt es doch nahe, dass eine sehr hinterhältige Rechnung aufgemacht wurde, in der Hitler erst einmal so etwas wie eine “nüztliche Figur” auf dem Schachbrett wurde.

        Ich weiß auch, dass ein nicht unbekannter Amerikaner in den 1970er Jahren sagte, wir haben Hitler als “Monster” verkauft und konnten nach dem Krieg davon nicht mehr zurück. Aber, es ist wohl unstreitig, dass zu Hitlers Zeit Dinge passier sind, die wir jetzt lieber gar nicht weiter diskutieren wollen.

        Dabei will ich nicht behaupten, dass Hitler das alles von Anfang an so vorgehabt hatte. Diesbezüglich werde ich auch einmal aufmerksam die Lektüre von Wagener lesen.

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