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Damit Migranten nicht…..II

Mit Schwarz gegen Rot Grün?...

Ich hoffe auf Einverständnis, daß  der Strang  hier fortgeführt wird. Bei mehr als 50 Kommentaren wird es unübersichtlich. Zugleich ziehe ich “Monarchists” Szenarienbeitrag hierher, damit er im Zentrum der Debatte bleibt. Weiterhin viel Spaß und Fairness in der Auseinandersetzung! Euer niekisch

“Haupt-Variante 1:

Schwarz-Gelb bleibt an der Macht und betreibt eine Innenpolitik vergleichsweise strikterer Abschottung

a) Status Quo wie bislang in Relation zum linken Lager nur graduell strikter
(Valium-Charakter)

b) Aus Zugzwang unvorhergesehen politischen Wettbewerbs von Rechts oder sonstiger noch nicht abzuschätzender Faktoren mit Steigerungsmerkmalen rigiden Verhaltens versehen

Unter-Variante 1 (korreliert vor allem mit b, bei a aber auch nicht ausgeschlossen):

Im Windschatten der schwarz-gelben Konstellation wird es nationalen Kräften möglich, an Einfluss zu gewinnen.

Das hieße, etwa wie die 68er in relevante gesellschaftliche Institutionen hinein zu netzwerken, dadurch in systemrelevante Schlüsselpositionen unabhängig von der Legislative zu gelangen: Verwaltungsposten (gehobene Laufbahn), Industrieverbands- und Gewerkschaftsfunktionen, Betriebsratsmitgliedschaften (besonders wichtig!!!), Asta-Vorstände, Funktionen in Umweltverbänden (dto. wichtig, da es gilt, Umweltthemen stärker thematisch zu besetzen!!!) und vieles mehr.

Natürlich darf man sein Weltbild nicht immer und überall gleich demonstrativ heraus hängen lassen. Ein taktisch umsichtiges Verhalten haben die 68er streckenweise auch zu handhaben gewusst, ohne dass man sich selbst verleugnet hätte. Auf vergleichbare Weise entstünde ein nationales Milieu. Dies würde längerfristig mit einiger Wahrscheinlichkeit, aber nicht notwendig 1 b) zur Folge haben. Vielleicht erkennen die Regierungspolitiker einen sich wandelnden Zeitgeist nicht rechtzeitig und schalten insofern auf stur, als der bisherige Zustand nur ansatzweiser Unterscheidung zum linken Lager bewahrt wird – siehe 1a).

Unter-Variante 2

Unter einer schwarz-gelben Konstellation ist es nationalen oder rechts-konservativen Kräften nicht möglich, gesellschaftlich-politisch an Terrain zu gewinnen.

Etwa erklärbar aus Ängsten in der Bevölkerung, geschicktere Kosmetik als in den letzten Merkel-Monaten oder aus anderen Gründen (wir wollen da die Gegenseite nicht unnötig auf Ideen bringen).

Haupt-Variante 2

Schwarz-Gelb bleibt an der Macht, biedert sich dabei genauso wie Rot-Grün oder womöglich sogar nocht mehr bei Migranten-Kreisen an.

Gründe könnten sein, dass man um des Machterhalts willen vermehrt auf Stimmen von Personenkreisen mit Migrationshintergrund schielt. Dabei ginge man davon aus, dass man die Konservativen ja ohnehin „in der Tasche“ habe. Für eine solche Tendenz stehen etwa Personalien wie ein Christian Wulf aus Hannover (wen meine ich damit wohl?) oder ein Herr Laschet aus NRW. Ein Indiz als Momentaufnahme für die Tendenzmöglichkeiten von Hauptvariante 2 bildet auch die recht skurrile Äußerung von Christian Bämler, von der baden-württembergischen Union, nämlich die türkischstämmige Integrationsministerin im grün-roten Kabinett Kretschmann diskriminiere Türken in der Bundesrepublik mit einer Äußerung über deren TV-Gewohnheiten (siehe Meldung auf der DE-Startseite).

Haupt-Variante 3

Rot-Grün kommt an die Macht und öffnet sämtliche Schleusen für die Masseneinwanderung

Unter-Variante 1

Hierdurch wird womöglich das gesellschaftliche Entfremdungs- und Überfremdungsgefühl so sehr geschürt, dass sich die Bevölkerung endlich in Wahlen gegen die inzwischen stattgefundenen Exzesse der ungeregelten Einwanderung zu wehren beginnt.

Unter-Variante 2

Es ist nicht mehr möglich, sich über Wahlen zu wehren, da die demografischen Mehrheitsverhältnisse inzwischen gekippt sind.

Hier sehe ich die Gefahr – augenblicklich noch mehr bei einer Konstellation Rot-Grün als bei einem Fortbestehen von Schwarz-Gelb oder einer Konstellation wie Schwarz-Rot. Dies könnte sich zugegebenermaßen allerdings völlig ändern – siehe Hauptvariante 2.

Haupt-Variante 4

Es bleibt auch unter Rot-Grün in der Einwanderungspolitik im wesentlichen wie es gegenwärtig ist oder es gibt nur graduelle Verschiebungen zu stärkerer und undifferenzierterer Aufnahme von Einwanderung.

Haupt-Variante 5

Es kommt paradoxer Weise sogar zu einer Verschärfung der Migrationspolitik unter Rot-Grün.

a) leichte Verschärfung (Valium-Charakter)
b) drastische Verschärfung
Um einer weiteren Behauptung von Sympathieträger vorzubeugen, ich würde „Rückzugsgefechte“ führen: Dieser Variante räume ich bislang keine großen Chancen ein, aber ich bin ein Anhänger von Systematik und der möglichst weitgehenden Vollständigkeit von Modellen. Die Variante käme vor allem in Betracht, wenn es einer relevanten Fraktion innerhalb der internationalen Finanz-Oligarchie aus welchen Gründen auch immer gefallen würde, die nationalen Ethnien entgegen bisheriger Bilderberger- und CRF-Politik in Europa zu stabilisieren. Sollten die Unruhen in Großbritannien – wie einige behaupten – von entsprechenden Einflusskreisen geschürt worden sein, könnte es dafür sprechen, dass es tatsächlich eine solche Fraktion innerhalb der herrschenden Macht-Oligopole gibt. Aber, das versehe ich doch mit etlichen Fragezeichen. Wirklich schlüssig erscheint mir die These bislang nicht.

Außerdem noch ein Vergleich, der Hauptvariante 5 stützen könnte: Ein rechter Israeli (ich glaube es war Menachim Begin) konnte seinerzeit den Frieden mit Ägypten aushandeln, der territoriale Rückgaben in erheblichem Umfang zum Gegenstand hatte (Sinai). Seinerzeitige Kommentatoren waren sich weitgehend einig darin, dass ein Ministerpräsident der Arbeiterpartei den Schritt nicht hätte wagen können. Wer weiß, ob eine Rot-grüne Konstellation einen vergleichbar entschiedenen Schritt in der Migrationspolitik vollziehen könnte (wie gesagt: derzeit von mir als rein theoretische Möglichkeit erwähnt).

Mein Vorschlag zu weiterem Vorgehen

Zusätzlich zu diesen Szenarien bezüglich Regierungskonstellationen sind parallele Szenarien temporärer und ökonomischer Natur zu entwickeln, aus denen sich unter anderem jeweils andere Bewertungen von Machverteilungssituationen und gesellschaftlichen Zuständen ergeben. Ich möchte jedoch erst einmal den Komplex der Szenarien zu 1 bis 5 abschließen und bitte um formale Überprüfung hinsichtlich der Systematik. Dazu seien auch alle anderen Mitdiskutierenden im Blog herzlich eingeladen. Entsprechend ist ja auch Niekisch vor Kurzem mit seiner Kriterien-Liste in einem anderen Diskussionsstrang vorgegangen.

Danach kämen dann die parallelen Szenarien, die sich etwa aus einem wirtschaftlichen Zusammenbruch oder einer sich möglicherweise verschärfenden Euro-Diktatur, europa-weiten Volksaufständen und weiteren denkbaren Einflüssen ergeben. Wenn wir so weit sind, ließen sich auch Qualifizierungen hinsichtlich jeweiliger Wahrscheinlichkeitsgehalte vornehmen. Im Moment steht dagegen noch ein Glaubenssatz gegen den anderen, wie sich die Dinge wohl vermutlich entwickeln. Wenn wir aber zwei oder drei einander bedingende Szenarien-Listen definiert haben, lassen sich in dieses Gerüst (Matrix) Merkmale besser einfügen, die für die eine oder für die andere Annahme sprechen.

  1. Sympathie träger
    August 23, 2011 at 3:00 pm

    Ich will kein Spielverderber sein, an dem Strang Nr. 1 ist hinreichend klar geworden, daß Monarchist ein kluger Mann ist, er seine Betrachtungen hier allerdings am falschen, weil längst überlebten Thema abarbeitet und und dann auch noch mit ellenlangen Entgegnungen (zum teil säuerlich) auf jeden Einwand reagiert.

    Monarchist, ich habe eine tiefe Neigung zu allen denkenden Menschen, wie ich eine tiefe Abneigung gegen alle nicht denkenden Menschen habe. D.h., was immer ich einwende, es ist nichts, wobei Du angegriffen wirst. Das hab ich auch nun schon so oft geschrieben, ein persönlicher (schriftlicher) Angriff auf Idioten im Netz erolgt einmal und dann herrsch von mir aus Ruhe. Weil das bei Dir nicht so ist, werde ich auf Deine Worte / Ausführungen eingehen, soweit sie mir interessant sind.

    Was Du zugeben mußt, die bundesdeutschen Politchristen sind (nicht nur hier auf Meta) so sehr durch, daß “Rot-Grün” als Chaosoption längst ihren Schrecken verloren hat. Am Ende der DDR hab ich allerdings gelernt, daß diese Gebilde auf Deutschem Boden mit dem Ende der Hegimonialkraft ihrer Besatzungsmächte untergehen (geschichtliche Ähnlichkeiten sind NICHT rein zufällig).

    • Monarchist:
      August 23, 2011 at 3:56 pm

      Hallo, Sympathieträger,

      ich weiß ja, dass wir (über unterschiedliche Bewertungen, die wir manchmal haben, hinweg) ganz gut miteinander können. Ellenlang waren meine Entgegnungen, weil ich auf Kritik detailliert einzugehen gewohnt bin. Wenn ich dich richtig verstehe, umschreibst du mit “säuerlich”, dass ich auch schon mal Klartext für angebracht halte und selbstverständlich meine Grenzen setze.

      Inhaltlich noch einmal: Es gilt gegenwärtig, alle Optionen zu prüfen, wie man an der festgefahrenen Situation Deutschlands und der nationalen Sache etwas ändern kann – aus meiner Sicht auch durch die Prüfung einer vorübergehend angewandten Windschattenstrategie. Und zwar nicht durch uns selbst und durch das patriotischl motivierbare Umfeld, sondern durch Leute, die sich gerade mal noch für die CDU erwärmen können, sonst aber Nichtwähler wären oder sich für eine linke Alternative entscheiden würden. Dabei ist mir vor allem der temporäre Aspekt wichtig: Für einen begrenzten Zeitraum im Windschatten einer noch halbwegs – die Betonung liegt auf halbwegs – konservativen Regierungskonstellation endlich ein nationales Milieu aufzubauen. Es könnte sein, dass einen solchen “Windschatten” die Fortsetzung von Schwarz-Gelb bietet. Das Szenarien-Modell soll herausfinden, was für und was gegen diese Annahme spricht – nicht im Sinne von Meinungen, sondern von Wahrscheinlichkeiten. Darüber hinaus soll das Modell Ideen generieren, welche Alternativen unter verschiedenen Rahmenbedingungen in einer sich gerade dynamisch verändernden Welt in Frage kommen und eventuell nur entdeckt werden müssen. Was kommt außer irgendeiner Formation, bei der die Schwarzen beteiligt wären, sonst noch in Frage, um einen Windschatten oder ähnliches herzustellen? Oder wie macht man den womöglich überflüssig. Der Fokus ist also nicht stur eingeengt. Daher glaube ich auch nicht, dass wir uns in diesem Diskussionsstrang am falschen Thema abarbeiten. Es geht über die Frage, ob man die Union vorübergehend noch mal wählen sollte hinaus. Zum Beispiel auch dahin, wie man sie politisch kontruktiv in unserem Sinne unter Druck setzen könnte.

  2. August 23, 2011 at 5:21 pm

    Sympathieträger, Monarchist, Ihr beiden Kampfhähne, ich versuche Euch jetzt wieder in e i n e r Kampffront zusammenzuschweißen-:):

    B e i d e s ist richtig: das Verrotten der Hegemonialmacht USA schreitet fort und kann in absehbarer Zeit dazu führen, daß die “westliche Wertegemeinschaft”, die eher eine Leckgemeinschaft am Arsch der Ostküste ist,den Hegemonialisten entgleitet.
    Richtig ist auch, daß die Protektoratsverwaltung in der BRD real verwaltet und die Verwaltungen nach Wahlen wechseln können. B e i d e s läuft nebeneinander ab. Wir müssen also auch B e i d e s in unsere Erwägungen einbeziehen.

    Ich werde Dir, Monarchist, noch konkrete Fragen zu den Szenarien stellen, es ist aber sicher nicht unangebracht, zunächst den Nutzen des Stranges Nr. 1 + 2 klarzulegen. Wir werden von der Debatte einen Gewinn sicher haben: Es wird sich in ihrem Ablauf ergeben, daß in unserer Vorstellung jetzt noch existente Antagonismen sich als Scheinantagonismen erweisen. So war es auch in bisherigen anderen Strängen:

    1. Beim “WM”, dem weltanschaulichen Minimum für identitäre Kräfte” hat sich herausgestellt, daß die Begriffe “rechts” und “links” zum Begriffsklären entbehrlich sind, daß mit ganz anderen Argumenten Brücken zu schlagen sind.

    2. Bei VoxPopulis “Verhaltenskodex” hat sich ergeben, daß ganz andere Begriffe und Werte eine Rolle spielen als gemeinhin erwartet, daß es um ganz einfache, alte, zeitlose Dinge geht.

    3. Beim Ausscheiden des völlig Unvertretbaren aus dem historischen Nationalsozialismus war festzustellen, daß ein zeitgemäßer nationaler und sozialer Impetus für unterschiedliche Kräfte nicht unmöglich ist.

    Ich erfühle und erahne schon jetzt, daß auch diese Debatte hier wieder zum Auflösen angeblicher, festgefressener “Antagonismen” führen wird und uns der Erkenntnis näherbringen wird, daß wir vordergründig getragene Masken beiseiteschieben müssen, um das wahre Gesicht unserer Bedrückung ungeschminkt zu erblicken.

    Ich erfühle und erahne ebenfalls, daß nach dem Motto “Alles Große, alles Umstürzende ist einfach” diese Debatte hier die Augen öffnen wird für die Erkenntnis, daß die Werkzeuge für das erforderliche Rückwälzen -Revolution zurück zum GG – sich schon in unseren Händen befinden, bloß noch nicht als wirkungsmächtig erkannt werden und recht einfachen Inhaltes sind.

    Wann finden wir einen Satz wie ihn die spanische Jugend angesichts des Weltjugendtreffens in Madrid den Weltjugendtrefflern entgegenschleuderte?:

    “Eure Rucksäcke haben w i r bezahlt!”

    Rufen wir über Partei- und sonstige Grenzen hinweg als einheitliche identitäre Bewegung vielleicht bald?:

    “W i r zahlen keinen Cent mehr für E u r e Verbrechen!”

  3. Monarchist:
    August 23, 2011 at 6:05 pm

    Hallo, Niekisch,

    ich möchte noch einen technischen Vorschlag machen. Und zwar betrifft es das Auffinden dieses zweiten Teils. Ich musste mir selbst noch einmal vergegenwärtigen, wie man denn über das Anklicken der Metapolitika-Leiste auf diesen neuen Strang kommt. Immerhin könnte ich mir vorstellen, dass einige, die mit den technischen Gegebenheiten dieses Blogs nicht so vertraut sind wie etwa die gestern hinzugekommenen Diskussionsteilnehmer keine Ahnung haben, wo und wie nun Teil II der Diskussion stattfindet. Was hältst du davon, Teil I aus der rechten Themenzugangsleiste heraus zu nehmen, ihn durch diesen zu ersetzen und beide durch einen Link zu verbinden?

    • August 23, 2011 at 6:13 pm

      Danke für den Hinweis, Monarchist. Ich habe in meinen Hinweis auf den neuen Strang einen link eingebaut.

      Jetzt ein paar Fragen zu den Szenarien:

      1. Was sagt Satz 1 von Haupt-Variante 1 genau?
      2. Was bedeutet a) genau?
      3. Gegen wen richten sich die rigiden Maßnahmen? Gegen “rechts”?
      4. Wie können wir im Windschatten einer Regierung agieren, die uns nicht nur als Gegner, sondern als Feind betrachtet? Sie wird uns doch wie einen Rennfahrer im Windschatten des Konkurrenten ständig abzuschütteln versuchen bzw.von der Bahn über den Abhang zu drängen. Sie läßt dogmatisch eine demokratisch legitimierte Kraft rechts von sich nicht zu. Die Worte von Franz Josef Strauß habe ich noch in den Ohren.
      5. zu den 68ern meine Frage: Hast Du diese Zeit konkret vor Ort an einer UNI miterlebt? Ich ja, deshalb halte ich die Anregung, wie die 68er zu verfahren, für nicht zielführend. Damals herrschte eine völlig andere Lage als unsere Situation im Hinblick auf eine Schwarz – Gelbe Regierung. Nach Deiner Antwort begründe ich das dezidiert.

      • Monarchist:
        August 23, 2011 at 8:13 pm

        1) Satz eins von Hauptvariante eins bedeutet, im Vergleich zu rot-grünen Plänen für die Zukunft betreibt eine mögliche schwarz-gelbe Folgkoalition eine strengere Zuwanderungs- und Ausländerpolitik.

        2) Der Punkt a beinhaltet als Zukunftsannahme, dass eine schwarz-gelbe Folgekoalittion sich wie bisher nur graduell, nicht merkbar qualitativ von den rot-grünen Plänen unterscheidet.

        3)Mit rigider meine ich hier rigider in der Asyl- Bürgerrechts- und (bei Kriminatlität) Abschiebepolitik. Also richten sich die Maßnahmen in dieser Hauptvariante nicht gegen Rechts, sondern gegen die unkontrollierte Zuwanderung, wie sie bisher stattfindet.

        4) Ich erinnere mich an eine andere, m. E. einigermaßen vergleichbare Situation noch sehr gut. Die Grünen wurden lange Zeit als Außenseiter betrachtet, für die seinerzeitigen etablierten Parteien geradezu Paria. Besonders die SPD wollte diese Konkurrenz nicht und versuchte beim Mannschaftsrennen die unliebsamen Mitfahrer mehr als einmal über den Straßenrand zu drängen. Noch zu der Zeit, als Schröder Ministerpräsident von Niedersachsen werden wollte, war es eine der am häufigsten gestellten Fragen, wie er es denn mit den Grünen halte. Inwischen hatten aber innerhalb der SPD einige erkannt, dass ein weiteres Schielen auf eine Erneuerung der Sozialliberalen (SPD-FDP)-Ära
        nicht weiter zielführend sei. Gleichzeitig merkte man wohl, dass SPD und Grüne von den mentalen Befindlichkeiten an der damaligen Basis wohl gar nicht so sehr auseinander lagen. Hier profilierte sich Schröder als machtbewusster Politiker, der auch über Gräben springt. Holger Börner und Fischer in Hessen hatten da – wenn ich die zeitliche Abfolge noch richtig in Erinnerung habe – schon einige Vorarbeit geleistet. Aber, die Konkurrenzsituation und oft auch noch eine mediale Skepsis gegenüber den Grünen war, meine ich, sogar noch bis zur ersten Schröder-Popularität recht verbreitet. Irgendwann jedenfalls hatte die Führung in der SPD Kreide gefressen und sich dann doch mit den Grünen eingelassen.

        Warum sollten Politiker in der CDU nicht auch erkennen, was ihre Basis eigentlich will und dass etwa die Pro-Bewegung ein in diesem Sinne viel geeigneterer Koalitionspartner als die Grünen oder die FDP wäre. Das würde besonders dann der Fall sein, wenn die CDU durch Leute wie Thilo Sarrazin und andere, also durch eine sich wandelnde öffentliche Meinung und einen sich wandelnden Zeitgeist zunehmend unter Druck gerät.

        Was die NPD betrifft könnte sie im Idealfall mittelfristig eine Rolle im Mitte-Rechts-Spektrum übernehmen wie sie heute die Partei Die Linke hat – oder besser gesagt: vor Gesine Lötzsch hatte. Man zeterte, aber sie wurde zunehmend Mitspieler im System. Das würde wahrscheinlich begünstigt wenn aus meiner Sicht fortschrittliche Leute wie Richter in der NPD mehr eine Rolle spielten.

        Und noch etwas grundsätzlich zum Windschatten: Ich meine damit ein einigermaßen noch gewahrter Status Quo in den demografischen Bedingungen. Zumindest eine faktisch noch leidlich vorhandene Mehrheit der autochthonen Bevölkerung. Wenn die noch eine Weile durch politische Konstellationen – wenigstens ansatzweise gewahrt bleibt – kann man endlich ein nationales Milieu aufbauen. Einfach, weil der Zeitgeist dem heute möglicherweise mehr als früher entgegen kommt. Mit Windschatten meinte ich nicht, dass die Union gleichsam Junior-Partner von rechts schützen würde. Ich hoffe, ich habe die Dinge jetzt etwas klarer gemacht.

      • August 24, 2011 at 2:29 pm

        “Warum sollten Politiker in der CDU nicht auch erkennen, was ihre Basis eigentlich will und dass etwa die Pro-Bewegung ein in diesem Sinne viel geeigneterer Koalitionspartner als die Grünen oder die FDP wäre. Das würde besonders dann der Fall sein, wenn die CDU durch Leute wie Thilo Sarrazin und andere, also durch eine sich wandelnde öffentliche Meinung und einen sich wandelnden Zeitgeist zunehmend unter Druck gerät.
        Warum sollten Politiker in der CDU nicht auch erkennen, was ihre Basis eigentlich will und dass etwa die Pro-Bewegung ein in diesem Sinne viel geeigneterer Koalitionspartner als die Grünen oder die FDP wäre. Das würde besonders dann der Fall sein, wenn die CDU durch Leute wie Thilo Sarrazin und andere, also durch eine sich wandelnde öffentliche Meinung und einen sich wandelnden Zeitgeist zunehmend unter Druck gerät.

        Was die NPD betrifft könnte sie im Idealfall mittelfristig eine Rolle im Mitte-Rechts-Spektrum übernehmen wie sie heute die Partei Die Linke hat – oder besser gesagt: vor Gesine Lötzsch hatte. Man zeterte, aber sie wurde zunehmend Mitspieler im System. Das würde wahrscheinlich begünstigt wenn aus meiner Sicht fortschrittliche Leute wie Richter in der NPD mehr eine Rolle spielten.”

        Die CDU/CSU weiß ganz genau, Monarchist, daß andere Partner geeigneter sind. Es gibt aber eine – wie ich hier immer betone – unsichtbare Schranke, die wohl noch aus der Reducation – Zeit herrührt: Nichts Nationales zulassen. Das ist Staatsräson.

        Die NPD kann m.E. niemals eine normale rechtsdemokratische Partei sein, weil Programm und Verhalten schlicht und ergreifend gegen das Parteiengesetz verstoßen, das ja eine Struktur i.S. demokratischer Grundsätze und ein Programm i.S. der freiheitlich demokratischen Grundordnung voraussetzt.

  4. Prinz Eugen
    August 23, 2011 at 6:18 pm

    Ja Hallo zusammen!
    Und Sympathieträger, hat der Spaziergang mit Odin gut getan?

    Lieber Niekisch, sicher können wir hier diskutieren, aber wir wissen doch alle: DIE “DEMOKRATEN” BRINGEN UNS DEN VOLKSTOD!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • August 23, 2011 at 6:56 pm

      Ja, Prinz Eugen, die Scheindemokraten bringen uns den Volkstod.

    • Sympathie träger
      August 24, 2011 at 12:20 am

      Ein echter Lebensgefährte geht über alles.
      Dieser ist ganz besonders, das war bei den
      drei anderen Kameraden auch schon so.

  5. Prinz Eugen
    August 23, 2011 at 6:25 pm

    @ An alle
    Mit Wahlen kann das Nationale Lager höchstens in Mitteldeutschland etwas auf parlamentarische Art darstellen.
    Im Westen denke ich nicht,denn dort könnte man höchstens die 1% Wahlkampfkostenhürde
    überspringen.
    Außerdem würde die CDU und FDP keinen Zuwanderungsstopp in Angriff nehmen, da sie “Fachkräfte” ohne Ende fordern, anstatt die Fertilitätsrate von 1,3 auf 2,1 oder 2,2 zu steigern.
    Das muss das Ziel sein, den Volkstod verhindern.

  6. Monarchist:
    August 23, 2011 at 6:55 pm

    Also, es sei mal der Hinweis von Niekisch aufgegriffen, über Parteigrenzen hinweg Antagonismen aufzulösen. Ich für meinen Teil stehe nach wie vor zum Parlamentarismus und zur Demokratie. Lediglich das, was Niekisch einmal als die gegenwärtige Scheindemokratie bezeichnet hat, ist m. E. zu kritisieren. Und wenn wir über Parteigrenzen hinweg denken wollen, dann fände ich es vorteilhaft, sich vorstellen zu können, dass sich Menschen in Parteien sich auch ändern – ob in der NPD oder in der CDU. Wenn ein junger Mensch, der sich derzeit bei der Union engagiert (oder dies in der Vergangenheit jedenfalls gemacht hat), zu diesem Blog findet wie heute Nacht, so ist das doch ein recht ermutigendes Zeichen. Wer weiß, ob so etwas nicht auf unsichtbarer Ebene Kreise zieht.

    Ich finde das, was Frank Henkel in der Union gegenwärtig für Berlin ins Gespräch bringt, immerhin auch diskussionswürdig. Die Linken haben ihm deswegen ja schon einen Drohbrief geschickt – er wolle eine zu rigide Ausländerpoltik. Schade finde ich nur, dass ein Zuwachs der Union offenbar auf Kosten von Pro Berlin geht, jener Gruppierung, der ich mich enger verbunden fühle. Ich habe auf Freiheitlich.Org gestern gerade entdeckt, dass Pro in Berlin im Moment gerade auf ein Prozent komme. Wobei man das Ergebnis der Meinungsforschung natürlich als tendenziös hinterfragen kann.

    • August 23, 2011 at 7:21 pm

      “was Niekisch einmal als die gegenwärtige Scheindemokratie bezeichnet hat”

      Ich sage das immer wieder, Monarchist, und ich meine es auch so. Der frühere Text des Grundgesetzes gibt uns a l l e Möglichkeiten, Souveränität und Identität zu wahren. Ich will eine Revolution – Rückwälzung – vom Verfassungsverbiegen und vom Verfassungsverrat zurück zum guten alten Grundgesetz, das so besatzungsgeboren sein mag, wie es will. Es gibt uns die Möglichkeit, uns unser Recht wieder zu holen. Und den unabänderlichen Föderalismus können wir auch entschärfen. Selbst ein nationaler Sozialismus ist mit dem Grundgesetz machbar. Wer merkt eigentlich in unserem Lande, daß das in dem Willen geborene Grundgesetz, uns Deutsche zu entmachten, uns heute die Möglichkeit schenkt, wieder wir selbst zu sein? Wer sieht das? Es kann ein codex teutonicus für die Bändigung des furor teutonicus, eine Plattform für die Einigung der identitären Kräfte und die Mutter unserer Freiheit sein.

      Das Grundgesetz kann die Brücke sein, auf der sich die identitären Kräfte aller Richtungen treffen, auch solche, die heute noch Mitglieder der etablierten Blockparteien oder deren Wähler sind.

      Fragt in Tunesien, Ägypten, Syrien, Libyen, Griechenland, Frankreich, Irland, Italien, Portugal, Spanien irgendjemand groß danach, woher der Wütende, der Aufbegehrende kommt?

      s., Monarchist, auch meine Fragen unter 6:13.

      • Monarchist:
        August 23, 2011 at 8:25 pm

        Einfach klasse, sehr überzeugend und sehr ermutigend, was du da in Bezug auf Deutschland sagst. Das berührt mich!!!

        Bezüglich Lybien und Syrien bin ich anderer Meinung. Da versuchen offenbar die Globalisierungseliten ihr Spielchen zu treiben und dies als Demokratiebewegung zu verkaufen – in Lybien geradezu verbrecherisch, denke ich. Schaut euch mal die Kopp-Nachrichten von heute, den 23. 08., an.

        Gehört zwar nicht zu unserem Thema, ich biete es aber aus Überzeugung als eine Art “Eilmeldung” für alle an, die bei
        Kopp heute noch nicht reingeschaut haben:

        http://info.kopp-verlag.de/video.html;jsessionid=6D9B6D73E16845C8086C4AD9223CACF5?videoid=545

      • August 24, 2011 at 12:44 pm

        Ja, Monarchist, da war ich zu oberflächlich:-) Die Demokratiebewegung wird durch den “Westen” benutzt, um ein dem Westen genehmes, willfähriges neues System zu etablieren, das einem zu erwartenden Umsturz durch islamistische Kräfte zuvorkommt. Dieser ist angesichts “verbrauchter” Regimes wie in Syrien zu erwarten.

      • Sympathie träger
        August 24, 2011 at 1:14 pm

        “Dieser ist angesichts “verbrauchter” Regimes
        wie in Syrien zu erwarten.”

        niekisch, das ist eben der west-zentrierte Unsinn des “Westens”, der an dümmlicher Überheblichkeit kaum zu überbieten ist. Ob der “Chef” Assad heißt oder anders, das ist unherheblich, Du siehst es im Irak, in Afghanistan, Du wirst das in Tunesien und Lybien sehen. Diese Gesellschaften sind in sich stabil, Stammeskämpfe, die es immer gab, werden heute mit “nützlichen Idioten” ausgefochten, man nimmt dafür die NATO. Sicher, sie kriegen ihre Beute ab, doch wenn es ernst wird, wird die Nato bekämpft, weil es für die Nahöstlichen Stammes- gesellschaften nichts ekelhafteres gibt, als die “westliche Wertegemeinschaft” gibt.

        Wären unsere germanischen Vorfahren ebenso mit Rom umgegangen, hätten wir heute ein glückliches Germania.

      • August 24, 2011 at 2:15 pm

        “Wären unsere germanischen Vorfahren ebenso mit Rom umgegangen, hätten wir heute ein glückliches Germania.”

        Ja, hätten wir heute ein glückliches Germania, Sympathieträger, das wäre ein glücklicher Tag für uns.

    • Petrus Urinus Minor
      • Monarchist:
        August 23, 2011 at 8:36 pm

        Ja, auf diese Problematik bin ich in dem obigen Szenarien-Modell bereits eingeganen. Das ist auch mehr als ärgerlich, was sich der Typ in BW da abkneipf.

        Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Frank Henkel in Berlin aber anders orientiert. Insofern ergibt sich immer noch ein differenziertes Bild, das nicht unbeding für Ende der Durchsage spricht.

        Was haltet ihr übrigens von dieser These: Wie die NPD vom Verfassungsschutz unterwandert worden ist und Argents Provocateurs eine Rolle spielen, ist möglicherweise auch die alte CDU unterwandert worden – nämlich von der fünften Kollonne bestimmter Fraktionen der Hochgradmaurerei und der Finanzeliten. Es gab ja auch mal einen Alfred Dregger (weiß nicht wie beispielsweise du den beurteilst, Niekisch – siehe deine Studentenzeit) oder wie hieß der Berliner noch? War das nicht ein Herr Lummer, der Verständnis für rechte Anliegen hatte und dann von der Presse und von innerparteilichen Scharfrichtern fertiggemacht worden ist.

      • August 24, 2011 at 12:48 pm

        Die “Bundes”republik heißt nicht umsonst Bundesrepublik, Monarchist. Sie ist eine Gründung des Bundes, der Weltbruderkette. Aber in früheren Zeiten hatte die Maurerei noch nationale Kräfte in ihren Reihen, zu denen Erich Mende und auch Alfred Dregger zählten. Das alles ist längst vorbei. Heute sind sie “auf Linie”.

      • Monarchist:
        August 23, 2011 at 9:05 pm

        Um aber auch etwas Kritisches gegen allzu große CDU-Hoffnungen zu sagen. Vielleicht sind wir in einer Art Vormärz begriffen. Wir sollten eventuell nicht die Fehler der März-Revolution von 1848 wiederholen, als viele in der generellen Veränderungsstimmung noch zu sehr dem alten Denken verhaftet waren. Eventuell muss die Union und müssen die Altparteien mal wirklich eine richtige Bauchlandung machen. Koalitionsträume passen womöglich nicht mehr zum gegenwärtigen Vormärz. Die Windschattenstrategie muss dadurch aber nicht in Frage gestellt sein, so lange es noch halbwegs vernünftige Leute in der Union gibt. Der Typ aus BW ist ja Angehöriger der Sozialausschüsse der Union, und die tickten ja schon immer etwas links. Also Windschattenstrategie noch einmal: Solange die Schleusen für Masseneinwanderung von dafür besonders prädestinierten Gruppierungen nicht völlig geöffent werden, für eine gesellschaftliche Stärkung des patriotischen Lagers sorgen. Im Windschatten gegenwärtiger demografischer Verhältnisse.

      • August 24, 2011 at 2:37 pm

        “Solange die Schleusen für Masseneinwanderung von dafür besonders prädestinierten Gruppierungen nicht völlig geöffent werden, für eine gesellschaftliche Stärkung des patriotischen Lagers sorgen.”

        Siehst Du es nicht auch so, monarchist, daß mit der EU . erweiterung auf die osteuropäischen Staaten eigentlich die Schleusen bis zum Anschlag offen sind? J e d e r kann sich jetzt hier niederlassen. Herr Buschkowsky in Berlin- Neukölln beklagt ja gerade den Massenansturm von Zigeunerkindern ohne jede Sprachkenntnis.

      • Monarchist:
        August 23, 2011 at 11:32 pm

        Ja, inzwischen ist mir auch der Vorname wieder eingefallen. Heinrich Lummer. Laut Wikipedia inzwischen wohl von der Union abgerückt, aber er war als rechts-konservativer CDU’ler mal Berliner Innensenator.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Lummer

  7. Egdir
    August 23, 2011 at 9:28 pm

    Monarchist, da Du Dich ja klar zum Parlamentarismus bekennst, würde mich doch mal interessieren, ob Du die Zustände im Land tatsächlich völlig losgelöst von eben diesem System siehst. Nach meiner Einschätzung sind die Mißstände jedoch erst durch den Parlamentarismus möglich geworden.

    • August 24, 2011 at 2:46 pm

      “Nach meiner Einschätzung sind die Mißstände jedoch erst durch den Parlamentarismus möglich geworden.”

      Das ist doch keine Frage des politischen Systems, Egdir. Kannst Du mir denn erklären, wieso auch im nichtparlamentarischen System von 1933 – 1945 mindestens 8 Millionen Fremde nach Deutschland hineingelassen wurden, die 1945 mordeten und plünderten. Wieso auch alteingesessene Südtiroler nach Deutschland verpflanzt wurden, obwohl Hitler ansonsten für das Heimatrecht eintrat, das er hier aber der Freundschaft mit Mussolini eiskalt opferte?

      Wir sollten vom M i ß b r a u c h des republikanischen und demokratischen, parlamentarischen Gedankens durch die Herrschenden reden, nicht vom Parlamentarismus selber, den ich mir nicht hinwegwünschen möchte. A l l e s geht nach dem herkömmlichen Text des Grundgesetzes. Wenn wir dann noch die Stellung des Präsidenten stärken, plebiszitiere Elemente stärken, den Föderalismus schwächen, mit dem alten Art. 146 GG eine revolutionäre Umwälzung zum ursprünglichen Sinn des GG einleiten, dann haben wir eine Reichsrepublik Deutschland, in der wir a l l e identitären Kräfte vereinigen können, selbst moderne nationale Sozialisten.

      • Monarchist:
        August 24, 2011 at 3:38 pm

        Spitze…!

      • egdir
        August 24, 2011 at 6:45 pm

        Niekisch, ich denke, Du kennst den Grund, warum die Fremden damals ins Land kamen. Das ist mit heute aber wohl nicht zu vergleichen. Auch das Südtirol-Problem ist mit der heutigen Existenzbedrohung des Deutschen Volks nicht gleichzustellen.

        Ich halte die heutigen Probleme sehr wohl untrennbar mit dem politischen System verbunden. Die Einordnung des derzeitigen Systems als “Mißbrauch” des demokratischen und parlamentarischen Gedankens wirkt auf mich irgendwie, als wolle man den konsequenten und eigentlich folgerichtigen Schritt nicht gehen. Die Weimarer Republik war doch keinen deut besser, als die BRD. Sie war der historische Vorläufer. Nach 60 jahren wäre es zu genau den gleichen Erscheinungen gekommen, wie heute. Das ist systemimmanent.

        Und: Was gefällt Dir denn am Parlamentarismus so sehr???

  8. Egdir
    August 23, 2011 at 9:35 pm

    Niekisch, Prinz Eugen hat schon Recht. Die Demokraten bringen uns den Volkstod. Oder ist Dir irgendein Land mit demokratischer Verfassung bekannt, in dem das Volk nicht in seinem Bestand und/oder seiner Kultur bedroht ist???

    • August 24, 2011 at 2:53 pm

      Ich denke da für die Vergangenheit an das Deutschland von 1933-1945, in dem die Weimarer demokratische Reichsverfassung nie wirklich aufgehoben war und heute z.B. an Ungarn.

      • egdir
        August 24, 2011 at 6:48 pm

        Niekisch, das mit 1933-45 war aber ein guter Schachzug!
        Chapeau!…würde der Franzose sagen! 😉

        Aber im Ernst: 1933-45 behinderte eben keine Schwatzbude von Parteibütteln die Entwicklung des Landes und des Volks.

  9. Egdir
    August 23, 2011 at 9:41 pm

    Ich halte den Gedanken des “kleineren Übels” für Grundfalsch. Die Vergangenheit hat bewiesen, daß das zu nichts führt. Was wir brauchen, ist eine starke außerparlamentarische Opposition und eine komplette Abkehr aller Nationalisten vom BRD-Parlamentarismus.

    • August 24, 2011 at 2:59 pm

      Den Gedanken des kleineren Übels halte auch ich für angesichts der Lage obsolet.

      Für mich formt sich das Bild einer zunächst außerparlamentarischen identitären Opposition mit dem Ziel einer Nationalversammlung i.S. d. Art 146 GG – alt – zum Kodifizieren eines Grundgesetzes für die Reichsrepublik Deutschland aufbauend auf dem alten Text des GG und der Weimarer Reichsverfassung mit einem gestärkten Reichspräsidenten, Volksabstimmungen und geschwächtem Föderalismus sowie der Rückkehr zum Ius sanguinis. Da ist für mich ein echter revolutionärer Akt.

      Abkehr vom BRD – Parlamentarismus? Wohin? Zur Diktatur? Zur Monarchie?

      • Monarchist:
        August 24, 2011 at 3:14 pm

        Wenn ich an Monarchie denke, meine ich stets eine konstitutionelle Variante dieser Staatsform. Dass ich mich in meinem Internetnamen auf DE als Monarchist bezeichne,
        hat unter anderem mit Wertschätzung des ausgesprochen sozial denkenden Wilhelm II zu tun und auch damit, dass das Zweite Deutsche Kaiserreich den ersten deutschen Nationalstaat begründet hat und somit – verbunden mit der revolutionären Phase von 1848 – die eigentlichen Wurzeln Deutschlands bildet: Dabei denke ich auch, dass eine Partei, die sich auf diese Wurzeln bezieht, aus diesem Abschnitt der Historie, der doch recht unbelastet und vor allem in seiner Zeit erfolgreich war, sehr viel Kraft schöpfen könnte.

        Das heutige Grundgesetz an die Weimarer Verfassung angepasst erschiene mir sehr vorteilhaft. Das seinerzeitige präsidiale System war ja so etwas wie eine republikanische Monarchie oder monarchische Republik. Eine ganz bewusste Traditionspflege in Bezug auf das erste und zweite deutsche Kaiserreich wird – wenn es denn dazu kommt – eine sehr starke Ausstrahlung bringen. Dessen bin ich mir sicher!

        Da sich nun aus dem Gesagten ergibt, dass ich mir die Monarchie auch einfach im übertragenen Sinne gut vorstellen kann, habe ich mir schon überlegt, ob ich meinen Internetnamen in “Kaisers Gedenken” umwandle.

  10. Sympathie träger
    August 23, 2011 at 10:27 pm

    Alles in allem ein so klares Spektrum der Meinungen, nur eben mit veränderten Mehrheitsverhältnissen. Und sage niemand, es ginge hier nicht fair zu.

    Deine Sehnsucht nach dem alten GG der BRD kann ich ja zur Not noch verstehen, bester niekisch – aber mit einer Diskussion über CDU und Pro füllst Du nie und nimmer einen zweiten Strang, nicht wenn Monarchist nicht noch ein paar Teilnehmer von “freiheitlich PI” heranschafft.

    Weder der Prinz noch Egdir suchen den Kampf auf brennenden Barrikaden, sie suchen nach einem / dem Weg aus dieser bedrohlichen Sackgasse für Ihr Leben und sie (wie viele andere junge Menschen auch) hören zu, was wir alten Zausels zu sagen haben, doch wenn das weit hinter dem eigenen Wissens- und Wertungshorizont liegt, taugt die beste Erfahrung nichts mehr.

    Wenn also Leute für die nationale Fraktionarbeit geeignet sind, um so besser, die Zukunft sehe ich allerdings auch in einer WIRKSAMEN (starken, phantasievollen, einigen…) außerparlamentarischen Opposition unter BRD-Bedindungen

    • August 24, 2011 at 3:03 pm

      “mit einer Diskussion über CDU und Pro füllst Du nie und nimmer einen zweiten Strang, nicht wenn Monarchist nicht noch ein paar Teilnehmer von „freiheitlich PI“ heranschafft.”

      Das werden wir ja sehen, lieber Sympathieträger. Und zugleich darf ich betonen, daß uns der Monarchist mit seinen nicht ganz leicht zu durchschauenden Szenarien dabei hilft, möglicherweise hier ins Zentrum des Erforderlichen vorzustoßen. ich vermute fast, daß uns jetzt der Brückenschlag zwischen den Kräften gelingt.

  11. Monarchist:
    August 23, 2011 at 11:25 pm

    Es gefällt mir gut, dass wir uns alle zusammen, die wir jetzt spät noch in der Runde versammelt sind, sachlich und ruhig unterhalten, mein lieber Sympathieträger. Sei’ mal gegrüßt und ihr anderen auch!

    Ich möchte bei dir anknpfen, Sympathieträger: “Außerparalmentarische Opposition unter BRD-Bedingungen”. Als die linke APO der späten 60er und frühen 70er in Westdeutschland ihre große Zeit hatte, konnte man – wenn man denn links tickte – gleichzeitig in der SPD sein und auf der Straße gegen das demonstrieren, was man als die Ungerechtigkeiten des Systems ansah. Vor allem der Vietnamkrieg des Westens wurde von der seinerzeitigen APO scharf angegriffen. Wie schon gesagt: Ohne, dass man sich daran störte, parallel in einer großen Partei mitzuarbeiten. Das hieße auf heute übertragen vielleicht, dass man überhaupt im Parlamentarismus sich – wo auch immer – mit engagiert und gleichzeitig auch bei außerparalmentarischen Aktionen für Deutschland mit dabei ist – möglichst bei solchen, die Sympathien in der Bevölkerung bringen.

    • Sympathie träger
      August 23, 2011 at 11:50 pm

      Wenn das wirklich Dein (eigener) Ernst ist, bist Du doch weiter, als Du bisher offenbart hast. Aber mit der CDU setzt Du auf ein totes Pferd und die Pro´s kommen mir so elend spießig und eigennützig vor, wie es mir die Rep´s am Anfang der 90-er Jahre ebenfalls vorkamen.

      Wenn Du eine weltanschaulich und persönlich integere, wirklich konservative (vaterländische) Partei, mit einem beliebten (sozialistischen) Gerechtigkeitsgedanken willst, mußt Du einen Bismark (vorgestern), einen C.Schmidt (gestern) und einen H.-O.(!) Henkel (heute) beibringen, am besten noch mit einem Krieger wie Günzel.

      Alles andere überzeugt niemanden.

      • Monarchist:
        August 24, 2011 at 7:07 am

        “…und die Pro’ s kommen mir so elend spießig und eigennützig vor, wie es mir die Rep’ s am Anfang der 90er Jahre ebenfalls vorkamen.”

        Der Mensch an sich ist m. E. eigennützig, bis zu einem bestimmten Grad jedenfalls. Was unter anderem mit dem Bios zusammenhängt (genetische Programme von Überlebenskampf usw.).. Eigennützigkeit kann beispielsweise sogar darin bestehen, nach Ehre und Anerkennung zu streben (eine abstrahierte Form des biologischen Programms). Über diesen grundsätzliche Betrachtung hinaus interessiert mich, inwiefern du die Pro-Bewegung und die Reps als eigennützig betrachtest. Und was meinst du in dem Zusammenhang mit spießig?

      • August 24, 2011 at 1:52 pm

        Lieber Monarchist, ich beschäftige mich ziemlich intensiv mit den Biowissenschaften, insbesondere den Neurowissenschaften. Eigennützigkeit ist ein Kontinuum der Evolution, zunehmend rückt aber die mit der gesellschaftlichen Lebensform zusammenhängende Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander in den Vordergrund. Ich will jetzt nicht in die Einzelheiten gehen, aber das ist schon politisch – weltanschaulich von großer Bedeutung.

      • Monarchist:
        August 24, 2011 at 2:38 pm

        Auf die Schiene gehe ich gedanklich gerne mit, wobei meiners Erachtens der wichtiges gesellschaftliche Schritt und die dafür notwendigen sozialen Lernprozesse erst noch bevorstehen dürften. Vielleicht bringt die zu erwartende Krise mehr Gemeinschaftsgefühl und geradezu den Zwang zur Kooperation.

        Inwieweit Reps und Pro-Bewegung indes eigennütziger sind, sozusagen mit den etablierten Parteien einen Evolutionsrest des alten Homo Sapiens bilden würden und – ich überspitze mal – andere rechte Gruppierungen bereits so etwas wie einen “neuen Menschen” repräsentieren könnten, vermag ich nicht nachzuvollziehen.

      • Monarchist:
        August 24, 2011 at 2:54 pm

        Lieber Niekisch,

        hinzu kommt, dass jede Partei, einen Part, also ein Einzelinteresse einer gesellschaftlichen Gruppierung, Schicht, sozialen Strömung oder auch Weltanschauung vertritt, einer besimmten Befindlichkeit und eines gruppenspezifischen Lebensgefühls.

        Ich weiß, dass in diese Richtung andererseits die Kritik derjenigen Kräfte im rechten Spektrum geht, die rein korporative Ansätze der Entscheidungsteilhabe verfolgen. Dies berührt indes den Grunddiskurs, inwieweit Individualinteressen auch in einem System, das sich etwa als Volksgemeinschaft verstehen würde, angemessen vertreten sein sollten. Ich meine, dass auch darin Parteien im parlamentarischen Sinne eine wesentliche Rolle spielen müssten, mindestens komplementär zum klassisschen Korporatismus.

        Du, lieber Niekisch, hattest ja unter N.-Monarchist das Prinzip angesprochen, dass es nicht heißen dürfe, das Individum sei nichts und das Volk alles. Du schlugst sinngemäß vor: Der Einzelne sei ohne sein Volk nichts und umgekehrt das Volk nichts ohne den Einzelnen.

        Um den Bogen zu konkreten Parteien zurück zu führen: Man kann von den Prolern nun nicht erwarten, dass sie völlig begeistert sind, wenn NPDler bei ihren Aktionen mit Parteifahren-Fahnen und Transparenten mit marschieren wollen (wie es in NRW, soviel ich weiß, vorgekommen ist. Will heißen: Es gibt auch das Individualinteresse einer Partei, weil man sich eben legitimer Weise zu unterscheiden meint. Das Recht macht in umgekehrter Weise für meine Wahrnehmung auch die NPD, die ihre unterscheidenden Merkmale zu Pro und Reps betont. So etwas betrachte ich jedenfalls nicht als eigennützig, falls das gemeint gewesen sein sollte.

  12. Anonymous
    August 24, 2011 at 9:50 am

    Auf PRO und REP kann man verzichten.
    Diese Beispiele haben gezeigt, dass Systemanbiederungen zur guterletzt doch nicht den Zweck erfüllen.

    • August 24, 2011 at 1:03 pm

      Anonymus, das System ist nicht das System, sondern die Scheindemokraten haben aus dem Staatssystem ihr eigenes, landesverräterrisches System gemacht. S.u. 23.8., 7:21.

  13. August 24, 2011 at 3:11 pm

    “die Zukunft sehe ich allerdings auch in einer WIRKSAMEN (starken, phantasievollen, einigen…) außerparlamentarischen Opposition unter BRD-Bedingungen”

    Da führst Du uns in Umrissen das Ziel von Metapolitika vor Augen, Sympathieträger.Siehe dazu auch meine Beiträge von gestern, 7:21 und heute 2:59. Nehmen wir noch das “WM” – weltanschauliches Minimum”,”W I R”,also die identitäre APO, den Verhaltenskodex von VoxPopuli und meinen Negativkatalog des historischen Nationalsozialismus hinzu, so formt sich doch allmählich ein erstes Bild dessen, was erreicht werden soll, wofür wir uns unermüdlich ohne Lohn einsetzen.

    • Monarchist:
      August 24, 2011 at 3:28 pm

      Lieber Niekisch, l

      hast du vor, dich noch einmal mit dem ´Szenarienmodell zu beschäftigen – falls nein, auch nicht schlimm. Ich würde es dann noch einmal entkomplizieren und eine weitere Variante hinzufügen – nämlich eine solche, in der durch ökonomische und daraus resultierend gesellschaftliche Umbrüche eine nationale Partei oder auch mehrere Eingang in den Bundestag finden könnten. Wie Sympathieträger schon sagte: Wenn erst einmal der alte Hegemon nicht mehr den Einfluss hat, brechen auch die alten politischen Strukturen weg, und es entstehen neue. Das zu der Möglichkeit, dass bereits vor einem grundsätzlichen Systemwechsel sich parlamentarische Änderungen in qualitativer Hinsicht zu ergeben vermögen. Ich werde sodann die Parteien-Szenarien auch noch mit zu erwartenden ökonomischen und sozialen Szenarien verbinden. Wer mag, kann da noch mit einsteigen und ggf. Modifizierungen einbringen.

      Damit würden wir den etwa von Sympathieträger beschleunigten Abschluss des Diskussionsstrangs voran bringen. Ob ich vor dem Wochenende allerdings dazu komme, das durch zu formulieren, was ich hiermit anbiete, weiß ich noch nicht. Ich denke, das schaffe ich eher zum Wochenende hin.

      • August 24, 2011 at 3:46 pm

        Ja, unbedingt, lieber Monarchist. Nur habe ich, bevor ich meinen Kommentar dazu absetzte, indem die Fragen an Dich vorhanden sind, festgestellt, daß zumindest der Anfang nicht so prägnant formuliert ist, daß wir uns ohne Rückfragen damit beschäftigen können. Deiner erklärenden Worte halfen dann weiter. Ich war gerade in der Überlegung, ob ich bzgl. der übrigen Szenarien weiterfragen soll oder Dich bitten soll, eine noch eingängigere Kurzfassung zu erstellen.

        Zu beachten ist auch, daß die Diskussion jetzt auch mehr Richtung außerparlamtarischer Opposition in Anlehnung an das Grundgesetz geht, auch zugleich Parteifragen diskutiert werden. Wenn ich sehe, wie verzweigt die Debatte schon jetzt ist, dann habe ich Zweifel, ob wir die Debatte wirklich “hart am Fall”, d.h.an den Szenarien, führen können. Was also tun?

        Mein Vorschlag: Laß uns bitte zunächst die Debatte zu dem Bereich 68er unter Hauptvariante 1. – was kann eine identitäre außerparlamentarische Opposition im “Windschatten” einer CDU/CSU – FDP – Regierung leisten? Geht es grundgesetzgemäß? Ansätze zu einem eigenen Staatssystem? weiterführen. Kommen wir zu einem faßbaren Ergebnis, dann wenden wir es auf Dein Szenarien – Schema an. Wir haben dann auch Schritt 1 vor Schritt 2. zwischenzeitlich könntest du – wenn du möchtest – den Gastkommentar noch vereinfachen und straffen, auch erweitern. Was meinst Du?

      • Kaisers Gedenken
        August 24, 2011 at 4:15 pm

        Einverstanden, das kommt mir auch zeitlich sehr entgegen.

        Außerdem lehrt asiatische Weisheit, mit dem Tao zu gehen, die Strömung im Leben also auf die Weise zu nutzen, wie sie sich gerade entwickelt.

        Ich habe mich wie in einer vorherigen Kommentierung (oben) angesprochen, jetzt übrigens entschieden, meinen Internetnamen zu ändern – heute “Geburtstag” also.!

      • August 24, 2011 at 5:08 pm

        Na dann: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Aber nicht zu Kaisers Geburtstag:-) Ich bin Republikaner.

      • Kaisers Gedenken
        August 25, 2011 at 9:26 am

        @ Niekisch

        “Na dann: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Aber nicht zu Kaisers Geburtstag:-) Ich bin Republikaner.”

        Dazu folgendes; Ich wähle ja jetzt einen neuen Internet-Namen, weil ich eine “moarchische Republik” á la Weimar, mit einem starken Präsidenten sehr gut fände. Ich fühle mich zwar nach wie vor dem Gedanken der konstitutionellen Monarchie verbunden (die wilhelminische Zeit war, um es vereinfacht auszudrücken, semi-konstitutionell).

        In einer neuen deutschen Verfasstheit wie in Weimar mit einem starken Präsidenten an der Spitze des Volkes wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, sich in der Traditionspflege neben der Entwicklung von 1848 und davor wesentlich auf das für Deutschland erfolgreiche Zweite Kaiserreich zu beziehen. Dabei spielt auch eine Rolle, dass Wilhelm II ausgesprochen sozial dachte und sich in Arbeitskonflikten sogar gegen Bismarck auf die Seite der Arbeiterschaft stellte. Weil das Kaiserreich so erfolgreich war, wurde es ja über serbische Freimaurer in den ersten Weltkrieg gezogen – wahrscheinlich vom französischen Großorient und dem Round Table des jungen Churchil und Cecil Rhodes gesteuert. All unsere innergesellschaftichen Konflikte gehen bis heute auf dieses Störfeuer von damals zurück. Unsere Gesellschaft konnte sich nicht organisch weiter entwickeln. Doch so, wie die Verwundung durch die Urkatastrophe des ersten Weltkriegs zugefügt wurde, lebt im Kollektivbewusstsein das Kaiserreich als erster deutscher Nationalstaat im heutigen Sinne fort.

        Ein “Kaisers Gedenken” würde einer politischen Partei oder Strömung als bindendes symbolisches Element ohne geschichtliche Belastung eine starke gesellschaftliche Aura aus der Tradtion heraus verleihen (Monarchie ist beliebt – siehe Regenbogenpresse). So nutze ich jetzt den neuen Internet-Namen, und zwar gerade auch im Hinblick darauf, dass mir gegenwärtig eine zweite Weimarer Republik vorschwebt, die das kaiserliche Erbe in Symbolik, staatlichem Ritual und Bewusstsein aus meiner Sicht intensiv pflegen sollte. Daraus wird sich – wenn es soweit ist – ein starkes und gleichzeitig in sich ruhendes Nationalgefühl in der Bevölkerung ergeben.

  14. August 24, 2011 at 3:23 pm

    “hinzu kommt, dass jede Partei, einen Part, also ein Einzelinteresse einer gesellschaftlichen Gruppierung, Schicht, sozialen Strömung oder auch Weltanschauung vertritt, einer besimmten Befindlichkeit und eines gruppenspezifischen Lebensgefühls.”

    Das muß nicht unbedingt sein, lieber Monarchist, eine Partei ( pars=Teil) kann durchaus auch einen Bogen über einen weiten Bereich spannen wie die frühe CDU oder die alte NSDAP.

    Nach dem wirklichen Sinn des Grundgesetzes, kodifiziert in Art.20 GG, w i r k e n die Parteien an der Willensbildung des Volkes mit, das Einzelinteresse der Partei wird dadurch in seine begrenzte Wirkung zurückgeführt. Die heutigen scheindemokratischen Parteien haben sich sowohl den tatsächlichen oder vermeintlichen Volkswillen sowie den gesamten Staat und seine Institutionen rechtswidrig und verfassungsverräterisch zur Beute gemacht. Zugleich begehen sie Raubzüge in den Geldbeutel des Souveräns, nämlich des Bürgers.

    Wir identitären Kräfte sollten zum Befördern unserer Einheit immer wieder darauf hinweisen, daß nicht das System der Fehler ist, wie die NPD z.B. sagt, sondern fehlerhaft sind die Pläne und Handlungen derjenigen, die systematisch aus ihrem Grundgesetzverrat ein System machen.

    • Monarchist:
      August 24, 2011 at 3:35 pm

      Klasse, stimme ich sofort zu….! Das, was du zum Bogen sagst, den die alten Parteien in der BRD noch spannten, berührt mich auch pesönlich. Deswegen, weil ich in der alten Bonner Republik sozialisiert worden bin und zu dem damaligen Zeitabschnitt einfach noch eine positive emotionale Verbindung habe – auch wenn es nur das halbe Deutschland war. Die Phase war vom ganzen Lebensgefühl freier und ein ganzes Stück sozusagen demokratischer erlebt, als die – wie sagtest du – “Protektoratsverwaltung”, die wir gegenwärtig haben und die zunehmend die grundgesetzliche Basis verhunzt hat.

    • Monarchist:
      August 24, 2011 at 4:00 pm

      Nochmal ein Hinweis, um Missverständnissen vorzubeugen: Ich weiß nicht, ob man auf eine “alte NSDAP” sinnvoller Weise rekurrieren sollte. Wäre es nicht besser, von einer Idee eines nationalen Sozialismus zu sprechen, wie sie von einzelnen ursprünglich einmal gedacht wurde, die im späteren NS-Regime teilweise sogar der Verfolgung unterlagen.

      • August 24, 2011 at 5:07 pm

        Lieber Kaisers Gedenken ( Monarchist ):

        mir ging es wirklich nur darum, den Spannungsbogen aufzuzeigen. Es ist damit keinerlei Wertung verbunden.

    • August 24, 2011 at 5:55 pm

      Du sagst, das System sei nicht der Fehler, sondern die, die es machen – das ergibt so doch gar keinen Sinn. Dieses System ist eine Nachkriegsgeburt (und zwar von oben bis unten), die nur darauf ausgelegt ist, uns Deutschen das Blut auszusaugen und die Lebenskraft zu entziehen, ich denke das muss doch mittlerweile klar genug geworden sein!

      Der Parlamentarismus mitsamt seinem kapitalistischen Überbau ist KEIN Volksstaat! Das Parlament in sich eine oligarchische Diktatur dar, das Parlament behauptet demokratisch zu sein, doch in Wahrheit bildet es nur einen weiteren Obrigkeitsstaat, ohne Dynamik, ohne organischen Aufbau, ohne Macht des Volkes über ihr eigenes Land.

      Wie könnten wir da auf die Idee kommen, zu sagen, das System sei nicht der Fehler? Dieses System ist NICHT deutsch!

      • August 24, 2011 at 6:06 pm

        Gegenfrage M.V.V.: Wie war es bei der Weimarer Reichsverfassung? Subsumiere doch bitte bzgl. ihrer genauso wie zuvor bzgl. der BRD, des GG. Mal sehen, was dabei herauskommt.

  15. August 24, 2011 at 5:56 pm

    “Im Windschatten der schwarz-gelben Konstellation wird es nationalen Kräften möglich, an Einfluss zu gewinnen.

    Das hieße, etwa wie die 68er in relevante gesellschaftliche Institutionen hinein zu netzwerken, dadurch in systemrelevante Schlüsselpositionen unabhängig von der Legislative zu gelangen: Verwaltungsposten (gehobene Laufbahn), Industrieverbands- und Gewerkschaftsfunktionen, Betriebsratsmitgliedschaften (besonders wichtig!!!), Asta-Vorstände, Funktionen in Umweltverbänden (dto. wichtig, da es gilt, Umweltthemen stärker thematisch zu besetzen!!!) und vieles mehr.

    Natürlich darf man sein Weltbild nicht immer und überall gleich demonstrativ heraus hängen lassen. Ein taktisch umsichtiges Verhalten haben die 68er streckenweise auch zu handhaben gewusst, ohne dass man sich selbst verleugnet hätte. Auf vergleichbare Weise entstünde ein nationales Milieu.”

    Da muß ich Kritik üben, lieber Kaisers Gedenken:

    1. die 68er begannen ohne jeden Windschatten einer Regierung.

    2. sie hingen ihr marxistisches Weltbild überall gleich demonstrativ heraus.

    3. sie verleugneten sich nie selbst.

    4. die Studentenproteste selbst erzeugten zunächst kein linkes Milieu über die elitäre Minderheit hinaus.

    5. Selbst die Abordnung von Aktivisten in die Fabriken erbrachte keine Volksnähe und dessen Solidarität.

    6. Es entstand so kein 68er – Milieu.

    7. Erst angesichts der Erfolglosigkeit begann der “Marsch durch die Institutionen.”

    • Kaisers Gedenken
      August 24, 2011 at 8:56 pm

      Da habe ich mich allerdings unklar ausgedrückt. Was ich meine, ist folgendes:

      1) Es sollte in sämtliche gesellschaftliche Institutionen hinein genetztwerkt werden.
      Als Schlagwort haben die 68er seinerzeit den Begriff “Marsch durch die
      Institutionen” geprägt. Dabei ging es meines Wissens nicht nur um die parlamentarischen
      Institutionen auf verschiedenen Ebenen, sondern eben auch um Schlüsselpositionen in unterschiedlichsten Lebensbereichen – Stichwort etwa Rechtsprechung, Richterpostenbesetzung usw (das Feld, wo du, Niekisch dich bestens auskennen wirst. Vielleicht magst du da ein paar Stichworte beisteuern).

      2) Die 68er hatten natürlich keinen Windschatten in Deutschland nötig, aus verschiedensten Gründen, die ich jetzt nicht alle aufzählen möchte. Es geht ja bei unseren Thema nicht um die 68er, allenfalls darum, welche Strategien man von ihnen übernehmen kann.

      3) In der heutigen Zeit kann es sein, dass wir so etwas brauchen, was ich einen
      “Windschatten” angesichts des künftig noch verstärkten Zuwanderungssturms nenne. Das hieße, solange authochtone Deutsche noch eindeutig die Mehrheitsethnie bilden, bestehen Chancen, dass patriotisch und identitär orientierte Kreise in die von mir beschriebenen gesellschaftlichen Felder hinein Netzwerke aufzubauen.

      4) Eine solche “Windschatten-Funktion” kann durch eine Regierungskonstellation erbracht werden, die sich zu einer konservativen Poilitik-Kosmetik veranlasst sieht, um ihre konsvervativen Wähleranteile wenigstens halbwegs zu bedienen. Falls ein solcher Windschatten für eine soziologisch ausgerichtete Aufbauarbeit anders oder besser geleistet werden kann, ist das auch in Ordnung. Dann sollte man sich nur über ein geeignetes “Wie” Gedanken machen.

      3) Wenn ich an indirekte Berufsverbote denke, die Leute von Pro bis NPD riskieren, wenn Sie sich bezüglich ihrer Anschauungen zu erkennen geben, wird es Pustekuchen mit Schlüsselpositionen sein. Dann jedenfalls, wenn man allzu schnell in Bewerbungsrunden, bei informellen Gesprächen usw. seine Auffassung zu erkennen gibt.

      4) Es mag sein oder auch nicht sein, dass 68er in entscheidenden Momenten
      entsprechend einer solchen Maxime handelten – jedenfalls bis zu einem Zeitpunkt”X”. Wenn ich aber daran denke, dass es eine ganze Reihe ehemaliger K-Gruppen-Angehöriger bis in Dax-Vorstände hinein geschafft haben und Linke heute überall an den Schalthebeln sitzen, wo etwas bewegt werden kann, erklärt sich das für mich – ich mag mich da irren – schlicht so, dass die Leute oftmals ihre soziale Tarnung im beruflichen Umfeld hatten – mal von Gewerkschaftsarbeit und Asta-Mitgliedschaften abgesehen.

      5) Wenn man dem damals gut verdienenden Facharbeiter seitens besonders engagierter Aktivisten sagte, er müsse etwas dagegen tun, dass er als Proletarier weiter ausgebeutet wird, dann hat man die Leute natürlich ausgelacht – auch klar! Irgendwann – ich kann das zeitlich nicht exakt zuordnen – ist man aber wesentlich subtiler geworden. Vielleicht hast du da näheren Einblick, Niekisch.

      6) Mir kommt es jedenfalls darauf an, dass nicht nur Potestaktionen außerparlamentarisch wichtig sind, sondern auch das Netzwerken in wichtige Schlüsselpositionen von Wirtschaft und Gesellschaft hinein. Dann jedenfalls, wenn eine Systemveränderung gewaltlos erreicht werden soll, erscheinen mir solche Strategiekomponenten unabdingbar – flankierend zu Protesten auf der Straße. Im Hinblick auf das Skizzierte ist davon auszugehen, dass so etwas Zeit beansprucht. Die 68er haben über 20 Jahre gebraucht. Wir müssen das aber schneller schaffen. Das wird auch zu machen sein, da sich die ökonomischen Rahmenbedingungen rasant verändern. Entsprechend werden auch Zeiträume verkürzt, die für einen System-Umbau erforderlich sind.

      7) Bei solchen Zielsetzungen möchte ich möglichst keine demografischen Entwicklungen in die Quere kommen sehen. Daher wiederum ein wie auch immer zu organisierender “Windschatten”, der von einem schnellen Kippen demografischer Verhältnisse abhält. Mit anderen Worten: Um ein Kippen der Demokratie auf friedliche Weise zu verhindern, sind demografische Beschleuningungsprozesse in die falsche Richtung zu verhindern.

      • Kaisers Gedenken
        August 24, 2011 at 9:00 pm

        War das zum Schluss ein Freudscher Verschreiber von mir ich meinte nicht: Um ein Kippen der Demokratie zu verhindern… sondern um ein Kippen der Demografie zu verhindern, sind demografische Beschleunigungsprozesse in die falsche Richtung zu verhindern.

  16. egdir
    August 24, 2011 at 6:20 pm

    Ich muss M.V.V da unterstützen. Das System IST der Fehler.

    Parlamentarismus heißt doch, daß Leute, die nicht nötigerweise von dem, über das sie zu befinden haben, auch nur eine blasse Ahnung haben müssen, gleichfalls aber auch keinerlei persönliche Verantwortung für die Entscheidungen tragen. Eine stringente Politik ist schlechterdings unmöglich, da das Primat der Parlamentsmajorität herrscht. Dieses setzt regelmäßig Kompromisse voraus. Aus einer Aneinanderreihung zahlloser Kompromisse ist aber unmöglich eine konsistente Poltik zu erwarten.

    Worin soll eigentlich der Vorteil einer auf Parlamentsmehrheiten gestützten Politik liegen?
    Der Mehrheitsgedanke ist doch reine Augenwischerei. Die derzeitige Bundesregierung gewann bei der letzten Bundestagswahl 48,4 % der gültigen Zweitstimmen. Bei einer Wahlbeteiligung von 70,8% ergibt das also sagenhafte 33,79 % der Wahlberechtigten. Somit herrschen 33,79% von 62,2 Mio Wahlberechtigten (mithin 21 Mio Menschen) über eine Bevölkerung von ca. 82 Mio “Bundesbürgern”. Jeder verdammte Diktator auf der Welt kann auf eine breitere Legitimation verweisen.

    • Kaisers Gedenken
      August 25, 2011 at 8:34 am

      “Eine stringente Politik ist schlechterdings unmöglich, da das Primat der Parlamentsmajorität herrscht. Dieses setzt regelmäßig Kompormisse voraus. Aus einer Aneinanderreihung zahlloser Kompromisse ist aber unmöglich eine konsistente Politik zu erwarten.”

      Sobald Deutschland eine Verfassung hat, die wieder mehr der Weimarer Verfassung entspricht, wird es auch einen starken Präsidenten geben, der eine Zeit lang die Geschicke des Landes per Dekret führen kann. Hätten die Siegermächte des ersten Weltkriegs Deutschland nicht per Versailler Vertrag finanziell völlig ausgequetscht und auch noch eine Weltwirtschaftskrise inszeniert, würden wir wahrscheinlich heute noch in der Weimarer Republik leben, deren parlamentarische Verfassung deswegen auch besonders vorteilhaft gewesen ist, weil – soweit ich weiß – auch starke plebiszitäre Möglichkeiten gegeben waren. Wie sehr Volksabstimmungen hilfreich sein können, sehen wir am Beispiel der Schweiz (Plebiszit gegen Minarette und anderes).

    • August 25, 2011 at 4:18 pm

      M.V.V. und Kaisers Gedenken,

      weiter unten habe ich mich dazu geäußert und betone noch einmal:

      Bei entsprechender Gesinnung der Abgeordneten kommt es nur subsidiär auf Struktur und Kodex an. Stärkung des BP, Plebiszite und Abbau des Föderalismus wurden schon angesprochen. Wir dürfen uns der Zeit von 1933 – 1945 insofern erinnern, als damals i m bestehenden Verfassungs – und Rechtssystem durch A u s l e g u n g von Begriffen viel verändert wurde. Bsp: gesundes Volksempfinden, volksgemeinschaftlich, artgemäß.

      W I R heute: Revolutionär=rückwälzend zum ursprünglichen Grundgesetz bzw. der Weimarer Reichsverfassung, evolutionär durch Auslegung zum Gewollten.

      All das geht, wenn wir nur wollen!

  17. August 25, 2011 at 3:47 pm

    “Niekisch, ich denke, Du kennst den Grund, warum die Fremden damals ins Land kamen. Das ist mit heute aber wohl nicht zu vergleichen. Auch das Südtirol-Problem ist mit der heutigen Existenzbedrohung des Deutschen Volks nicht gleichzustellen.”

    Egdir, ich weiß, warum sie kamen, auch warum die Südtiroler kommen sollten und kamen. Meine Aussage zielt ja dahin, daß auch in einem “nichtparlamentarischen System” Bevölkerungsverschiebungen und Manipulationen durchaus vorkommen. Das ist kein besonderes Kennzeichen eines republikanisch – parlamentarischen Systems.

    “Ich halte die heutigen Probleme sehr wohl untrennbar mit dem politischen System verbunden. Die Einordnung des derzeitigen Systems
    als “Mißbrauch” des demokratischen und parlamentarischen Gedankens wirkt auf mich irgendwie, als wolle man den konsequenten und eigentlich folgerichtigen Schritt nicht gehen. Die Weimarer Republik war doch keinen deut besser, als die BRD. Sie war der historische Vorläufer. Nach 60 Jahren wäre es zu genau den gleichen Erscheinungen gekommen, wie heute. Das ist systemimmanent.”

    Ich habe Angst vor keiner einzigen noch so unbequemen Alternative, Egdir. Dein Eindruck ist falsch, ich wolle der Konsequenz aus dem Wege gehen.Ich sehe die Linien anders. Es kommt auf die Menschen und deren Gesinnung an. Sind die Menschen graugesichtig, ohne inneren Antrieb für das Volksganze, materialistisch, eigensüchtig, moralisch verdorben, dann richten sie j e d e s Staatssystem und jedes Verfassungssystem zugrunde.Da ist es dann gleichgültig, ob es republikanisch – demokratisch – parlamentarisch oder autoritativ oder ständisch organisiert ist.

    “Und: Was gefällt Dir denn am Parlamentarismus so sehr???”

    Er gefällt mir nicht besonders, Egdir. Aber nenne mir eine funktionierende Alternative. Wenn im Reichstag von Berlin 2/3 der Abgeordneten unsere Gesinnung, unser Durchhaltevermögen ohne jeden Lohn und fast ohne jedes Lob, 45 Jahre Festhalten am Vaterland praktizieren, dann ist es fast schon gleichgültig, wie die Legislative organisiert und strukturiert ist. Beispiel Ungarn, wo sich die Gesinnung bis in die Regierung vorgearbeitet hat und sich auch nicht verdrängen läßt. Und die zum Vermeiden von Verfaulung nötige Opposition gibt es dort auch.

    Mein Vorschlag und mein Weg: eine identitäre außerparlamentarische Opposition ( IdAPO ) bewegt sich unter Berufen auf den alten Text des Grundgesetzes
    metapolitisch voran, geht zumindest lokal in die Parlamente, beschuldigt die Herrschenden in massivster Art und Weise des Grundgesetz – Verrates, versucht die Institutionen zu durchdringen und schafft so die Basis für parlamentarische Vorstöße in die Landes und Bundesebene. Damit wird zugleich dem innneren und äußeren Mainstream und dessen Hilfstruppen die Möglichkeit der Kriminalisierung der Bewegung genommen, nach unserer Regierungsübernahme der Ostküste die Möglichkeit, hier militärisch zu intervenieren, zumindest erschwert, zugleich auch uns das Finden von Bündnispartnern erleichtert.

    Wir können nicht immer über die reale Lage hinwegsehen und sie uns hinwegwünschen.

    • egdir
      August 25, 2011 at 6:11 pm

      Niekisch, könnte es nicht sein, daß das demokratische parlamentarische System genau die Menschen anzieht, die heute im Berliner Reichstag auch sitzen? Könnte es nicht genau diese Kreaturen wie die Motten das Licht anziehen, daß das demokratische Parlament eine Bühne für selbstgefällige Schwätzer ist, die dort ihre möchtegern-intellektuellen Scharaden spielen? Könnte es nicht sein, daß das demokratische Parlament ein Tummelplatz für eitle Weltverbesserer ist, die ihre absurden Ideen zulasten des Volkes ausleben, im Bewußtsein, nie dafür persönlich zur Rechenschaft gezogen werden zu können?

      Genauso ist es! Die fleißigen, ehrlichen, bescheidenen und aufrichtigen Deutschen sind für diesen Popanz nicht zu haben. Genau die braucht es aber für einen funktionierenden Staat!

      • Sympathie träger
        August 25, 2011 at 6:21 pm

        Ein Konjunktiv ist dann kein Konjunktiv mehr,
        wenn er empirisch erwiesen ist, egdir.
        Dein Nachsatz erklärt die miese Misere.

      • August 25, 2011 at 6:38 pm

        Stimmt schon, lieber egdir und natürlich haben die Sieger schon des I. Weltkrieges alles getan, um Deutschland zu schwächen. Aber ist es nicht so, daß der Tiger auch geritten werden kann, wie Julius Evola sagt? Wir können das Schlechte in das Gute drehen, wie es schon einmal gelang, aus der Zersplitterung die Einheit zu schmieden? Warum so engstirnig? Warum eine so festgefressene Sicht der Dinge? In Portugal reichten Nelken, um das Parlament für die anderen zu räumen, in Spanien ein Schuß mit der Pistole, woanders ein Verhungerter, noch woanders ein Salzmarsch.

  18. August 25, 2011 at 4:06 pm

    “1933-45 behinderte eben keine Schwatzbude von Parteibütteln die Entwicklung des Landes und des Volks.”

    Das war eigentlich ein Sonderfall, egdir.

    Die Weimarer Reichsverfassung galt formell, das Dritte Reich war eine parlamentarische Republik. Da aber die Gewaltenteilung letztlich aufgehoben war, war der Abgeordnete damals Vertreter von Partei, Regierung und Gesetzgebung zugleich, wenn auch formell nur wegen der Anwendung des Notverordnungsrechtes, das später nicht mehr aufgehoben wurde. Und wie sollte es zu streitigem Geschwätz kommen, wo ja bloß Parteimeinungen ausgetauscht wurden,allerdings solche, die sich bemühten, der Volksgemeinschaft zu dienen. Diese Situation war eine Besondere.

    • Sympathie träger
      August 25, 2011 at 6:03 pm

      “Diese Situation war eine Besondere.” Genau, bester niekisch und lange nicht so Ideologie verseucht, wie heute falsch behauptet wird und lange nicht so Ideologie verseucht wie in der DDR, wo die Situation ähnlich günstig war und aus diesem Grunde und mangelnder Wirtschaftskraft nicht genutzt werden konnte, was in der Regierungszeit der NSDAP ebenfalls deutlich besser war.

      Wenn man bedenkt, über wie geringfügig wenig das Deutsche Volk tatsächlich (mit !)- bestimmen konnte und kann, ist mir als ehemals überzeugten Republikaner (nicht Schönhuberpartei) heute ein aufgeklärter, unumschränkter und gerechter Despot beinahe lieber.

      • August 25, 2011 at 6:23 pm

        “heute ein aufgeklärter, unumschränkter und gerechter Despot beinahe lieber.”

        Dazu, lieber Sympathieträger, macht das deutsche Volk den Bundespräsidenten, der nach Durchführen der Nationalversammlung aufgrund Volksaufstand mit Verfassungsgebung aus den besten Elementen von Weimarer Reichsverfassung
        und GG dann wohl wieder “Reichspräsident” heißen wird.

      • Sympathie träger
        August 25, 2011 at 9:19 pm

        Zu GG und Reichsverfassung hätte ich noch preußische Edikte, einige nationalsozialistische Verordnungen und wenige DDR-Ministerratsbeschlüsse anzubieten.

        Ach niekisch, Prinz, egdir, Vox, Federschlag, Baumkrone
        und wie Ihr alle heißt, wenn es doch nur nach uns ginge…

      • August 26, 2011 at 10:35 am

        Und wenn es nicht nach uns geht, Sympathieträger, dann wäre es schön, wenn wenigstens die Zeitstimmung sich durch unser Bemühen ein ganz klein wenig in Richtung unseres Denkens bewegt.

    • egdir
      August 25, 2011 at 6:14 pm

      Parteien sind Gift für das Volk. Sie säen die Zwietracht und verhindern die Volksgemeinschaft!

      • August 25, 2011 at 6:28 pm

        Und ein noch größeres Gift,lieber egdir, ist in unserer Lage eine Analyse ohne konkreten Gegenvorschlag:-)

        Im übrigen: Auch der Führer war Chef einer Partei und organisierte die organisierteste Volksgemeinschaft der Erde.

  19. August 25, 2011 at 4:54 pm

    Kaiser Gedenkens ( Monarchist ) Kommentar in Anführungszeichen, fett und gesperrt, ich dahinter und dazwischen, niekisch.

    “1) Es sollte in sämtliche gesellschaftliche Institutionen hinein genetztwerkt werden.
    Als Schlagwort haben die 68er seinerzeit den Begriff “Marsch durch die Institutionen” geprägt. Dabei ging es meines Wissens nicht nur um die parlamentarischen Institutionen auf verschiedenen Ebenen, sondern eben auch um Schlüsselpositionen in unterschiedlichsten Lebensbereichen – Stichwort etwa Rechtsprechung, Richterpostenbesetzung usw (das Feld, wo du, Niekisch dich bestens auskennen wirst. Vielleicht magst du da ein paar Stichworte beisteuern).”

    Da ist nicht viel zu sagen, Kaisers Gedenken: Sie hatten ihre Werte und Begriffe bereits hoffähig gemacht, als sie in die Institutionen marschierten. Einer machte dem nächsten den Weg frei. Konservative und Rechte gingen in Pension und junge Nachfolger in unserem Sinne wurden durch Intervention der 68er draußen gehalten, kamen nicht hinein.

    “2) Die 68er hatten natürlich keinen Windschatten in Deutschland nötig, aus verschiedensten Gründen, die ich jetzt nicht alle aufzählen möchte. Es geht ja bei unseren Thema nicht um die 68er, allenfalls darum, welche Strategien man von ihnen übernehmen kann.”

    Ich hingegen wollte nur aufzeigen, wie die Lage war und wie sie wirklich vorgingen. Sie gingen frontal ohne Rücksichtnahme sowie ohne Verstellen vor. Ich habe es selbst miterlebt. S o müssen auch wir vorgehen.

    “3) In der heutigen Zeit kann es sein, dass wir so etwas brauchen, was ich einen “Windschatten” angesichts des künftig noch verstärkten Zuwanderungssturms nenne. Das hieße, solange authochtone Deutsche noch eindeutig die Mehrheitsethnie bilden, bestehen Chancen, dass patriotisch und identitär orientierte Kreise in die von mir beschriebenen gesellschaftlichen Felder hinein Netzwerke aufzubauen.”

    Alles ist heute von der antideutschen Front besetzt, Kaisers Gedenken. Sie erkennen jeden von uns sofort und lassen uns nicht hinein, sind wir doch drin, werfen sie uns raus. Wir müssen erst durch Frontalangriff das Meinungsklima verändern.

    “4) Eine solche “Windschatten-Funktion” kann durch eine Regierungskonstellation erbracht werden, die sich zu einer konservativen Poilitik-Kosmetik veranlasst sieht, um ihre konsvervativen Wähleranteile wenigstens halbwegs zu bedienen. Falls ein solcher Windschatten für eine soziologisch ausgerichtete Aufbauarbeit anders oder besser geleistet werden kann, ist das auch in Ordnung. Dann sollte man sich nur über ein geeignetes “Wie” Gedanken machen.”

    Meines Erachtens ist die Konstellation ziemlich Wurscht. Die Antideutsche Front ist überall und in allen anderen Parteien, selbstbewußt oder aus Feigheit.Sie übt Zensur und Selbstzensur, kriminalisiert und diskriminiert.

    “3) Wenn ich an indirekte Berufsverbote denke, die Leute von Pro bis NPD riskieren, wenn Sie sich bezüglich ihrer Anschauungen zu erkennen geben, wird es Pustekuchen mit Schlüsselpositionen sein. Dann jedenfalls, wenn man allzu schnell in Bewerbungsrunden, bei informellen Gesprächen usw. seine Auffassung zu erkennen gibt.”

    Genau, und deswegen erst Frontalangriff durch Wortergreifung und Flashmobs o.ä, bis die Stimmung sich ändert und offen in die Institutionen einmarschiert werden kann.

    “4) Es mag sein oder auch nicht sein, dass 68er in entscheidenden Momentenentsprechend einer solchen Maxime handelten – jedenfalls bis zu einem Zeitpunkt”X”. Wenn ich aber daran denke, dass es eine ganze Reihe ehemaliger K-Gruppen-Angehöriger bis in Dax-Vorstände hinein geschafft haben und Linke heute überall an den Schalthebeln sitzen, wo etwas bewegt werden kann, erklärt sich das für mich – ich mag mich da irren – schlicht so, dass die Leute oftmals ihre soziale Tarnung im beruflichen Umfeld hatten – mal von Gewerkschaftsarbeit und Asta-Mitgliedschaften abgesehen.”

    Ich betone noch einmal, Kaisers Gedenken: Sie wälzten erst den mainstream um, d a n n marschierten sie ein, ohne sich noch groß maskieren zu müssen.

    “5) Wenn man dem damals gut verdienenden Facharbeiter seitens besonders engagierter Aktivisten sagte, er müsse etwas dagegen tun, dass er als Proletarier weiter ausgebeutet wird, dann hat man die Leute natürlich ausgelacht – auch klar! Irgendwann – ich kann das zeitlich nicht exakt zuordnen – ist man aber wesentlich subtiler geworden. Vielleicht hast du da näheren Einblick, Niekisch.”

    Sie haben alles versucht, mit den unterschiedlichsten Methoden, Kaisers Gedenken. Es war vergeblich, sie nisteten sich nur in den Köpfen von Akademikern ein. Der Arbeiteranteil war sehr, sehr gering.
    Bis heute ist die antideutsche Front eine Akademiker-, vor allem Lehrerfront.

    “6) Mir kommt es jedenfalls darauf an, dass nicht nur Potestaktionen außerparlamentarisch wichtig sind, sondern auch das Netzwerken in wichtige Schlüsselpositionen von Wirtschaft und Gesellschaft hinein. Dann jedenfalls, wenn eine Systemveränderung gewaltlos erreicht werden soll, erscheinen mir solche Strategiekomponenten unabdingbar – flankierend zu Protesten auf der Straße. Im Hinblick auf das Skizzierte ist davon auszugehen, dass so etwas Zeit beansprucht. Die 68er haben über 20 Jahre gebraucht. Wir müssen das aber schneller schaffen. Das wird auch zu machen sein, da sich die ökonomischen Rahmenbedingungen rasant verändern. Entsprechend werden auch Zeiträume verkürzt, die für einen System-Umbau erforderlich sind.”

    J e t z t geht das nur durch bisher völlig unerkannte, unverbrauchte und sich verstellende Leute. Wo sind die? Das Potential ist doch ohnehin gering.

    “7) Bei solchen Zielsetzungen möchte ich möglichst keine demografischen Entwicklungen in die Quere kommen sehen. Daher wiederum ein wie auch immer zu organisierender “Windschatten”, der von einem schnellen Kippen demografischer Verhältnisse abhält. Mit anderen Worten: Um ein Kippen der Demografie auf friedliche Weise zu verhindern, sind demografische Beschleuningungsprozesse in die falsche Richtung zu verhindern.”

    Ist die Demografie, Kaisers Gedanken, nicht ohnehin eine Langfristentwicklung, die garnicht so schnell bewegt werden kann?

    Mein Vorschlag: Von der ersten Sekunde an ohne Rücksicht auf Regierungskonstellationen oder sonstige Lagen und Entwicklungen unter dem Schutz und mit dem Sinn des Grundgesetzes frontal angreifen, einige wenige Leute lokal in die Parlamente schicken für den Schneeballeffekt, wenige unverbrauchte Leute in zentrale Stellen sickern lassen. Wir haben doch sowieso keine Zeit mehr.

    Das mag jetzt apodiktisch, kurz und schnell klingen, aber wie soll ich es sonst zeitlich und kräftemäßig schaffen, hier dranzubleiben:-)

  20. GJM
    August 25, 2011 at 6:51 pm

    Habt Ihr mal darüber nachgedacht, dass man von der heutigen demografischen Lage durchaus auch profitieren könnte um die morgige zu verbessern?

    Bedenkt dass unterschiedlichen Umfragen nach 40-50% der Menschen mit türkischem Migrationshintergrund rückkehrwillig sind und Studien zufolge kaum (anti-)deutsche Medien konsumieren.

    Diese Leute, die der BRD-Propaganda größtenteils entzogen sind und mit ihrer Rückkehr das selbe Ziel haben wie wir, sind nichts anderes als potentielle Wähler einer nationalen Partei!

    Natürlich müsste man seinen Haß auf Fremde aufgeben und mit spezieller Rückkehrerförderung um diese Leute auch werben, sich bei ihnen einschleimen.

    Fragt sich halt nur ob Ihr dazu fähig seit und ob Ihr endlich mal rafft, dass wir nur einen wirklichen Feind haben, den deutschblütigen Volksverräter, während wir mit viel Geschick alle anderen auf diesem Planeten für das Erreichen unserer Ziele nutzbar machen könnten.

    • Sympathie träger
      August 25, 2011 at 7:14 pm

      “…ob Ihr endlich mal rafft, dass wir nur einen wirklichen Feind haben, den deutschblütigen Volksverräter, …”

      Wenn Du nicht zu viel von der “demoratischen Rechten” auf “freiheitlich PI” verinnerlicht hast und diese mit uns verwechselst, dann weißt Du, daß Du gerade Eulen nach Athen trägst.

      Alle Kriminellen sind unabhängig von ihrer Herkunft (!) unangenehm, überflüssig, das zu sagen, ansonsten hat hier niemand eine Feindschaft mit irgendeinem Ausländer, vielleicht raffst Du das mal, auch wenn man Dir das Wort “Ausländerfeindlichkeit” in´s Gehirn gepustet hat.

      Freunde zu haben ist ein Privileg, das muß man sich immer verdienen, das gilt für alle.

      • Kaisers Gedenken
        August 26, 2011 at 9:22 am

        Hallo, Sympathieträger,

        sei mal gegrüßt. Was veranlasst dich von “Freiheitlich PI” zu sprechen? Das hattest du vor ein paar Tagen schon, wie ich in dem Moment meinte – humorvoll – erwähnt. Nun, ganz so augenzwinkernd verstehst du die Anspielung wohl doch nicht. Deswegen kurz eine Erwiderung dazu:

        Politically Incorrect (PI) hat in der Titelleiste ausdrücklich “pro-amerikanisch” und “pro-israelisch'” stehen. Damit bekennt sich das Portal zu der bisherigen Hegemonialmacht, die von den Weltverschwörerrn bislang als militärischer Arm genutzt wird und die wesentlichen Anteil an der Globalisierung und den damit verbundenen Migrantenströmen zu tun hat. Gleichzeitig bekennt sich “PI” auf diese Weise zu einem Staat, der im Nahen Osten eine zunehmend imperialistische Rolle spielt. Die gegenwärtige Stoßrichtung israelischer Politik gegenüber den Palästinensern und dem Iran brauche ich wohl nicht weiter auszuführen.

        Im Auftritt von “Freiheitlich Org.” wirst die Anbiederung an die USA und Israel so nicht finden.

      • August 26, 2011 at 10:52 am

        Neben vollem Zustimmen, Kaisers Gedenken noch eine Bemerkung, die ich hier immer wieder hervorzaubere: Es ist doch nicht zu übersehen, das die “Ostküste” mit dem verlängerten Arm USA und Israel Europa “enthomogenisieren” will und dabei den Fehler gemacht hat, Leute hereinzulassen, die jetzt durch den Islam den Ring um Israel “von hinten” in Europa schließen. Deshalb werden Leute gesucht, die für jüdische Interessen den islamischen Einfluß zurückdrängen. Die Internationalisten scheiden aus, da sie ja für die Überfremdung sind. Wer bleibt da ? P I und ähnliche. Das ist doch nicht zu übersehen.

        An A l l e : Lest mal d a s: http://www.derwesten.de/nachrichten/Stadtteilmuetter-in-Problemvierteln-unterwegs-id4998717.html

        Wie weit läßt sich das noch steigern? Dürfen wir überhaupt noch debattieren? Dürfen wir überhaupt noch streiten? Müssen wir nicht zu 100% in die reale Welt hinaus? Vertun wir hier nicht die letzte uns verbliebene Zeit?

      • Kaisers Gedenken
        August 26, 2011 at 1:03 pm

        Wie ich dich kenne, Niekisch, meinst du mit “in die reale Welt hinaus keinen blinden Aktionismus. Die reale Welt besteht für mich in Gesprächen mit Leuten, die entweder ihrerseits einigermaßen die Überfremdung spüren oder die halbwegs erreichbar sind, auch, wenn sie anders denken.

        Wenn es um Aktionen geht, sollte man auch einmal über den Einsatz von Humor nachdenken. So gab es im linken Spektrum einmal die holländische Bewegung der Kabouders – findet ihr als Stichwort bei Wikipedia. Wenn man die Leute zum Lachen bringt, hat man sie schnell auf seiner Seite.

      • August 26, 2011 at 5:24 pm

        Kabouter? Ja, daran erinnere ich mich sogar noch. Kein blinder, sondern zielgerichteter Aktionismus, natürlich auch mit Spaß und Humor. Oft geben schon ganz normale Gespräche Ansatzpunkte für die Agitation. Wenn z.B. – was jede Minute vorkommt – Leute sich über die Preise beschweren und Du hörst: “Ist das noch normal?”, dann antworte ich immer: “Was ist heutzutage noch normal?” und schon entspinnt sich ein politisches Gespräch. Es kostet wenig Kraft, kein Geld und bewirkt schon etwas, wenn jedes Gespräch angemessen auf unsere Probleme gelenkt wird. Das nimmt selten jemand übel.

      • Kaisers Gedenken
        August 26, 2011 at 2:07 pm

        Hallo, Niekisch, Hallo, Sympathieträger,

        mir geht es halt darum herauszuarbeiten, dass “Freiheitlich.org” nicht mit “PI” zu vergleichen ist
        (siehe Unterscheidungskriterien bei 9: 22 a. m.). Soweit ich weiß, wird der Blog von Molau betrieben, den ich, soweit ich ihn mal in einem Vortrag auf You tube gehört habe, ganz vernünftig fand. Zugegeben, er drückt sich manchmal für meine Begriffe etwas tapsig aus. Man kann die Political Corrctness auch eleganter hinterfragen. Aber, jedenfalls ist er ein aus meiner Sicht national denkender Mann, der offenbar voll demokratisch tickt und mir insofern sympathisch ist.

        Natürlich ist mir klar, dass er beispielsweise im NPD-Umfeld nicht sonderlich beliebt ist, weil er der Partei den Rücken gekehrt hat. Irgenwo auf DE habe ich in Bezug auf ihn auch mal etwas von wegen “Nachtreten” gelesen. Es ist doch aber klar, dass jemand, der die Partei wechselt (jetzt ist Molau ja bei den Pros’s), sich öffentlich erklärt, warum – jedenfalls dann, wenn er einigermaßen bekannt ist. Nun, weiß ich nicht, in welcher Schärfe er das gemacht hat, habe seine “Abschiedsworte” – wenn man das mal so nennen will – nicht vernommen. Bislang macht er jedoch einen integren Eindruck auf mich, und wenn er tatsächlich hinter Freiheitlich.Org stehen sollte, finde ich seine Arbeit gut.

      • August 26, 2011 at 5:36 pm

        Leute wie Andreas Molau geraten schnell zwischen alle Stühle, Kaisers Gedenken. Sie haben kein Schubladendenken, versuchen Dritte Wege zu gehen, sind Wanderer zwischen den politisch – weltanschaulichen Welten. Auch ich gehöre wohl zu ihnen, wenn ich republikanisch – demokratische Elemente mit aristokratisch – friedfertigem Verhalten zu einem modernen national – identitären und sozialgerechten politischen Ansatz verschmelzen will. Wer bemüht sich schon darum? Da wirst Du schnell für “bekloppt” erklärt.

    • Kaisers Gedenken
      August 26, 2011 at 9:09 am

      Hallo, GJM,

      ich habe auch schon einmal darüber nachgedacht, ob man mit etlichen Migranten einen konstruktiven Dialog führen könnte, und zwar in zwei Richtungen:

      1) Inwieweit auch sie erkennen, dass hinter der Durchmischungspolitik der Völker internationale Finanz-Eliten und Geheimgesellschaften (zum Beispiel Fraktionen der Hochgradfreimaurer) stehen, um die Völker noch besser gegeneinander auszuspielen.

      Ich hatte vor Jahren zum Beispiel einen türkischen Geschäftsmann kennengelernt, der sich durchaus in Verschwörungsliteratur auskannte. Leider habe ich den Kontakt zu ihm verloren.

      2) Ob sie sich vorstellen können, dass es Ihnen eines Tages in ihren Herkunftsländern wirtschaftlich und von den beruflichen Aussichten besser gehen wird. Eines Tages nämlich, wenn die BRD und andere europäische Länder den Zugewanderten einfach nicht mehr die soziale Hängematte bieten können, wie bislang.

      Der amerikanische Trendforscher Gerald Celente, der sich mit seinen Prognosen bislang so gut wie nie geirrt hat, geht ja davon aus, dass spätestens ab 2013 die ökonomische Situation in den führenden europäischen Ländern notwendig dazu führen wird.

      • August 26, 2011 at 10:44 am

        Ja, Kaisers Gedenken, die Entwicklung wird sicher nicht “monokausal” und ohne jede nicht sicher berechenbare Richtung verlaufen. Es kann vieles auch ganz anders als erwartet kommen. Es kann vor allem sehr schnell gehen.

        Ich habe bei einer örtlichen Wählergemeinschaft vor einiger Zeit einen arabischen Geschäftsmann kennengelernt, der die finanzielle Implosion des “westlichen Systems” genau vorhergesagt hat. Die wissen oft besser Bescheid als unsere eigenen Landsleute.

        Ich schlage vor, daß wir in Kürze in einem neuen Strang unabhängig von zu erwartenden Konstellationen Schlagworte und Parolen zusammenfassen, die uns für die jetzt schon und überall beginnenden Wortergreifungen, flashmobs und größere Treffen dienen können. Erarbeitet habe wir hier und bei VoxPopuli mehr als genug. Dann haben wir auch ein wenig mehr das Gefühl, uns wirklich nützlich zu machen. ich denke darüber nach, wie wir das technisch organisieren. Es kann jetzt schon gesammelt werden. An Alle: Helft bitte mit.

    • August 26, 2011 at 10:33 am

      “Natürlich müsste man seinen Haß auf Fremde aufgeben und mit spezieller Rückkehrerförderung um diese Leute auch werben, sich bei ihnen einschleimen.

      Fragt sich halt nur ob Ihr dazu fähig seit und ob Ihr endlich mal rafft, dass wir nur einen wirklichen Feind haben, den deutschblütigen Volksverräter, während wir mit viel Geschick alle anderen auf diesem Planeten für das Erreichen unserer Ziele nutzbar machen könnten.”

      Hier, GJM, gibt es weder Haß gegen Ausländer noch Einschleimversuche ihnen gegenüber. Und den schlimmsten Feind, die antideutsche Front, bezeichnen wir auch als solchen. Du rennst also offenene Türen ein.

      Wenn die Rückkehrwilligen allerdings gehen wollen, dann gehen sie auch ohne Prämien. Es sind sowieso zumeist Gebildete und Verdiener. und weil sie auch eine emotionale Bindung zu ihrer Heimat haben, werden sie deren Nationalparteien wählen und nicht die unsrigen.

      Wenn Du Dich, über dessen Erscheinen hier ich mich freue, tiefer in Metapolitika vertiefst, wirst Du Deine Vorurteile uns gegenüber verlieren und mittun.

  21. GJM
    August 26, 2011 at 2:33 pm

    Was den Fremdenhaß angeht so muß sich hier ja niemand persönlich angesprochen fühlen. Meine Kritik galt mehr den Parteien.

    Wie würdet Ihr es denn nennen, wenn ein Herr Pastörs vor Leuten mit T-Shirt-Aufdruck “Race War” davon spricht, daß Holland im 2. WK die weiße Rasse verraten habe?

    Spielt Femdenhaß da etwa keine Rolle im Gedankengut dieser Geistlosen? Das könnt Ihr mir nicht erzählen!

    Außerdem weiß ich auch aus persönlicher Erfahrung welchen Scheiß man auf KV-Versammlungen der REPs unwidersprochen reden kann.

    Kommt mir also bitte nicht mit Eurem “Niemand hat die Absicht einen Ausländer zu hassen!”. Den Müll könnt Ihr verblödeten Außenstehenden vielleicht erzählen, aber keinem Nationalen wie mir!

    Nicht jeder der Kritik übt, gehört zu einem feindlichen Lager (wie z.B. PI), lieber Sympathieträger!

    Ich habe einfach nur die Schnauze voll von Leuten, die meinen nach Jahrzehnten des Versagens immer noch die gleichen Ideen umsetzen zu müssen. In unserer verzweifelten Lage muß man mal was gänzlich neues ausprobieren. Zur Querfrontbildung mit den Linken hat es doch auch Versuche gegeben. Warum nicht der Versuch der Querfrontbildung mit Migrantengruppen, die uns ideologisch nahe stehen? Das Unterbleiben dieses Versuches kann ich mir nur mit pathologischem Fremdenhaß oder der Steuerung der Entscheidungsträger durch den VS erklären

    “Wenn die Rückkehrwilligen allerdings gehen wollen, dann gehen sie auch ohne Prämien. Es sind sowieso zumeist Gebildete und Verdiener…”

    Jetzt willst Du mich aber verarschen lieber niekisch! Wären 40-50% der Türkischstämmigen Gebildete und Verdiener dann hätten wir wohl kaum ein Migrantenproblem! Gewiss sind solche unter den Rückkehrwilligen zu finden, den Großteil werden aber Leute stellen, die mangels Leistung keine Perspektive in unserer Gesellschaft haben und deshalb in ihrer Parallelgesellschaft festsitzen.

    Viele dieser prinzipiell Rückkehrwilligen sind leider gar nicht in der Lage Rückkehr und Erfolg in der alten Heimat aus eigener Kraft zu schaffen. Sie brauchen oft genug Nachhilfe um erst wieder die Sprache des Geburtslandes ihrer Großeltern zu beherrschen. Sie sind nicht selten an der Schul- und Berufsausbildung gescheitert und haben somit auch in der Türkei keine Aussicht auf vernünftige Arbeit, in Deutschland aber wenigstens Alg 2. Diese Menschen müssen durch staatliche Programme erst zu Rückkehrfähigen weitergebildet werden. Ohne Perspektive verläßt keiner das Sozialschlaraffenland BRD, auch wenn er es sich noch so wünscht.

    Lieber “Kaisers Gedenken”, ein reißen der sozialen Hängematte wäre ja wünschenswert, allerdings bin ich überzeugt, daß es der BRD gelingen wird sie über Schulden zu finanzieren. Zumindest so lange bis unser Volk durch kulturelle und genetische Überfremdung längst ausradiert ist und da denen bekannt ist, daß ohne Geld der ganze Pöbel Amok läuft, wird es das Regime auch so machen und keine Notbremse ziehen.

    Die Idee mit dem Humor kam mir auch schon. Ich habe da an “Brauni” den “Nationalen Braunbären” als Maskottchen für die NPD gedacht. So könnte man “Vorurteile” auf die Schippe nehmen und der Star auf jedem NPD-Kinderfest wäre er auch. Zudem könnte er aufzeigen, wie es so ist in Deutschland ausgestorben zu sein.

    • Kaisers Gedenken
      August 26, 2011 at 3:31 pm

      Hallo, GJM,

      verstehe ich dich richtig, dass bei den Reps aus deiner Sicht hinter verschlossenen Türen ein ausländerfeindlicherer Ton herrscht als du ihn etwa bei anderen Gruppierungen diagnostizieren würdest? Sind das nicht möglicherweise Ausrutscher, eventuell landesverbandsbezogen oder auf einen regionalen Bereich zurück zu führen – aber, du warst ja dabei. Ich will nicht den Schlaumeier spielen, ohne je den Reps angehört zu haben (wenn sie bislang auch zu den Parteien gehören, die ich ganz sympathisch finde).

      Etwas zu “Brauni”: Die Idee finde ich gut, aber man sollte bei Aktionen Parteifahnen und solche Dinge weglassen – auch indirekte Bezüge, wie man sie über Web-Seiten dann wie etwa bei den “Unsterblichen” (Weißmasken) sich zusammenreimen konnte, wenn sie sich nicht schon gleich als Nationale Sozialisten zu erkennen gaben.

      Das Problem ist einfach, dass die identitäre bzw. nationale Strömung nahezu extrem heterogen ist. Da gibt es eben doch nicht wenig aus meiner Sicht teils legitime Unerscheidungsbedürfnisse. Es ist nicht immer der sogenannte Abgrenzungswahn, der diese begründet, sondern der Ton macht halt die Musik. Und vieles ist einfach für Otto-Normal-Verbraucher erklärungsbedürtig – Autritt und Hintergrund der einen mehr als der anderen. Also sollten Aktionen möglichst partei- und organisationsneutral sein. Es geht ja um Deutschland.

      In diesem Sinne ließe sich, was Aktionen betrittt, daran denken, dass bald die “fünfte Jahreszeit” wieder beginnt – also so etwas wie ein nationaler Karneval. Ich befürchte bloß, dass einige dann auf so merwürdige Ideen wie “Gas geben” kommen. Oder allgemein das Problem, dass dann individuell Ideen produziert werden, die andere (von uns) oder auch “draußen” in der Bevölkerung gar nicht witzig gefunden werden.

      • August 26, 2011 at 6:01 pm

        “Das Problem ist einfach, dass die identitäre bzw. nationale Strömung nahezu extrem heterogen ist…sollten Aktionen möglichst partei- und organisationsneutral sein. Es geht ja um Deutschland.”

        Beides sehr wichtige Gesichtspunkte, Kaisers Gedenken. Und in fast 2 Jahren Arbeit an Metapolitika habe ich das fast jeden Tag verspürt. Da erahnst Du, welche Kraft es fordert, dagegen anzukämpfen und Brücken zu schlagen. Neutralität bei Aktionen haben wir hier unter dem Schlagwort IdAPO und W I R, Voxpopuli mit seinem Verhaltenskodex immer propagiert.

    • Kaisers Gedenken
      August 26, 2011 at 3:38 pm

      Um meinen letzten Satz hinsichtlich der Grammatik zu korrigieren – richtig: “Oder allgemein das Problem, dass dann individuell Ideen produziert werden, die von anderen (unter uns) oder auch “draußen” in der Bevölkerung gar nicht witzig gefunden werden.

    • August 26, 2011 at 5:54 pm

      GJM,

      natürlich gibt es in der NPD und deren Umfeld Fremdenhaß. Den gibt es sogar in der CDU, der FDP, der Linkspartei und bei Nichtwählern. H i e r stelle ich ihn zumindest nicht explizit fest. Und erwünscht ist er hier nicht. Das magst Du bezweifeln, aber wenn Du ein Nationaler bist, dann weißt Du ganz genau, daß gerade der Nationalismus das Eigene liebt, das Fremde aber achtet.

      P I übt nicht bloß Kritik, sondern unterstützt ganz offen fremde Interessen, GJM. Das wird noch nicht einmal verschleiert. P I ist ein Werkzeug derjenigen, die den Islam in ihrem Rücken mi Hilfe identitärer, autochthoner Kräfte nichtinternationalistischer Couleur bekämpfen wollen, nachdem sie festgestellt haben, daß die Überfremdung Europas zu dessen Schwächung unerwartet mit dem Islam eine Gefahr im eigenen Rücken hervorgerufen hat.

      Eine gewisse “Querfrontarbeit” leistet auch Metapolitika, aber grundsätzlich nicht mit Migranten, weil wir als souveränes Volk des Grundgesetzes auf deutschem Boden autonom bleiben wollen und daher eben nicht wie P I arbeiten, fremde interessen als solche auch benennen und uns entsprechend verhalten.

      Wieso sollte ich Dich verarschen wollen, GJM? Es gibt genügend Untersuchungen, daß gerade gebildete junge Migranten wieder in die Heimat wollen, weil sie sich hier nicht anerkannt fühlen und sich dort eine bessere Zukunft erhoffen. Die nicht Ausgebildeten bleiben dank des sozialen Netzes lieber hier.

      Ja, ohne Geld wird Amok gelaufen.

  22. GJM
    August 26, 2011 at 4:59 pm

    Lieber “Kaisers Gedenken”,

    nein, da hast Du mich falsch verstanden, von einer Steigerung kann nicht die Rede sein. Allerdings hatte ich den Eindruck, daß bei vielen die Abgrenzung zur NPD einfach nur lächerlich wirkt und allein der Tatsache geschuldet ist, daß die nationalen Sozialisten eine starke Position innerhalb der NPD einnehmen. Als Nationalkonservative würden sie aber in der NPD durchaus auch ihre politische Heimat finden können und wollen es nur nicht wahrhaben.

    Was den “Brauni” angeht, so soll es doch gerade das Ziel sein, die Außenwirkung der NPD zu verbessern indem man endlich massentauglichen Humor zeigt.

    Du hast vollkommen Recht, es geht um Deutschland, nicht um Parteien oder gar Einzelpersonen. Es muss aber auch klar sein, was der angesprochene Bürger für Deutschland tun kann. Effektiv und ohne großen Aufwand wäre das die Wahl der richtigen Partei.

    • Kaisers Gedenken
      August 26, 2011 at 5:21 pm

      Lieber GJM,

      ich habe noch einmal über “Brauni” nachgedacht und entdecke an der Idee doch einen problematischen Aspekt. Es wäre ein Kokettieren mit dem Vorwurf, Ihr seid Braune, die Ewiggestrigen. In der parodierenden Überspitzung soll Diistanz zum dem liegen, was unterstellt wird. Es könnte aber auch als Provokation rüberkommen, etwa als würde gesagt: “Wir sind braun – und wenn schon…!”

      Außerdem sollten wir das ganze Assoziationsfeld, das mit einer problematischen Vergangenheit zu tun hat, am besten nicht berühren, vor allem nicht bei einem Aktionscharakter, der Humor ausdrücken will. Das kann sonst als eher zweifelhafter Humor nach hinten losgehen.

      Und noch einmal eine Frage zu den Reps, der NPD und sogenannter Ausländerfeindlichkeit:

      – Zunächst einmal, versehe ich dich richtig, dass du früher bei den Reps warst und jetzt bei der NPD bist bzw. auch bei ihr sozusagen einmal “Station gemacht” hast? Diese Frage zum Verständnis, wovon du den Vergleich ableitest.

      – Ich lege persönlich stets viel Wert auf die Unterscheidung zwischen Ausländerfeindlichkeit und Migrationskritik. Der Ausländer als solcher, der Zuwanderer oder was du sagen willst, kann ja bekanntlich als Person nichts oder eher wenig für die Zustände, wie sie sind. Es ist vielmehr eine gezielte Politik der internationalen Verschwörungs-Ideologen, der Finanz-Eliten usw., die für die Miss-Stände gesorgt hat und gegenwärtig noch dafür zu sorgen in der Lage ist.

      – Ausländerfeindlich sind ganz bestimmte Sprüche, die unter die Gürtellinie gehen, die bewusst verunglimpfen und verletzten sollen. Meist wird aber nicht zwischen einer migrationskritischen Haltung und Ausländerfeindlichkeit unterschieden.

      – Wenn ich diese Begrifflichkeiten gegenüberstelle, bleibst du dabei, dass Republikaner sich zu regelrechter Ausländerfeindlichkeit hinreißen lassen. Dabei interessiert natürlich auch der Hintergrund, wie lange du bei ihnen warst, wie viele Kreisverbände du kennnengelernt hast (du sprachst ja von KV-Ebene usw.).? Das heißt, als wie repräsentativ schätzt du selbst deine Aussagen und dein Insider-Wissen ein?

      • August 26, 2011 at 6:13 pm

        “ich habe noch einmal über „Brauni“ nachgedacht und entdecke an der Idee doch einen problematischen Aspekt. Es wäre ein Kokettieren mit dem Vorwurf, Ihr seid Braune, die Ewiggestrigen. In der parodierenden Überspitzung soll Diistanz zum dem liegen, was unterstellt wird. Es könnte aber auch als Provokation rüberkommen, etwa als würde gesagt: „Wir sind braun – und wenn schon…!“”

        So kann das wirken, Kaisers Gedenken. So etwas sollte man nur machen, wenn man sich mit dem Vorgeworfenen – braun- dann als Partei auch wirklich identifizieren kann und will. Díe NPD steht aber unter den Anforderungen des Parteiengesetzes, die NSDAP ist verboten. Ich kann nicht als demokratische Partei kandidieren und zugleich mit dem Verbotenen spielen. Diesen Widerspruch erkennt irgendwann Jeder.

        Warum Gas und Braunbären? Gibt es nicht anderes Wirksames?

    • Kaisers Gedenken
      August 26, 2011 at 5:27 pm

      Ich muss mich noch einmal korrigieren, diesmal bezüglich eines inhaltlichen Verschreibers: nicht “internationale Verschwörungs-Ideologen”, sondern “internationale Globalisierungs-Ideologen”.

    • August 26, 2011 at 6:06 pm

      “Effektiv und ohne großen Aufwand wäre das die Wahl der richtigen Partei.”

      Ja, richtig, GJM, nur muß dazu erst die Stimmungslage und das Wissen und die Entschlußkraft vorhanden sein. Diese müssen wir erst schaffen, indem wir den mainstream frontal mit eigenen Begriffen ins Wanken bringen.

  23. GJM
    August 26, 2011 at 6:55 pm

    Lieber “Kaisers Gedanken”,

    das “Brauni”-Konzept hast Du richtig verstanden. Ich betrachte es als die sinnvollste Methode mit dem ewigen NS-Vorwurf umzugehen. Der Vorwurf kommt immer und wird immer kommen, etwas anderes als ihn ins Lächerliche zu ziehen bleibt uns gar nicht übrig. Man muß es halt so überspitzt machen, daß ein Umdeuten in ein Bekenntnis zum NS unmöglich wird.

    Ich kann Dir versichern, daß in REP-KVs Mitglieder die sich zu rassistischem Gedankengut bekennen, geduldet werden ohne das man ihnen widerspricht, selbst wenn der KV-Vorsitzende gleichzeitig auch LV-Vorsitzender ist. Ob diese Toleranz im Westen auch so weit geht wie im Osten kann ich Dir nicht sagen. Generell ist man aber über jeden froh, der noch der Partei angehört.

    Noch bin ich Mitglied bei den REPs, allerdings mangels Einladungen zu Versammlungen kein zahlendes mehr. Was die NPD angeht so braucht man nicht erst Mitglied werden um zu sehen, daß es da um mehr als Zuwanderungskritik geht.

    Das neue Parteiprogramm der NPD gefällt mir gut, wenn ich dann aber manche Rede von Pastörs höre oder mich daran erinnere wie sich Köster im Fernsehen beschwert, daß ihnen im Schweriner Schloß keiner die Küche und das zweite Klo für die Fraktion gezeigt hat, dann kann ich nur noch kotzen.

    Ich hoffe mal, dass Pastörs jetzt im September bei der Landtagswahl versagt und Apfel im Oktober den Parteivorsitz übernimmt. Wenn dann die richtigen Konsequenzen gezogen werden, wäre die Partei auch für mich interessant.

    • Kaisers Gedenken
      August 26, 2011 at 7:46 pm

      Lieber GJM,

      was ich gut finde, ist dein Mut zur Kreativität. Unter ganz bestimmten Umständen könnte ich mir die Umkehrung der Aussage ins Lächerlliche bei “Brauni” zwar vorstellen. Aber, die Bedenken überwiegen bei mir inzwischen doch. Die Voraussetzung, damit so etwas nämlich funktioniert, was du beabsichtigst, wäre sehr personenabhängig. Dazu müsste bis zum einfachen Parteimitglied im Ort “Irgendwo” jeder völlig überzeugend von seiner Ausstrahlung her das Gegenteil rüber bringen. So zwingend, dass die Leute sofort und wie von selbst darauf kommen, dass es hintersinnig gemeint ist.

      Nun will ich die NPD nicht diffamieren. Es gibt bestimmt eine ganze Menge vernünftige Leute darin, zumal im Landesverband Sachsen. Wenn ich mir aber die jüngsten Fernsehbilder vom Wahlkampf in MV ansehe, hätten die völlig ohne Tonbegleitung laufen können. Eine Botschaft wäre dabei rüber gekommen: Es gibt offenbar einige Leute in dem nördlichen Landesverband oder zumindest in seinem Umfeld, die wie die “Faust aufs Auge” das Klischee bedienen. Wenn dann noch etwas mit “Brauni” kommt, dann würde man sich so richtig selbst ins Knie schießen. Ich will zwar zugestehen, dass durch Bildschnitt auch bestimmte Eindrücke suggeriert werden. Auf jeden Fall – selbst wenn bei der NPD lauter Vorzeigebürger geradezu mit weltläufiger und völlig entspannt wirkender Aura rumlaufen würden – wäre Brauni immer noch ein Witz den man erklären müsste. Und du weißt, ein Witz, der einer Erklärung benötigt, hat eine tote Pointe. Warum erklärungsbedrüftig….? Weil Images so tief verankert sind, dass Gewohnheitsdenken erst einmal das Klischee projiziert.

      Mit deinen Aussagen zu den Reps kann ich insofern etwas anfangen, als du den Eindruck vermittelst, dass du – was den Osten oder zumindest deinen eigenen regionalen Einzugsbereich betrifft – weißt, worüber du sprichst. Offen gesagt hatte ich erst den Eindruck, dass du da eine wilde Behauptung losgelassen hast. Wohl, weil ich bislang mit den Reps sympathisiere, ebenso wie mit der Pro-Bewegung oder mit “Bürger in Wut”. Nun, ja, du schränkst deine Aussage ja ein, du wüsstest nicht, wie das im Westen aussieht. Das, was du geäußert hast, habe ich auch erst einmal innerlich gespeichert. Vielleicht sind die Reps streckenweise genauso reformbedürftig wie aus meiner Sicht die NPD.

      Gruß

    • August 26, 2011 at 7:50 pm

      Ein Überspitzen zum Vermeiden des Umdeutens, GJM, – das ist doch kaum möglich bei der Bösartigkeit der antideutschen Front – Oder?

      Ich befürchte, daß die NPD wegen der Dauerdiskriminierung und des sich selbst ins Abseits Stellens auch bei einer Chefstellung von Holger Apfel nicht weiterkommen wird.

      Die NPD ist heute “die Pest an sich” Dagegen kommt niemand an.

  24. GJM
    August 26, 2011 at 6:59 pm

    Lieber niekisch,

    die Ablehnung des herrschenden Regimes ist ausreichend groß. Nur leider ist die Ablehnung den nationalen Parteien gegenüber, im Volke noch größer. Wir selbst stehen den Wahlerfolgen im Wege und müssen uns auf die Verbesserung unserer Außenwirkung konzentrieren.

    Wie viele Außenstehende haben Dir schon gesagt, daß sie die Politik in der BRD scheiße finden, von NPD und Co. aber noch schlimmeres befürchten?

    “Keine Alternative!” hören wir doch ständig, wenn wir mit den Leuten über Politik reden, oder etwa nicht?

    Hier kommt z.B. “Brauni” ins Spiel, er nimmt die Angst vor der Partei, was die Vorraussetzung dafür ist, daß nationale Politiker überhaupt die Möglichkeit bekommen Vertrauen zu schaffen.

    • August 26, 2011 at 7:57 pm

      “Wie viele Außenstehende haben Dir schon gesagt, daß sie die Politik in der BRD scheiße finden, von NPD und Co. aber noch schlimmeres befürchten?

      „Keine Alternative!“ hören wir doch ständig, wenn wir mit den Leuten über Politik reden, oder etwa nicht?

      Hier kommt z.B. „Brauni“ ins Spiel, er nimmt die Angst vor der Partei, was die Vorraussetzung dafür ist, daß nationale Politiker überhaupt die Möglichkeit bekommen Vertrauen zu schaffen.”

      Ziemlich Viele, GJM, auch bzgl. der fehlenden Alternative. Ich behaupte als zeitweise auch interner Beobachter des Ganzen seit 1965, daß die NPD n i e mehr eine wirkliche Chance hat, auch nicht mit “Brauni” nein mit ihm schon garnicht. Ich frage mich manchmal, ob solche Experimente nicht durch die Behörden initiiert sind. Es riecht danach.

  25. Kaisers Gedenken
    August 26, 2011 at 9:19 pm

    Ich meine gerade heute Abend ein grundsätzliches Dilemma zu erkennen. Die große Volkspartei mit dem “C”, die sich einmal einen betont konservativen Anstrich gegeben hatte und die vor Jahren auch noch eine andere Struktur und personelle Zusammensetzung aufwies (Dregger, Lummer und andere), müsste enorme Anstrengungen innerer Neuausrichtung unternehmen, um einen Großteil ihrer Klientel überzeugend zu bedienen. Heute wird ihr mit Recht oft vorgeworfen “rechts” zu “blinken” und “links” abzubiegen.

    NPD und Reps sind eventuell von VS-Leuten durchsetzt und weisen nicht selten wohl auch Personengruppen auf, die den alten politischen Reflexen, nachgeben, welche noch aus den späten 1920ern und den folgenden 1930ern stammen. Auch diese beiden Gruppierungen sind offenbar mindestens reformbedürftig, bei den Reps dem Vernehmen nach, weil es auch völlig weich gespülte Landesverbände gibt. Ich kann und will jedoch für mich keine endgülitige Einschätzung vornehmen, was mit dieser zu Schönhubers Zeiten einst so erfolgreichen Partei tatsächlich los ist. Das, was GJM erwähnt, will ich nicht verdrängen. Es hört sich auf Nachfrage zu ein paar persönlichen Details nicht wie aus dem hohlen Bauch genommen an, gibt insofern also zu denken.

    Bleiben – zumindest für Leute meines Zuschnitts – nur Pro-Bewegung und Bürger in Wut. Erstere hat ein Charisma-Defizit (Beisicht wirkt manchmal nervös und unsicher), letztere ist bislang leider ein reines Bremer Phänomen. Was macht der Bürgerliche also in dieser Situation? – den national oder patriotisch orientierten Bürger meine ich. Rein auf Außerparlamentarismus setzen? Da kann das chaotische Moment noch mehr durchschlagen. Agents provocateurs lassen sich zum Beispiel noch weniger zurück verfolgen, also als solche demaskieren. Und es gibt ein weiteres Problem, das ich wiederum an dem Begriff “Erklärungsbedürftigkeit” festmache. So sind ja Weißmaskierte (sogenannte “Unsterbliche”) in Ludwigshafen ausdrücktlich als Nationale Sozialisten aufgetreten. Der normale Bürger weiß aber nicht, dass es Nationale Sozialisten gibt, die sich unabhängig vom Gedankengut des einstigen NS-Regimes sehen. Hinzukommt, dass es auch Gruppierungen Nationaler Sozialisten gibt, die sich tatsächlich noch auf das alte NS-Regime beziehen. Und da soll der Mann auf der Straße durchblicken,,,???

    Eine ganz andere Option, die in diesem Diskussionsstrang ins Spiel gebracht wurde, hieß: Darauf setzen, dass das ganze System zusammenkracht. Dann wird der gute deutsche Geist schon auf die Überholspur gelangen. Na, bravo, sage ich mir – gründlichst durch kalkuliert, kann ja nichts mehr schief gehen…. Aber, halt, stopp…! Liebäugel ich nicht selbst manchmal damit, dass nach einem ökonomischen Systemabsturz alles zusammenbricht und die Leute dann umdenken?

    Schlussendlich ist die Lösung wohl die, welche auch in der Psychotherapie zugrunde gelegt wird: Ein Mensch mit Problemen wird sich erst dann um Hilfestellung bemühen, wenn der Leidensdruck stark genug ist. Heute ist man aber vom Prinzip der völligen Katharsis (des völligen Zusammenbruchs, aus dem eine neue Persönlichkeit entstehen soll) abgekommen. Man sucht als Therapeut eher nach Wegen, mit dem Unbewussten des Betreffenden zu kommunizieren, bevor eine völlige Ich-Schwächung eintreten könnte. So geht es darum, eine Ich-Stärke wieder aufzubauen, statt ihr entgegen zu wirken. Und das führt mich zurück zu der Ausgangsüberlegung: Und die hieße – wenn man so will – “therapeutisch” in alle bestehenden politischen Organisationen hinein zu wirken, sogar in NPD und CDU, dabei in der einzelnen Gliederung keine Maximallösung erwarten – wäre illusorisch. Es kommt unter Umständen vielmehr darauf an systemisch ins Ganze hinein zu wirken – eine gewisse Art von “Alchemie”, aus politischem Blei auf vielen Ebenen Gold entstehen lassen. Die eigentliche Arbeit geschieht dabei nicht in und an der Partei, was zwar auch wichtig ist. Aber das, was entscheidender sein könnte, läge in der gleichzeitigen Arbeit am Kollektiven. Dies ist dann möglich, wenn wir uns angewöhnen, in vernetzten Zusamenhängen zu denken. Alles hängt irgendwie mit allem zusammen – wissen heute auch Quantenphysiker.

    • August 27, 2011 at 4:19 pm

      “systemisch ins Ganze hinein zu wirken – eine gewisse Art von „Alchemie“, aus politischem Blei auf vielen Ebenen Gold entstehen lassen.”

      Gold im Schmelztiegel also…

  26. GJM
    August 27, 2011 at 9:33 am

    Meine Lieben,

    eigentlich wollte ich hier mein “Brauni”-Konzept nicht ausführlich darstellen, aber es scheint mir zum besseren Verständnis nötig noch ein paar Erläuterungen nachzuliefern.

    “Brauni” ist kein stummes Kuscheltier. “Brauni” ist ein Mann in einem Bärenkostüm der die Geschichte des letzten deutschen Braunbären erzählt. Seine Art ist ausgestorben und nun sieht er wie die Deutschen aussterben. Deshalb hat er beschlossen seinen Wald zu verlassen und sich dem politischen Kampf um Deutschland anzuschließen, als eine Mischung aus nationalem Politiker und Superheld, der in Comics z.B. Drogendealer und Pädophile vermöbelt, dabei aber stets mit Klischees spielt und sich “bärig”, also etwas grummelig und schwerfällig, im Grunde aber gutmütig gibt. Wird das Konzept angenommen, so können dann Fanartikel wie Kuscheltiere folgen. Einen vernünftigen Nationalen für die Rolle werden wir wohl finden können.

    • Kaisers Gedenken
      August 27, 2011 at 10:16 am

      Lieber GJM,

      etwas an deinem Konzept finde ich durchaus interessant: Einen Mann in eine bestimmte Verkleidung schlüpfen lassen, die sich vielfältig einsetzen lässt. Auch das, was du Fan-Artikel nennst, ist im Sinne von Polit-Marketing vielversprechend. Ich mache nach wie vor aber meine Vorbehalte gegenüber dem Braunbären geltend – aus besagten Gründen, die ich gestern unter 7: 46 p. m. dargelegt habe. Es würde mich interessieren, was du zu den detaillierten Einwänden sagst. Lass’ uns doch gemeinsam über Alternativen zum Braunbären nachdenken. Der Wolf kommt aus verschiedenen Gründen, unter anderem historischen, auch nicht in Frage, und Klapperstorch wäre vielleicht etwas albern. Andererseits würde der Klapperstorch die Humorschiene besetzen, eben weil er leicht albern wirkt. Und gleichzeitig würde er auf das Geburtendefizit ethnischer Deutscher hinweisen. Möglicherweise ist der Storch aber genausowenig der Weisheit letzter Schluss.

      Wie Edward de Bono, Kreativitätspapst der 70er Jahre, übrigens einmal sagte:: Kreativ sein, heißt, sich auf einer bestimmten Stufe der Ideenfindung irren zu dürfen. Man solle Ideen dann nur weiter spinnen – in eine Richtung, die unter Abwägung verschiedenster Kriterien optimal erfolgversprechend ist. Wahrscheinlich sind wir beide mit den Tier-Symbol-Ideen noch auf der Stufe des Irrens. Aber, man kann die Sache doch weiter spinnen.

      Ich habe mir aufgrund deiner Würdigung der Personalie Holger Apfel einmal den Wikipedia-Eintrag dazu angeschaut. Wenn ich da lese, er habe die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes in den 1930ern durch die SPD als peinlich bezeichnet und Migranten als Wohlstandsneger charakterisiert, dann kann man mit ihm wahrscheinlich auch nicht “viel Staat” machen – ein geflügeltes Wort, das hier exakt passt. Zumindest erscheint er mir dann auch nicht besonders Demokratie-kompatibel, da Demokratie auch mit einem Gespür für Worte zu tun hat – siehe “Wohlstandsneger”. Dann noch den Braun(!)-Bären dazu (selbst, wenn er verniedlichend “Brauni” heißen würde) – na, prost Mahlzeit…!

      Was ich heute Nacht, (9: 19) dann noch im Hinblick auf systemisches – vernetzendes – Denken gesagt habe, geht auch in die Richtung. Wenn eine rechte Gruppierung einen unglücklichen oder zweifelhaften Auftritt wählt, betrifft es in der Image-Bildung ein Stück immer mit die gesamte Rechte. Würden wir Entwicklungen haben, in denen führende NPD-Leute einmal mehr darüber nachdächten, was sie reden, hätte dies einen positiven systemischen Einfluss auf das Denken in der Gesellschaft. Würde dann meinetwegen noch ein vergleichsweise rechter Politiker sich in der CDU (und womöglich parallel auch einer in der FDP) profilieren können, würde dies einen anderen Zeitgeist unterstützen, innerhalb dessen patriotisches und identitäres Gedankengut an gesellschftlicher Akzeptanz gewänne. Einfach, weil in der Summe von Änderung im Auftreten explizit Naitonaler und einem leichten Nach-Rechtsrücken bürgerlicher Altparteien ein anderes gedankliches Klima begünstigt würde – was dabei entstünde wäre im Zusammenwirken der Faktoren eine qaulitative Veränderung. Wenn man sich das vergegenwärtigt, dann kann jeder von uns zu einer Zeitgeistveränderung beitragen. Dazu gehört für mich, weniger Provokation und mehr Dialog mit Andersdenkenden, kompatibler für die breite Masse werden, auch für die Leute, die Petrus Urinus Minor sehr treffend den “Rotweingürtel” in unserer Gesellschaft nennt.

      • Sympathie träger
        August 27, 2011 at 10:28 am

        Immer rutscht der Monarchist, der alte Bedenkenträger dazwischen.
        Mein folgender Beitrag von 10:20 bezieht sich uneingeschränkt wohlwollend auf GJM´s “Brauni”.

      • Kaisers Gedenken
        August 27, 2011 at 11:30 am

        @ Sympathieträger

        Finde ich gut, dass du wieder dabei bist. Das belebst die Debatte. So haben wir zwei Leute, die Brauni toll finden und bislang zwei, die Bedenkenträger sind. Tut mir leid, dass ich dazwischen gerutscht bin.

        Wäre nett, wenn du noch mal inhaltlich auf meine Einwände von 7: 47 eingehen magst – muss ja nicht in der epischen Breite sein, zu der ich neige.

      • Petrus Urinus Minor
        August 27, 2011 at 11:50 am

        “Dazu gehört für mich, weniger Provokation und mehr Dialog mit Andersdenkenden, kompatibler für die breite Masse werden, auch für die Leute, die Petrus Urinus Minor sehr treffend den “Rotweingürtel” in unserer Gesellschaft nennt.”

        Sie haben mich gründlich missverstanden. Ich dachte, ich hätte meine Verachtung gegenüber den “Rotweingürtelbewohnern” genügend zum Ausdruck gebracht.

        Also nocheinmal:

        Die Rotweingürtelbewohner sind die heute herrschende Klasse, bzw. das sie stützende Vieh.

        Ein Diskurs ist mit diesen nicht möglich, warum sollten sie sich auch auf einen solchen einlassen.

        Provokation ist darum sehr wohl angeraten.

        Erstens um Aufmerksamkeit zu erlangen.Der Diskurs muss an unsere Existenz überhaupt wieder gewöhnt werden. Bad news are – news!

        Zweitens um Rache zu haben – aus der Depression herauszukommen. Dies geht bis zum “Terrorismus der Kloputzfrau”. In einem Burokratenstaat gibt es so unendlich viele legale Maßnahmen (und Einsatz/Nutzen/Strafmaß- abgewogene halblegale) die den Migranten wie den Systemschergen in den Herzkasper treiben können.

        Melde den Döner um die Ecke beim Gesundheitsamt! Blockiere jedes kommunale Vorhaben! Belästige Lehrer, Journalisten und Volksverträter, wo es nur geht! Cohn Bendit ist ein Kinderschänder: Sag es laut!

        Dennoch wird diese besitzede, d.h. herrschende Klasse in der Krise am lautesten nach Ordnung schreien. Ich will sie nutzen – mehr nicht. Sie sind mir nicht sympathisch, ich will gar nicht mit ihnen diskutieren – im Gegenteil: ich verachte sie!

        Dennoch werden sie ihren Nutzen haben.

      • Kaisers Gedenken
        August 27, 2011 at 12:23 pm

        @ Petrus Urinus Minor

        Ich habe lediglich Sie zitierend eine bestimmte Gesellschaftsschicht umschrieben. Dabei war es nicht meine Absicht, Ihnen zu unterstellen, dass Sie den Personenkreis wertschätzen, der zu besagtem “Rotweingürtel” gehört. Ich finde Ihren Ausdruck einfach nur sehr treffend. Persönlich meine ich schon, dass man diese Leute erreichen sollte, wenn man sich denn – wie ich und etliche andere im patriotischen Spektrum – weiter auf dem Boden der Demokratie bewegen will. Weil es dann dazu gehört, sich nicht in wohliger Verachtung und – verzeihen sie den Ausdruck – Selbstgerechtigkeit zu ergehen, sondern andere zu überzeugen.

        Nun verstehe ich Ihre zurück liegenden Ausführungen so, das der Weg der parlamentarischen Demokratie nicht Ihr Ding ist. Konzedieren Sie anderen aber bitte, die sich dafür etnschieden haben und dabei bleiben wollen, sich einen Kopf darum zu machen, wie man dabei am besten vorgeht.

        Gut bis mindestens nachdenkenswert finde ich Ihre Ideen-Aufzählung einer Vielzahl legaler Nadelstich-Aktionen, die gleichsam eine nachhaltige subcutane Wirkung erzielen könnten. Einfach deswegen, weil die andere Seite mit der Rechten nicht viel freundlicher umspringt, um es mal zurückhaltend zu formulieren.

        Gleichwohl sollte man im sprachlichen Bereich Provokation vermeiden, ebenso in der Wahl der politischen Symbole. Denn was für einen anderen Effekt hätte es – will man nicht die breite Masse und auch den Rotweingürtel erreichen – als die eigenen Kader (ich gebrauche hier mal den DDR-Ausdruck) zu bedienen. Kampfgeist haben die aber bestimmt schon genug – gerde diejenigen, die radikaler drauf sind.

      • Sympathie träger
        August 27, 2011 at 12:29 pm

        Jetzt schiebt sich auch noch der Petrus dazwischen.
        Warum kann sich in diesem Gespräch nicht jeder
        nacheinander zu Worte melden?
        In einem wörtlich geführten Gespräch wäre das die
        normalste Regel der Welt, um nicht durcheinander
        zu sabbeln.

      • Sympathie träger
        August 27, 2011 at 12:32 pm

        Und “Kaiser Wilhelm Memorial” auch noch mal.
        Erzählt mir nichts von “Gesprächskultur”.

      • Kaisers Gedenken
        August 27, 2011 at 12:47 pm

        @ Sympathieträger

        So, so…!

      • Sympathieträger
        August 27, 2011 at 1:08 pm

        Fehlt eigentlich nur noch das
        von-Bühlowsche: “Ach Was”.

      • Petrus Urinus Minor
        August 27, 2011 at 7:26 pm

        Lieber Gedenker S.K.M.

        Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Die Demokratie ist durchaus “mein Ding”. Trotz meines Pessimismus den Menschen betreffend bin ich nach wie vor fasziniert von den vielen ausgezeichneten Regelungen des GG, die ich jederzeit in eine echte Verfassung des deutschen Volkes übernommen sehen will.

        Nur bleibt für mich mehr als fraglich, ob man den jetzigen Zustand überhaupt als Demokratie bezeichnen kann. Insofern halte ich den Versuch der parlamentarischen Mitgestaltung für weniger aussichtsreich, vor allem aber andere Herangehensweisen für zielfühender.

        Den Versuch, mit dem Rotweingürtel ins Gespäch zu kommen, diesen einzubindet bzw. mitzunehmen halte ich für abwegig. Von der Machtfrage her gibt es für diese Personen überhaupt keinen Grund, sich daruf einzulassen, geschweige denn eine Bereitschaft angesichts der Staatsreligion der “BRD” für die Gott tot ist und Hitler als ewiger Satan lebt.

        Ausschließlich die Fakten, die Krise werden diese Leute “mitnehmen”. Darauf baue ich.

        Den Versuch, die parlamentarische Mitgestaltung ausgerechnet über die schlimmste aller Systemparteien, das sog. kleinere Übel zu versuchen, lehne ich in der Tat kategorisch ab.

    • Sympathie träger
      August 27, 2011 at 10:20 am

      Sowas kannste nicht hauptsächlich sprachlich hinkriegen, das mußt Du bildlich umsetzen, ähnlich wie die Werbung, die bringen erst ein ziemlich langen (und teuren) Werbefilm, dann wird der immer kürzer, bis nur noch ein Bild und ein Satz (z.B auf Plakaten) als Assoziation beim Verbrauchen ausreicht.

      Such Dir einen guten Zeichner (vielleicht bist ja auch selber einer), Bildergeschichten (haben wir früher zu “Comics” gesagt) kommen immer gut an, die Verbreitung ist heute nicht mehr das Problem. Die Motivwahl find ich auch i.O., die Russen lieben ihren russischen Bären als Sinnbild für Größe, Stärke und Güte, und ich bin mit “Bummi” groß geworden.

      Mach was aus Deiner Idee.

  27. GJM
    August 27, 2011 at 9:36 am

    Lieber “Kaisers Gedenken”,

    neben den VS-Spitzeln und “Ewiggestrigen”, gibt es besonders in der “demokratischen Rechten” ein kaum angesprochenes Problem: Die alten Kämpfer!

    Menschen die seit Jahrzehnten das Versagen ihrer Partei mitgestalten und sich tapfer vor dem Altenteil drücken. Versager die nichts besseres zu tun haben als sich jungen Leuten mit frischen Ideen in den Weg zu stellen, sie auszubremsen und schließlich herrauszuekeln. Denen geht es scheinbar nur noch darum, durch Verhindern des Erfolges anderer, die schwere Last des eigenen Versagens zu schmälern. Zu den REPs möchte ich Dir die Namen Toni Fiedler, Heiko Trenkle und Toralf Grau nennen, die können es Dir auch alle bezeugen, falls Dir mein Wort nicht genügt. Jetzt weißt Du auch warum die REPs im Gegensatz zur NPD keinen Jugendverband vorweisen können. Gehe einfach mal auf rep.de und klicke auf “REP-Jugend”.😉

    • Kaisers Gedenken
      August 27, 2011 at 10:22 am

      Lieber GJM,

      recht vielen Dank für diesen Hinweis. “Dein Wort” hat mir schon zu denken gegeben, wie du meinen Ausführungen entnehmen kannst. Wenn du mir – wie jetzt – weitere Hinweise gibst, finde ich dies ausgesprochen hilfreich für die Klärung meines politischen Weltbildes in Bezug auf die Reps. Mit dem, was du zu “alten Kämpern” sagst, kann ich was anfangen, wobei ich das nicht auf das biologische Alter beziehe, du, denke ich, auch nicht. Es geht um die Innovationsfähigkeit in jedem Alter. Und in der Hinsicht gibt es auch allzu viele junge “alte Kämpfer”. Schaue dir bitte einmal meinen letzten Eintrag an. Mich interessiert,was du dazu meinst und sagst.

  28. GJM
    August 27, 2011 at 12:11 pm

    Lieber “Kaisers Gedenken”,

    nach meiner Replik betrachtete ich Deine Einwände von gestern eigentlich als hinfällig.

    “Brauni” ist kein Witz sondern eine Parodie, die sich im Rahmen ihrer Präsentation als “reale” Persönlichkeit mit Hintergrundgeschichte dem Betrachter vorstellt, also erklärt. Da es sich um einen Mann, in einem Kostüm handelt, ist der Erfolg im Wesentlichen von diesem Mann abhängig und nicht vom Verhalten der Masse der NPD-Mitglieder. Als eigene Persönlichkeit könnte “Brauni” dann auch als parteiinterner Gegner der Klischeefiguren auftreten, die leider keine Parodie sind.

    Den Stroch gibt es als “Storch Heinar” schon. Den Bären betrachte ich als die beste Wahl. Er kann brummig sein und wirkt trotzdem sympathisch. Den Namen “Brauni” und die Bezeichnung als “Nationalen Braunbären” können wir aber gerne überdenken.

    Für die grafische Umsetzung der Comics bin ich leider gänzlich ungeeignet. Schon meine Handschrift ist auf Grundschulniveau hängengeblieben. (Vielleicht ein neurologisches Problem?) Nun ist es aber auch nicht so, als hätte die NPD keine Leute für sowas. “Enten gegen Hühner” von den JN war doch auch prima gezeichnet.

    Was Holger Apfel angeht, so ist er die derzeit beste Wahl. Er gehört zwar zu jenen die Kreide fressen müssen, hat dies aber erkannt und macht es auch in ausreichendem Maße. Ein Pastörs wird das wohl nicht mehr schaffen. Außerdem darfst Du nicht vergessen, daß es genug Menschen gibt die verbale Provokationen durchaus positiv bewerten. Du glaubst garnicht was die Leute einem alles so sagen, wenn sie glauben man wäre der böse Nazi mit dem man offen reden kann, ohne für seine Worte verurteilt zu werden. Wenn sie sich sicher fühlen, zeigen viele ihr wahres Gesicht und das ist oft nicht schöner als bei denen, die es in der NPD offen zeigen. Nur will das wieder keiner wahrhaben.

    An der Provokation werden wir nicht vorbeikommen. Warum auch? Schließlich macht sie doch viel Spaß. Wichtig ist nur gegen wen die Aussagen gerichtet sind. Bei Ausländern und Juden hat man sachlich zu bleiben, bei Zecken kann man ruhig lospöbeln. Wenn man zu sehr auf ordentliches, gar biederes Auftreten setzt, wird man am Ende nicht viel erreichen außer das man die Jugend vergrault.

    Der von Dir angemahnte Dialog mit Andersdenkenden scheitert im Übrigen doch auch nicht an uns, oder?

    • Kaisers Gedenken
      August 27, 2011 at 12:38 pm

      Ich freue mich über deinen Diskussionsstil. Weil schlicht und einfach deine Art zu argumentieren, positiv bei mir ankommen, will ich gerne drüber nachdenken, was du zu “Brauni” sagst. Möglich, dass ich manchmal etwas bieder denke. Ich will auch nicht der Bedenkenträger “vom Amt” sein. Schließlich ist es so: Wenn beispielsweise die NPD einen “Brauni” haben will, ist das nicht zwingend meine Angelegenheit – auch, wenn ich vorhin und heute Nacht äußerte, alle hängen mit allen und allem auf einer Meta-Ebene zusammen. Aber, in der Demokratie habe ich auch die Willensbildung der anderen zu respektieren.

      Ich würde mich freuen, wenn du mir noch ein paar Anhaltspunkte geben magst, inwiefern Holger Apfel bereit ist, “Kreide zu fressen”. Nicht, weil ich dir nicht glaube, sondern, weil ich gerne mein eigenes Wissen auffülle und du da in mancher Hinsicht (siehe Reps) eine ganz geeignete Quelle zu sein scheinst.

  29. Sympathie träger
    August 27, 2011 at 12:19 pm

    @ Des letzten Monarchen gedenkenden Teilnehmers

    Wenn ich loslegen würde, gäbe es gar kein Halten mehr,
    jede mögliche epische Breite wäre eine Schmalspurbahn,
    um in dem Bilde zu bleiben.

    Bei fast allen Diskussionsteilnehmern konnte ich ungefähr auf ihr Alter schließen und habe versucht, das zu berücksichtigen, bei Dir ist mir das nicht gelungen.

    Ich will mal so sagen: Du sprengst den Rahmen für schriftliche Auseinandersetzungen und solltest deshalb einen Gesprächskreis in Deiner Nähe / Umgebung aufbauen und dann die “Quint Essenz” (nicht den fünften Aufguß) in einem Forum abbilden. Das brächte dem Leser mehr und konkreteren Aufschluß. “Ferndiagnostisch” würde ich feststellen, Du hast keine (eigene) Familie, das solltest Du, wenn Du (noch) die Zeit dazu hast, unbedingt ändern, obwohl ich weiß, daß ich mir heute auch keine neue Familie mehr an die Backe helfen würde. Es hat alles seine Zeit. Aber als älterer Mann von knapp 60 kann ich Dir sagen, die eigene Familie ist nicht alles – aber ohne eigene Familie ist alles nichts.

    Das Parteienhickhack ala BRD ist Mumpitz und obwohl ich erst mit 30 Jahren “wahlberechtigt” wurde, konnte ich der “freien” bundesdeutschen “Wahl” nie etwas ordentliches abgewinnen. Ich will es mal so nett wie möglich formulieren: Wenn diese BRD nicht aus ökonomischen Gründen untergeht, wird sie Land und Leute weiterhin verderben.

    Die BRD ist die Mißgeburt der Deutschen Geschichte
    und
    Deutschland hat keinen größeren Feind als die BRD.

  30. Kaisers Gedenken
    August 27, 2011 at 12:44 pm

    @ Sympathieträger

    “Ich will mal so sagen: Du sprengst den Rahmen für schriftliche Auseinandersetzungen und solltest deshalb einen Gesprächskreis in Deiner Nähe / Umgebung aufbauen und dann die “Quint Essenz” (nicht den fünften Aufguß) in einem Forum abbilden. Das brächte dem Leser mehr und konkreteren Aufschluß.”

    Nein, wirklich…?

    • Sympathieträger
      August 27, 2011 at 1:00 pm

      Du hast keinen Grund, jetzt eingeschnappt zu sein, auch ich suche nach einem Weg für uns alle, wie Du es tust, darum schreibe ich Dir.

      • Kaisers Gedenken
        August 27, 2011 at 1:15 pm

        Bin nicht eingeschnappt, mich irritiert nur deine Wortwahl mir gegenüber, und das nicht das erste Mal. Ich bin es im übrigen gewohnt, zu reagieren, wenn jemand sozusagen sprachlich in meinem “Vorgarten” rumstapft. Von mir aus habe ich dir gegenüber jedenfallls noch nicht den ersten Schritt in solcher Hinsicht unternommen. Aus meiner Sicht fängst du immer wieder an, in meiner Richtung persönlich zu werden, und sei es duch Seitenhiebe in einem Nebensatz fast unauffällig platziert.

        Da gefällt mir jetzt der offene Schlagabtausch mit dir schon besser. Da weiß ich wenigstens, woran ich binl.

      • Sympathie träger
        August 27, 2011 at 3:13 pm

        Erst hatte ich eine Mutter und zwei Schwestern dann eine Frau und zwei Töchter (außer meine Frau leben alle fröhlich ihr Leben). Ich habe allerdings meine Schwierigkeiten mit mädchenhaftem Verhalten (mimosenhaft, zickig, eingeschnappt).
        Wieso komme ich jetzt gerade auf das Thema? Wer weiß?

      • Kaisers Gedenken
        August 27, 2011 at 4:29 pm

        Na, was glaubst du wohl,, was für merkwürdige Zufälle es heute gibt. Da, hatte ich doch vorhin just den selben Gedanken. Nämlich, dass es Leute gibt, die auf zickige Weise die Auseinandersetzung suchen, nicht gleich direkt und frontal, sondern erst einmal mit spitzen Bemerkungen. Und wenn man sie dann drauf anspricht: “Was… ich habe jemand angegriffen. Wir kommst du denn darauf, also wirklich….” Von einem ganz bestimmten Typus von Frau kenne ich das. Aber, mit derlei Mädels habe ich durchaus
        umzugehen gelernt, ist nur immer wieder eine neue Herausforderung.

      • Kaisers Gedenken
        August 27, 2011 at 4:51 pm

        Weil’ s grad so launig ist, drüber zu sinnieren: Da fehlt nur noch der entrüstete Augenaufschlag, der bestimmten Damen – sei es auf beruflicher Ebene, im Bekanntenkreis oder wo auch immer – so gut gelingt. Und wie komme ich denn wohl auf dieses Thema gleich wieder….?

  31. Kaisers Gedenken
    August 27, 2011 at 3:01 pm

    Habt ihr die neuesten Nachrichten zu EU-Plänen schon gelesen:

    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5d4583b20dd.0.html

    • Kaisers Gedenken
      August 27, 2011 at 8:07 pm

      Wie bewertest du denn das, was da die EU-Kommission vorhat. Bist du schon dazu gekommen, den Beitrag zu lesen, der auf JF zu lesen ist (siehe 3:01).

  32. Sympathie träger
    August 27, 2011 at 7:39 pm

    Das ist mir hier alles viel zu ausgefranst, der Niekisch hat sich verdrückt und unser Feudalismus-Fän macht einen entrüsteten Augenaufschlag auf beruflicher Ebene.

    • Kaisers Gedenken
      August 27, 2011 at 8:09 pm

      Irgendwie verrutscht, daher noch einmal: Wie bewertest du denn das, was da die EU-Kommission vorhat. Bist du schon dazu gekommen, den Beitrag zu lesen, der auf JF zu lesen ist (siehe 3:01).

    • Kaisers Gedenken
      August 28, 2011 at 7:18 am

      Vielen Dank für den Hinweis! Der Beitrag der JF zeigt, dass die Rückbesinnung auf die Zeit vor der Urkatastrophe des ersten Weltkriegs dem Zeitgeist entspricht. Das Gedenken an den letzten deutschen Monarchen, der ja ausgesprochen sozial orientiert war und sich deswegen aus Anlass von Arbeitskämpfen auch mit Bismark anlegte, bedeutet für mich unter anderem, auf das Unrecht von Versailles hinzuweisen. Die dort diktierten Bedinungen der Alliierten waren ja der Boden, auf dem überhaupt erst die späteren Verwerfungen in der deutschen und auch europäischen Geschichte zustande kamen. Und von Seiten der Tripel-Allianz, die am Anfang stand, war der erste Weltkrieg nach Auffassung etwa von F. W. Endahl und anderen von langer Hand vorbereitet worden. E. R. Carmin deutet ja an, das Ziel der betreibenden Geheimgesellschaften im Hintergrund sei bereits vor 1914 die Bildung der späteren EU gewesen, deren Abmachungen wir die heutigen völlig überdimensionierten Migrantenströme zu einem Großteil verdanken. Man will eben die Nationalgesellschaften auflösen – siehe das Vorhaben von Justizkommisarin Reding (mein Hinweis dazu von 8: 07).

  33. Sympathie träger
    August 28, 2011 at 1:10 pm

    Dazu müßte man wissen, wer Viviane ist, wozu es die “EU” gibt, weiß man schon lange.
    Was mich seit “ewigen Zeiten” viel mehr verwundert, ist, daß die europäischen Völker das erstrebenswert oder zumindest “nicht so schlimm” finden, denn da ist der häufig zu recht belächelte “Michel” durchaus nicht alleine.

    Den (meinen) JF-Link hab ich eigentlich zu Deiner Freude und als Zeichen meines Wohlwollens an Dich geschickt, denn wenn ich mit dem Feudalismus nichts am Hut habe und mit der “Demokratie” heutiger Prägung ebenfalls nichts Gutes verbinde, leuchtet mir die dort ausgeführte Argumentation tatsächlich ein.

    Uns beide unterscheidet doch nur,
    daß Du Dich eher mit dem Kaiser
    und ich mich eher mit Bismark
    identifizieren kann (gut 100 Jahre her).

    PS. Versailles (+ Folgen) hat nur der letzte deutsche Kaiser zu verantworten.

  34. Kaisers Gedenken
    August 28, 2011 at 3:10 pm

    Ich habe den Hinweis auch als Zeichen deines Wohlwollens verstanden. Aktuell sehe ich den JF-Artikel unter anderem als Gelegenheit, dir meine Verbundenheit mit Wilhelm II, verständlich zu machen. Er ist für mich ein Staatsmann, der wie kaum ein anderer von der offiziellen Geschichtsschreibung diffamiert wird. Auto F. Wiliam Engdahl hat zu den Absichten der Tripel-Allianz (von Frankreich, GB und Russland), die ja schon vor Kriegsausbruch geschmiedet worden war, einiges in seinem Buch “Mit der Öfwaffe zur Weltmacht” zusammen getragen, ebenso E. Rl Carmin in “Das Schwarze Reich”. Gerne füge ich dir einstweilen einen LInk bei, den ich recht interessant zur Entstehungsgeschichte des ersten Weltkriegs finde:

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-grandt/adolf-hitler-geboren-in-versailles-2-.html

    Vielleicht ergibt sich ja noch – sollte dich das Thema weiter interessieren – Gelegenheit, uns ein Stück weiter über Wilhelm II und Bismarck auszutauschen.

    Was den JF-Artikel und den Hinweis auf die Hochzeit betrifft, finde ich den symbolischen Akt, mit einem gewissen monarchischen Glanz in Potsdam zu heiraten, bedeutsam. Deswegen nämlich, weil ich der festen Überzeugung bin, dass Symbole und Rituale auf das Kollektivbewusstsein Einfluss nehmen. Sie haben einen ganz bestimmten Resonanzcharakter.

    Gruß

  35. August 28, 2011 at 3:25 pm

    Der Strang hier ist wirklich etwas aus dem Ruder gelaufen. Sowohl inhaltlich, als auch der Form nach. Es wäre schön, wenn persönliche Animositäten zugunsten einer konstruktiven Diskussion zurück gestellt werden könnten.

    Zu Niekeisch #72: Du hast Recht. Ich werde also mal ein paar Ideen zusammentragen.

    • Sympathie träger
      August 28, 2011 at 3:58 pm

      @ egdir

      “…wenn persönliche Animositäten zugunsten einer konstruktiven Diskussion zurück gestellt werden könnten.”
      Wir sind gerade dabei, d.h. ich bin gerade dabei, mich in einen (zugegeben) sehr fleißigen (!) Monarchisten hineinzudenken und dessen Vorlieben etwas abzugewinnen.

      Der Bloggerist niekisch hat seinen Posten, also seinen Blog und uns verlassen, darum franst hier alles etwas aus, in seinem “Zu-Hause”.

      @ Monarchist

      Über den Ausbruch des “ersten Weltkrieges” müssen wir uns längst nicht mehr streiten, das war kein Europäischer Völkerkrieg, das war ein “Familienstreit” der / des sogenannten (wie man heute sagt) “europäischen Hochadels”(sippschaft), geblutet haben die “Untertanen”. Wir hätten heute nicht, was wir haben, ohne diesen verkrüppelten, degenerierten Kaiser.

    • August 28, 2011 at 6:21 pm

      Schon jetzt meinen Dank, egdir.

  36. Kaisers Gedenken
    August 28, 2011 at 5:15 pm

    Guter Sympathieträger, ich freue mich, dass wir unser persönliches Kriegsbeil begraben haben – auch im Interesse der gemeinsamen Sache

    Damit ich auch einen Beitrag leisten kann, dass du den letzten Kaiser nicht einfach nur – wie geschrieben – als “verkrüppelten, degenerierten Kaiser” bestrachtest, meine Frage: Hast du denn mal Michael Grands Artikel aus seiner Serie gelesen, der unter dem letzten von mir empfohlenen Link aufgerufen werden kann? Ich finde, das sagt schon einiges über die sogenannte Kriegsschuld Wilhelms aus. In meinen nächsten Wortmeldungen will ich euch auch nicht weiter mit “meinem Kaiser” behelligen – schon damit das eigentliche “Aufsatz-Thema” nicht verfehlt wird. Übrigens: Niekisch hat uns m. E. bestimmt nicht ohne triftigen Grund erst einmal alleine werkeln lassen. Vielleicht gibt es im Moment einen familiären oder anderen Anlass – werden wir ja hören.

    Ich möchte an dieser Stelle zu Wilhelm nur noch zwei Zitate aus der Wikipedia bringen, die ein – wie ich meine – sehr positives Licht auf Wilhelms soziale Einstellung werfen:

    “Bei alledem forderte Kaiser Wilhelm II. noch während Bismarcks Kanzlerschaft am 178. Geburtstag Friedrichs des Großen in einer Proklamation an sein Volk, mit der Devise: « Je veux être un roi des gueux » (frz.; zu dt.: „Ich will ein König der Bettler sein“) das Verbot der Sonntagsarbeit, der Nachtarbeit für Frauen und Kinder, der Frauenarbeit während der letzten Schwangerschaftsmonate sowie die Einschränkung der Arbeit von Kindern unter vierzehn Jahren. Außerdem forderte er bei dem zur Erneuerung anstehenden „Gesetz wider die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ („Sozialistengesetz“) die Streichung des Paragraphen, der es der Landespolizeibehörde erlaubte, Verurteilten den Aufenthalt in bestimmten Bezirken und Ortschaften zu versagen. Bismarck kommentierte dies als „Humanitätsduselei“ und verweigerte sich dem in seinen Forderungen durch den Reichstag unterstützten Kaiser.”

    Und noch ein Zitat aus Wikipedia:

    „Die Unternehmer und Aktionäre müßten nachgeben, die Arbeiter seien seine Untertanen, für die er zu sorgen habe; wollten die industriellen Millionäre ihm nicht zu Willen sein, so würde er seine Truppen zurückziehen; wenn dann die Villen der reichen Besitzer und Direktoren in Brand gesteckt, ihre Gärten zertreten würden, so würden sie schon klein werden“

    – Wilhelm II. laut Otto von Bismarck, als er sich weigerte, Soldaten zur Niederschlagung eines Streiks im Ruhrgebiet zu schicken.

  37. August 28, 2011 at 5:15 pm

    “Das ist mir hier alles viel zu ausgefranst, der Niekisch hat sich verdrückt”

    Nein Sympathierträger, ich war bloß ein wenig auf “Dienstreise”, allerdings ohne Verdienst:-) Jetzt bin ich wieder da.

    Soweit durch meine zeitweise Abwesenheit der Strang etwas wie Gletschereis in der Sonne des Klimawandels zerflossen ist, so bitte ich herzlich um Entschuldigung. Ein ganz klein wenig mag es aber auch am weitgespannten Thema des Stranges liegen, was aber auch in meine Verantwortung fällt.

  38. Kaisers Gedenken
    August 30, 2011 at 10:05 pm

    Da sich auf dem Diskussionsstrang nicht mehr viel bewegt, möchte ich noch so etwas wie ein paar Schlussbemerkungen beitragen. Mir ist der Gedanke gekommen, dass manche während der Debatte scheinbar nicht miteinander in Zusammenhang stehenden Inhalte doch eine bisher wenig diskutierte Verbindung haben.

    Was ich meine ist folgendes: Es hat sich im deutschen Kollektivbewusstsein offenbar nicht nur ein Schuldgefühl bezüglich des zweiten Weltkriegs eingebrannt (auch hier wird man aus kritischer Perspektive auf jeden Fall zu Relativierungen kommen können – siehe etwa Schulze-Rhonhof: “Der Krieg, der viele Väter hatte”.) Die Indoktrination von verschiedenen Seiten hat darüber hinaus auch insofern ihre Spur hinterlassen, als der deutschen Poltik vor dem ersten Weltkrieg gleichsam die Hauptschuld an dieser europäischen Urkatastrophe zugeschrieben wird – wie mir scheint, von einem nicht eben geringen Teil der Bevölkerung, gelegentlich sogar von national denkenden Menschen. Verschiedene Autoren, die ich zum Teil schon erwähnt habe, kommen zu einem völlig gegenteiligen Bild. Durch ein uns über einen nicht objektiven Geschichtsunterricht eingeimpftes Schuldbild Deutschlands auch für den ersten Weltkrieg, haben wir kollektiv den Zugang zu unseren geschichtlichen Wurzeln verloren. Daraus resultiert, dass ein nahezu traditionsloses Vakuum in sozialpsychologischen Prozessen durch einwandernde Ethnien besetzt werden kann, die sich überhaupt nicht damit schwertun, eine Beziehung zu ihrem Ursprungskulturraum und auch zu ihren völkischen Wurzeln und seinen Traditionen aufrecht zu erhalten.

    Mit anderen Worten: Das Vakuum verlorener Traditionen wird aufgefüllt. Das Gesagte bildet im Groben jene Dynamik ab, die zu den äußeren ökonomischen und machtbedingten Faktoren auf einer inneren kollektivpsychologischen Ebene hinzukommen und die vielleicht sogar noch entscheidender sind. Daher wird es m. E. künftig wichtig werden, die Urwunde Deutschlands, die ich für die moderne Zeit mit dem Diktat von Versailles und eine nach 1945 in Ost- und Westdeutschland verfälschte Geschichtsschreibung dazu in Zusammenhang bringe, künftig durch eine gemeinsame Bewusstseinsanstrengung zu heilen. Das ist allerdings ein anderes Thema, das sich in diesem Diskussionsstrang nicht mehr gründlich behandeln ließe.

    Ich möchte nur noch zu dem Szenarienkatalog, den ich aus Zeitgründen jetzt nicht mehr bearbeiten werde (wäre die Resonanz darauf stärker gewesen, hätte ich mir die Zeit allerdings irgendwie noch genommen) hinzufügen, dass die Variantenauflistung um eine solche zu ergänzen ist, die sich auf den Einzug einer patriotischen politischen Kraft in den Reichstag in Berlin bezieht – in welcher Fraktionsstärke auch immer. Dies soll hiermit geschehen. Der Wahrscheinlichkeitsgehalt unter gegebenen BRD-Bedingungen kann hier allerdings nicht mehr geklärt werden. Es geht mir abschließend ganz einfach um Systematik und Komplettierung.

    Eine besonders ruhige Zeit wird unser Land in den nächsten Jahren wohl kaum zu erwarten haben – auch das sei der Vollständigkeit halber, denkt man an Szenarien, erwähnt. Je mehr wir aber gemeinsam zu den Wurzeln unsere Geschichte zurück finden, desto mehr Kraft wird das kollektive Lebensgefühl der Deutschen als Deutsche wieder finden.

    • August 31, 2011 at 9:05 am

      Lieber Kaisers Gedanken,

      gräme Dich bitte nicht, daß Dein Gastbeitrag hier nicht intensiver diskutiert wird. Ab einem gewissen Umfang und Schwierigkeitsgrad wird es auch auf Metapolitika schwierig, hart an der Sache arbeitende Mitstreiter zu finden. Ich merke das ja bei den eigenen Beiträgen. Es kommt sicher hinzu, daß das Thema sozusagen für den weit überwiegenden Teil der Leser “überholt” ist. Man denkt und handelt mittlerweile unabhängig von Regierungskoalitionen, deren Fortbestand oder Wechsel. Selbst wenn die BRD noch akzeptiert wird, dann werden die etablierten Parteien als Block oder System, jedenfalls als austauschbar angesehen. Wenn Du den neuen Artikel von Manfred Kleine – Hartlage in Sezession 43/2011, S. 16 ff. liest, dann wirst Du die Bestätigung für meine Ansicht finden: Selbst die Konservativen sprechen mittlerweile von System, Kartell, herrschender Ideologie usw. A l l e Mitglieder der antideutschen Front ziehen uns die Decke der Indoktrinierung, des Meinungsmuffs über den Kopf und wollen verhindern, daß wir darunter hervorkriechen. Diesen excellenten Aufsatz werden wir hier demnächst besprechen. Er knüpft an das, was Du als “kollektivpsychologische Ebene” bezeichnest. Insofern geht die hier gemachte Arbeit, für die ich Dir ausdrücklich danke, nicht verloren. Auch nicht besonders gut angenommene Beiträge helfen uns auf unserem Weg weiter, und wenn sie uns nur aufzeigen, was wir zurücklassen müssen, was wir mitnehmen sollten. Das große Thema der nächsten Zeit – so erfühle ich – wird von unserer Seite – wie Du richtigerweise betonst – das Auffinden von Heilungsmitteln sein, um die unserem Volk “auferlegte” Schuldpsychose und die Verwicklung in “das Böse” abzuarbeiten und in Gesundung zu verwandeln. Der Aufsatz von Manfred Kleine – Hartlage ist eine wunderbar treffende Anamnese des Kollektivpatienten deutsches Volk.

      • Kaisers Gedenken
        August 31, 2011 at 10:09 am

        Lieber Niekisch,

        ich bin sehr gespannt auf den Aufsatz, den ich unbedingt lesen werde – vielen Dank.

        Gerne weise ich noch darauf hin, dass ich mich keinesfalls gräme, wenn der Diskussionsstrang sozusagen ohne Begeisterungsstürme geblieben ist. Es fing ja auch um ein zu einer recht kontroversen Debattenlage herausforderndes Thema. Mir war es jetzt lediglich noch einmal Anliegen, einige Sätze zum Ausklang anzufügen. Zuvor ist mir bewusst geworden, wie interessant es sein kann, wenn der Schwerpunkt eines Ausgangsthemas sich im Laufe der Diskussion verschiebt. Mehr und mehr sind wir eigentlicht doch auf kollektivpsychologische Aspekte gekommen, eventuell auch, weil ich als Autor des Gastbeitrags mich innerlich bewegt fühlte, von Zeit zu Zeit Gedanken in der Hinsicht einzubringen.

        Weil ich es für gute Praxis halte, auch dann, wenn das Thema sich ganz woanders hin bewegt hat, den Bogen noch einmal – wenn auch nur andeutungsweise – auf die Ausgangsbetrachtung zurück zu führen, will ich auch jetzt noch einen entsprechenden Gedankengang einbringen. Dazu fiel mir gestern folgendes ein:

        Hat nicht auch die “Entkernung der Union”, also jener Pateienkonfiguration, die wohl in etwa dem entsprechen würde, was im Kaiserreich einerseits die Deutschkonservative Patei und andererseits später auch die katholiche Zentrumspartei war, damit zu tun, dass Deutschland einen so starken Traditionsverlust erlebt hat, einen nahezu totalen Bewusstseinsverlust für Geschichte und zwar insbesondere für jenen Teil der Geschichte vor 1918? Musste es nicht gerade dazu führen, dass die Union heute nur noch geisterhaft – fast wie ein irrlichternder Schatten – an das erinnert, wohin sie geschichtlich eigentlich eine Verbindung haben müsste, worin sie wurzeln könnte?

        Wie sich der Parlamentarismus bei uns weiter entwickeln wird, lässt sich jetzt nicht eindeutig beurteilen. Es lassen sich wohl auch nicht sinnvolle Prognosen darüber treffen, ob in den nächsten Jahren für einige Zeit die öffentlliche Ordnung zusammenbrechen könnte und anschließend übergangwseise eine autoritäre Regierungsform zu erwarten sein wird. Wohin sich die Dinge mittelfristig auch immer entwickeln, wird es aus meiner Sicht darauf ankommen, die besten Traditionen der 1848er Revolution mit jenen von Kaiserreich und Weimarer Republik als Bewusstseinspotential zu wecken. Wenn wir beginnen, uns insbesondere der Geschichte vor 1918 wieder positiv zu besinnen, wird dies eventuell bereits jetzt Resonanzen auf die bestehenden Parteien erzeugen, was hieße, dass sich der Zeitgeist verändern könnte – eine Wechselwirkung.

      • August 31, 2011 at 11:46 am

        Lieber Kaisers Gedenken,

        die Entwicklung der CDU beobachte ich seit 1965. Damals waren in der CDU Leute, die wahrscheinlich selbst von pro – NRW als zu rechts angesehen würde. Ich erinnere mich an Reden von Franz Josef Strauß und Alfred Dregger. Da war das nationale Element noch selbverständlicher Teil der CDU/CSU. Und sie war schon damals nahezu krampfhaft darauf bedacht, rechts von sich nichts hochkommen zu lassen, was in Bezug auf die Heimatvertriebenen schon ins Absurde abglitt.

        Die Union steht vor dem unlösbaren Dilemma, ohne nationales Element keine Volkspartei sein zu können, andererseits es verteufeln zu müssen, damit sich rechts von ihr keine legitime Rechtspartei etablieren kann. Sie hat sich spätestens mit der Forderung von der Leyens, Europa müsse zu Vereinigten Staaten wie die USA werden, entscheiden. Und zwar für Internationalismus, Globalismus, Vernichtung des deutschen Nationalstaates grundgesetzlicher Prägung. Da gibt es kein Zurück mehr!

        Ich esse jetzt kurz zu Mittag, dann kommt der Rest.

      • Sympathie träger
        August 31, 2011 at 12:05 pm

        Naja, auch ich habe noch die Reden von Strauß, Dregger und Ko gehört und schon damals konnte man unschwer erkennen, daß die CDU/CSU die offene Deutsche Frage immermehr nach Westen verschob, weg von einer Wieder- vereinigung in freier Selbstbestimmung hin zu einem Anschluß der DDR und Aufgabe Ostdeutschlands.

        Ursula v.d.L. ist nun wirklich Nicht (mehr)
        die “Ur-Sünde” der BRD – Politchristen.

      • August 31, 2011 at 4:14 pm

        Die Ursünde ist sie nicht, Sympathieträger, aber sie begeht die Ursünde. Es mir nämlich nicht bekannt, daß ein anderes Regierungsmitglied vor ihr oder neben ihr so explizit die Auflösung Deutschlands verlangt hat oder verlangt.

      • Kaisers Gedenken
        August 31, 2011 at 2:40 pm

        Die Äußerungen einer Frau Von der L. mit ihrer illuminierten Missachtung deutscher Interessen hat eventuell schon den Symbolgehalt einer untergehenden politischen Klasse insgesamt wie auch einer orientierungslos gewordenen Partei im Speziellen. Einen nicht unerheblichen Teil dieser Desorientierung führe ich auf auf Deutschlands Geschichts- und Traditonslosikeit, das Vakuum an Übereugungen und tradierter Symbolik zurück. Oder besser gesagt: Wir haben in der Gegenwart eine tiefgreifende Amnesie bezüglich deutscher Tradition und Geschichte.

        Ich bin in der Wikipedia auf der Suche nach einer ungefähren Parteivorgängerschaft bezüglich der CDU im Kaiserreich auf etwas iInteressantes gestoßen. Nämlich, dass es schon sehr früh eine “Deutsche Reichspartei” gegeben hatte. Von Thadden knüpfte zu seiner Vor-NPD-Zeit also an eine geschichtliche Tradition an, die mir recht interessant erscheint – selbst, wenn heute kaum noch jemand darüber spricht. Die Beschäftigung mit solchen Modellen – mit jenem der seinerzeitigen DRP etwa:: die Wiederherstellung des Bismarck-Reichees – könnte künftig resonanzbildend werden, das heißt, in gesellschaftliche Prozesse durchaus anregend hinein wirken.

      • August 31, 2011 at 4:26 pm

        Darf ich Kaisers Gedenken, noch die auf den Macy-Konferenzen beschlossene Charakteränderung der Deutschen und die kollektiven Traumata aus 2 Weltkriegen sowie die in dem Aufsatz von Herrn Kleine – Hartlage erwähnten Machenschaften des Systems in psychologischer Hinsicht anführen? Ich muß im September des öfteren weg, lieber Kaisers Gedenken. Hast Du Lust, den Aufsatz zusammenzufassen und als Gastbeitrag zur Debatte einzustellen? Ich werde in den nächsten Wochen wenig Zeit haben. Wir rühren hier an d a s Kernthema der kommenden Zeit. Gerne gebe ich Dir die Gelegenheit. Das in dem Aufsatz beschriebene geistige Machtgefüge der antideutschen Front und die psychische Befindlchkeit der Deutschen sollten besonders hervorgehoben werden. Ist das was für Dich? Ich suche für die Debatte schon mal nach den Heilungsmöglichkeiten. Mit diesem Thema marschieren wir an die Spitze des jetzt Notwendigen.

      • Kaisers Gedenken
        August 31, 2011 at 5:16 pm

        Lieber Niekisch,

        im preußischen Sinne hast du mir gerade so etwas wie einen “Gestellungsbefehl” übergeben. Ich nehme mir also gerne die Zeit, auch wenn es bei mir etwas eng werden wird. Loslegen kann ich aber nicht vor circa Mitte, eher Ende der ersten Septemberwoche. Falls du dann schon nicht mehr vor Ort sein solltest, kann jemand anders mit Administratorberechtigung – etwa VoxPopuli – den Beitrag “auf Sendung” bringen? Oder wird dir das von unterwegs aus möglich sein, wenn ich dir den zusammen gefassten Aufsatz mit Begleittext zu maile?

        Habe ich richtig verstanden, dass du zum Thema noch weitere vorbereitende Materialien hast – magst du mir die vorab zustellen?

        Herzlichen Gruß

      • August 31, 2011 at 8:38 pm

        Lieber Monarchist,

        ich antworte an Deine Mail – adresse. Vielen Dank schon mal für Deine freundliche Bereitschaft.

        Besten Gruß!

        niekisch

  39. Sympathie träger
    August 31, 2011 at 5:41 pm

    “…vor ihr oder neben ihr so explizit die Auflösung Deutschlands verlangt hat oder verlangt.”

    Dem elenden Rheinbundseparatisten wird der Satz zugeschrieben:
    “Lieber das halbe Deutschland ganz als das ganze Deutschland halb. Dem Pfälzer Saumagen war es ein erklärtes Anliegen, keinen Friedensvertrag
    für Deutschland abzuschließen und statt dessen “2+4” zu konstruieren.

    Diese beiden waren BRD-Kanzler, Ulla v.d.L. setzt das nur konsequent fort.

    • Sympathie träger
      September 2, 2011 at 12:24 am

      Ich habe schon vor langer Zeit gelernt, daß es “Adenauer – Fäns”
      gibt, die keine “Kohl – Fäns” sind. Sollte ich bei einem von den
      Bundeskanzlern Dein Gefühl beeiträchtigt haben, ist das schade,
      allerdings ist meine Aussage richtig und meine Haltung ebenfalls.

      • Kaisers Gedenken
        September 2, 2011 at 12:49 pm

        Meinst du mich…? Ich bin weder Adenauer, noch Kohl-Fän. Allerdings war die Adenauer-CDU noch ein Partei mit vernünftigen Leuten, die m. E. im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten viel für das damalige Rest-Deutschland erreichte. Allerdings soll es ja die seinerzeitige Neutralitäts-Offerte Stalins für ein früh verinigtes Deutschland gegeben haben. Ob das besser gewesen wäre als die unter Adenauer begonnene West-Bindung der alten Bundesrepulik ist aus meiner Sicht immerhin diskussionswürdig. Jedoch kann ich die Faktenlage im Hinblick darauf zu zu wenig beurteilen, um derzeit eine eigene Position in dem Zusammenhang zu beziehen.

        Jedoch ist etwas Anderes im Rückblick auf die Adenauer-Zeit nicht ganz unerheblich. Der “Alte”, wie er in der Bonner Republik gerne genannt wurde, beabsichtigte immerhin ein Europa der Vaterländer, das er gemeinsam mit de Gaulle voranbringen wollte.

        F. Wiliam Engdahl hat heraus gearbeitet, wie dieses Vorhaben aber die USA dazu brachte ihre fünften Kolonnen in Bonn und Paris zu aktivieren. In der BRD führte das Bestreben Adenauers nach einem freien Europa dazu, dass er binnen Kurzem von Erhardt als Kanzler abgelöste wurde, und in Frankreich gingen Massen gegen de Gaulle wegen irgend einer aus dem Hut gezauberten Frage auf die Straße.

        Interessant ist auch die Tatsache, dass zur Adenauer-Zeit sehr viele Wirtschaftsbetriebe in staatlicher Hand gewesen sind, wie ich hörte sogar noch mehr als zu Zeiten des Nationalsozialimsus. Das finde ich insofern positiv, als es dem Staat zu der Zeit hierdurch möglich war, viel aktiver Strutkturpolitik zu betreiben als heute. Es gibt noch einiges,
        was sich an der Adenauer positiv bewerten lässt, ohne diese Phase notwendigerweise zu glorifizieren.

        Kohl dürfte hingegen ein “illuminierter Freumaurer” sein, der seine Politik entspreched ausrichtete. Von daher bin ich eher das Gegenteil von einem Kohl-Fän, zumal mir der Typ nie sympathisch war.

      • Sympathie träger
        September 2, 2011 at 1:44 pm

        Nöh, Dich hatte ich dabei gar nicht auf´m Schirm, bei aller pardon “schrägen Neigung” bist Du dazu nicht prädestiniert.
        Richtig ist, Stalin wollte ein neutrales Herz in Mitteleuropa schaffen mit Restdeutschland und Östereich als Kern.

        Klar ist, Verbündete an den eigenen Grenzen sind eine feine Sache, doch der sich abzeichnende Kalte Krieg machte eine neutrale Pufferzone für die Sowjetunion noch verlockender.

        Es ist überliefert, daß Stalin als Patriot sich gar nicht vorstellen konnte, daß die Deutschen (inkl. Östereich.) sich lieber teilen lassen, als gemeinsam entmilitarisiert und neutral zu leben.

        Pieck, Grotewohl und Ulbricht hätten gar nichts dagegen machen können, das hat einzig der alte Rheinbundsepartist Adenauer hintertrieben.

      • Sympathie träger
        September 2, 2011 at 8:02 pm

        PS. “Monarchist” hat mir wenn schon, dann besser gefallen.
        Genaugenommen hatte ich recht mit meiner Einschätzung, als Adenauerfän wärst Du vielleicht noch ein Kandidat gewesen, als Kohlfän nicht, wenn man Deine umfangreichen Beiträge mit etwas politischem Instinkt genau gelesen hat.

        Nur daß wir uns nicht wieder falsch verstehen, ich mag umfangreiche Beiträge gern lesen, wenn sie (ohne Schmalz) wie bei Dir lesenswert sind.

  40. Kaisers Gedenken
    September 3, 2011 at 9:29 am

    Ob man Adenauer seitens der Westmächte in Richtung Neutralität und Wiedervereinigung hätte machen lassen, ist allerdings die Frage. Stalin starb noch bevor der Besatzungsstatus in der alten Bundesrepublik 1955 aufgehoben wurde und diese teilweise Souveränität erhielt. Seit 1950 nahm in den USA der Antikommunismus stark zu (dortige “Gesetzgebung gegen kommunistische Umtriebe”), und die Phase des Kalten Krieges dürfte etwa um diese Zeit herum begonnen haben. Es war auch das Jahr, in dem der Korea-Krieg begonnen hatte.

    Noch heute soll es ja die geheime “Kanzlerakte” geben, wie der ehemalige Chef des Militärischen Abschirmdienstes der BRD, Generalmajor a. D. Gerd-Helmut Komossa behauptet. Danach müsse jeder Bundeskanzler in den USA antanzen und sich verpflichten, keine Politik zu betreiben, die den Interessen der Amerikaner entgegen läuft. Zwar ist sich Komossa heute (öffentlich) nicht mehr sicher, ob ein bestimmter Brief, der angeblich auf das Bestehen einer solchen Kanzlerakte hinweist, ein echtes Dokument ist. Aber es bestehen andere Anhaltspunkte, die einen entsprechenden Sachverhalt einigermaßen plausibel erscheinen lassen. So erwähnt Egon Bahr als damals enger Vertrauter des sozialdemokratischen Bundeskanzlers Willy Brandt, dass dieser sich enorm aufgeregt haben soll, als ihm nahegelegt wurde, Order von den Amerikanern entgegen zu nehmen. Scheinbar hat sich ab einem nicht näher zu definierenden Zeitpunkt der eine Kanzler mehr, der andere weniger an US-Vorgaben gehalten (siehe Schröder zur Irak-Politik). In einer sehr frühen Phase der BRD wäre aber wohl eindeutig nichts ohne klare Einwilligung Washingtons gegangen. Wenn man dann den Kalten Krieg ab 1950 einkalkuliert (Bestehen der BRD ab 1949) dürfte zeitlich und realpolitisch wenig Spielraum für die Annahme von Neutralitätsangeboten bestanden haben. Es wäre recht interessant, wie die USA und die anderen westlichen Besatzungsmächte in einer möglicherweise sehr frühen Phase (das müsste dann 1949 gewesen sein) zu solchen Überlegungen gestanden haben.

    Bezieht man diese Hintergründe im übrigen in die Überlegungen zur heutigen Situation mit ein, ist es naheliegend, dass bis in die Gegenwart an etlichen Stellschrauben der BRD-Politik direkt in Washington gedreht wird. Und das würde auch ein Licht auf unsere Parteienlandschaft werfen. Es erklärt möglicherweise ein Stück weit, warum rechts der Union bislang nichts wirklich zustandekommt und warum wir immer wieder Politiker haben, die unseren nationalen Interessen im entscheidenden Moment zuwider handeln.

    • September 3, 2011 at 7:11 pm

      “ein Licht auf unsere Parteienlandschaft werfen. Es erklärt möglicherweise ein Stück weit, warum rechts der Union bislang nichts wirklich zustandekommt und warum wir immer wieder Politiker haben, die unseren nationalen Interessen im entscheidenden Moment zuwider handeln.”

      mit Sicherheit hält die Ostküste ( USA ) bis heute ihre Hand drauf..

  41. Sympathie träger
    September 3, 2011 at 11:16 am

    Klares Ja zu dem, was Du schreibst, ich meine aber das mental verkrüppelte undeutsche Selbstverständnis des Adenauers, von dem der Spiegel seinerzeit schrieb:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46172273.html

    Auch wenn die geopolitische Lage anders ist, wäre keinem Japaner eingefallen, sein Land zu teilen, im Gegenteil, sie haben den USA doch so einiges abgetrotzt.

  42. Kaisers Gedenken
    September 3, 2011 at 12:18 pm

    Ja, da ist etwas dran – interessant übrigens, zu welchen Einsichten der Spiegel 1963 noch in der Lage war. Tatsächlich kam Adenauer wohl regelrecht gelegen, dass er im Großen und Ganzen nicht anders konnte. Und wenn man das weiter führt, geht es aktuell womöglich immer noch um alte Rechnungen, die entweder aus Familientraditionen (von der Leyen), oragnisatorischen Zugehörigkeiten (Freimaurer usw.) sowie einfach aus historischen Resonanzen herrühren. Der subtil versteckte Zwang des Systems passt nicht eben wenigen Profiteuren in den Kram – die einen haben materiell etwas davon, die anderen auf einer eher psychologischen Ebene, die auch aus Denktraditionen der Vergangenheit herrührt. Wenn man daran denkt, dass Napoleon zu Anfang seiner Expansionspolitik schon gesagt haben soll, es gelte die Brüder aus dem Volk Beethovens zu befreien, vergegenwärtige man sich nur einmal, dass die EU “Freude schöner Götterfunken” als ihre Hymne ansieht. Und dann ist es nicht mehr weit zu dem Gedanken, wie Mitterand Einfluss auf Kohl genommen hatte und Sarcozy Merkel bislang ein Zugeständnis nach dem anderen abringen konnte.

    • Sympathie träger
      September 3, 2011 at 12:59 pm

      Jetzt haben wir beide uns verstanden, ob unser geschätzter Niekisch sich dazu auch äußern wird oder der eine oder andere Andere? Glaub ich nicht, für die meisten ist das bereits “Deutscher Jurässikpark”. Na macht nichts (eigentlich doch). Ich glaube fest daran, daß ein Volk / eine Nation mit so einer holperigen / lückenhaften Geschichtsschreibung und so einem unterentwickelten Geschichtsbewußtsein zumindest in der Gegenwart wenig Chancen hat. Und das macht ´was.

      • Kaisers Gedenken
        September 3, 2011 at 1:43 pm

        Niekisch ist sehr geschichtsbwusst und auf dem historisch kenntnisreich. Ob er sich momentan noch in die Diskussion einklinken kann, weiß ich nicht. Für diesen Monat hat er ja bereits angekündigt, dass er viel zu tun hat.

        Übrigens führe ich meinen Internet-Namen ganz bewusst, weil ich meine, dadurch auf sinnvolle Weise eine kollektive Resonanz zu unterstützen, die auch und vor allem mit Geschichtsbewusstsein zu tun hat. Wenn du dich manchmal daran reibst, stört mich das nicht. Du weißt, durch Reibung wird Energie freigesetzt.

        Ich sehe das sogar folgendermaßen: Wir sind hier auf Metapolitika ein überschaubarer Kreis von Leuten, die sich insgesamt zu verschiedenen Themen äußern. Die Mehrzahl hat wohl korporative Modelle vor Augen, die bei denen einenn mehr in die Richtung Strassers und Feders gehen, bei den anderen mehr in die Richtung eines Mannes der den betonten Führerstaat hervorbrachte.

        Niekisch präferiert, vergegenwärtige ich mir seine Ausagen, eine neue Weimarer Republik mit starkem “sozialem Impetus”, wie er sagt – natürlich national ausgerichtet. Du selbst bist für mich nicht ganz eindeutig zu zu ordnen, aber du hältst – wie ich dich verstanden habe – neben nationaler (deutscher und germanoformer) Grundhaltung auch die Fahne hoch, dass in der DDR nicht alles schlecht war.

        Ich selbst tendiere im Moment auch zu einem neuen deutschen Reich à la Weimarar, mit sozialer Ausrichtung und dabei gleichzeitig monarchischer Traditionspflege. Sollten wir eine neue reguläre Monarchie bekommen, die konstitutionell in eine ähnliche Richtung gehen würde, könnte ich mich dafür natürlich auch erwärmen. Nur dürfte der Adel nicht mehr seine alte Vorherrschaftsrolle in der Gesellschaft haben, sollte eher eine ehrenvolle Hinntergrundrolle spielen.

        Wenn ich das Gedenken vor allem an Wilhelm II hochhalte, geht es mir darum, immer wieder an das Deutschland vor der europäischen Urkatastrophe zu erinnern und auch zu einem Menschen zu stehen, der von der herrschenden Geschichtsschreibung – ob im seinerzeitigen Ost- oder Westdeutschland (in den USA ohnehin) – völlig ungerecht behandelt wurde. Das positive Wecken von Resonanzen aus der Vergangenheit hat unter Umständen einen wohl umschriebenen Einfluss auf das Kollektive – gerade dann, wenn wir eine kleine nahezu insulare Gruppierung von Personen bilden, von denen jeder für einen etwas anderen Strang von Geschichte steht. Gelesen werden wir bestimmt von genug Leuten, die angeregt sein könnten und auch wieder andere gedanklich anregen mögen.

      • September 3, 2011 at 7:24 pm

        “Niekisch präferiert, vergegenwärtige ich mir seine Ausagen, eine neue Weimarer Republik mit starkem „sozialem Impetus“, wie er sagt – natürlich national ausgerichtet.”

        Das kommt schon so ungefähr hin, lieber Kaisers Gedenken. Genau gesehen ist die Weimarer Republik sogar nie untergegangen, da sie durch Hitler staatsrechtlch nicht beseitigt wurde und durch die Kapitulation nur der Wehrmacht als Völkerrechtssubjekt eigentlich bis heute weiterbesteht. Wir haben also eine große Bandbreite von Gestaltungsmöglichkeiten:-) Die Monarchie scheidet für mich aus. Sie war geistig – weltanschaulich durch den Nationalsozialismus endgültig überwunden, womit ich Dir aber nicht wehtun will. Deshalb bin ich für eine starke Stellung des Reichspräsidenten.

      • September 3, 2011 at 7:18 pm

        Hatte Kaisers Gedenken schon angekündigt, daß ich bis 26. 9. nur sporadisch anwesend bin, lieber Sympathieträger. Ich bitte um Verständnis, daß mich nicht wie sonst in den Vordergrund spielen kann:-)

    • September 3, 2011 at 7:15 pm

      Ganz kurz und damit natürlich z u kurz gesagt: deutsche Anbiederung an Frankreich und direkter Einfluß des “Grand Orient de france” sowie deutscher Selbsthaß dürften zusammenspielen.

  43. Sympathie träger
    September 3, 2011 at 3:24 pm

    Dein Wort in wessen-auch-immer Gehörgang. Die nur 15 Jahre Weimarer Republik waren eine Zwischenzeit, die 12 folgenden Jahre haben unstrittig selbst heute noch den größten Einfluß auf unser Leben, zumindest, was das 20 Jahrhundert betrifft. Bleibt die Betrachtung der Zeit von 1871 bis 1918 einerseits und die von 1945 bis 1990 andererseits, die Betrachtung der Zeit seit dem ist wohl unbestritten, also mit beschissenem Ergebnis.

    Aber was lehrt uns das, und was nutzt uns das, und wozu führt uns das ?
    Wo kommt ein “Lichtlein” her, wenn man denkt, es geht nichts mehr ?Sicher, ich denke “panta rhei”, ich glaube an die Instinkte und die Vernunft.

    Wie sagte ein bayrischer Ballspieler:”Schau´n wir mal, dann seh´n wir schon.”

  44. Kaisers Gedenken
    September 3, 2011 at 4:07 pm

    Genau…!

    Und es gibt außer bayerischer Spontanweisheit, die ich sehr schätze, noch etwas: Wenn man sich intensiv mit Prophezeiungen für Mitteleuropa beschäftigt (du belächelst das bei mir ja gelegentlich als esoterische Weltfremdheit), dann wird Deutschland aus den verschiedensten Quellen ein Wieder-Aufstieg vorausgesagt. Man denke etwa an den Buren Nikolaas van Rensburg. Die meisten dieser Vorhersagen haben bloß einen Nachteil: Sie verweisen, wann immer sie auch ausgesprochen wurden, auf einen dritten Weltkrieg, der vorhergehen würde. Nur die allerneuesten Vorhersagen, wenn man sie so bezeichnen will, (übrigens aus einer US-amerikanischen Quelle – ehemaliger Offizier), beinhalten, der Weltkonflikt sei für Deutschlands künftige Rolle und eine veränderte Welt an sich nicht mehr nötig. Das, was der gute Mann sagte, deckt sich mit einer modernen deutschen Quelle. Auf beides näher einzugehen, wäre an dieser Stelle allerdings zu abgehoben.

    Unabhängig, ob man an Prophezeiungen glaubt oder nicht, haben sie eine Eigenschaft, die allerdings durch den Glauben daran verstärkt wird. Sie beeinflussen bewusste und vor allem unbewusste Erwartungshaltungen im Kollektivbewusstsein. Gerade das, was im gemeinsamen Unbewussten eine Rolle spielt, ist besonders machtvoll – eben weil es unbewusst ist – weiß schon die Psychoanalyse im Sinne von C. G. Jung. Na, dann…

    • September 3, 2011 at 7:55 pm

      “wird Deutschland aus den verschiedensten Quellen ein Wieder-Aufstieg vorausgesagt.”

      Ich bin wahrlich kein Fachmann in diesen Dingen, wenn wir aber ins Wassermann – Zeitalter eintreten oder schon eingetreten sind, dann liegt das nahe: In Herders Denksystem ( Philosophie des Deutschen Idealismus ) ist die Möglichkeit immanent, jederzeit und von überall her allen gewesenen, seienden und zukünftigen Gedanken und Werten durch “Anzapfen” Geltung zu verschaffen. Auf gut deutsch: Ein goldenes Zeitalter des Geistes unter dem Wirken des Absoluten Geistes ( “Gott” ) ist möglich und wird im Wassermannzeitalter in Abkehr von den Minuswerten der Minusseele möglich. Idealismus, Wahrheitsliebe, Treue zum Einzelnen und zum Ganzen, zum Schönen, einst Merkmale des Deutschen, kehren in die Welt zurück.

      Was Du über Prophezeiungen und deren verstärkende Kraft schreibst, lieber Kaisers Gedenken, hat eine Parallele hinsichtlich der Theorien:

      “Das Phänomen, dass von Theorien reale Effekte im Sinne einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung ausgehen können, hat einen Namen: Es wird als “Thomas – Theorem” bezeichnet.” ( Bauer, Joachim, Schmerzgrenze -vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt, Blessing, 1. Auflage 2011, S. 12 )

      Bauer nennt als Beispiel immer wieder falsch zitierte, angebliche Aussagen Charles Darwins, die kausal für spätere Rassentheorien gewesen seien.

      • Kaisers Gedenken
        September 4, 2011 at 9:53 am

        Zum Thomas-Theorem habe ich in der Wikipedia einen ganz interessanten Hinweis gefunden. Nämlich, dass es unter anderem an Alexander von Humboldt anknüpfe (dessen Denken Vorläufer-Charakter dafür gehabt hätte). Ihm zufolge entschieden nicht die Tatsachen, sondern die Meinungen, die wir über Tatsachen haben.

        Man kann zum realitätswirksamen Einfluss von Vorhersagen wahrscheinlich auch noch den Zellbiologen Bruce Lipton heranziehenn (“Intelligente Zellen – Wie Erfahrungen unsere Gene steuern” – deutsche Ausgabe August 2006). Seiner Auffassung nach zeigten biochemische Erkenntnisse, dass unser Denken und Fühlen bis in unsere Zellstruktur hinein wirke, was sich auf molekularer Ebene nachweisen lasse. Gedanken und Erwartungen hinterlassen danach auch eine genetische Spur.

        Wenn man so will, erzeugen Prophezeiungen also ein genetisch codiertes Material an Ahnungen, Erwartungs- und Verhaltensrichtungen, die ab einem bestimmten Zeitpunkt – wenn passende Rahmenbedingungen vorhanden sind – die Realität mit beeinflussen können.

        Ich verstehe den Einfluss von Prophezeiungen auf das Kollektiivbewusstsein übrigens nicht nur im Sinne der selbsterfüllenden Prophezeiungen (also auf der psychologischen Glaubensebene angesiedelt). Vielmehr auch in der Weise, dass durch sie Feldeigenschaften für Verhalten hervorgebracht werden. Dieses würde allerdings – vergleiche vorhergehendes Argument – erst aktiv werden, wenn entsprechende Zeitqualitäten parallel gehen. Dafür können beispielsweise ökonomische Entwicklungen entscheidende Anstöße bieten.

        Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt und vergleicht, was denn nun wirklich von Prophezeiungen eintrifft, wird ein weiterer Gesichtspunkt einigermaßen deutlich: Sie weisen eher selten auf eine Ereigniskonstellation hin, die eins zu eins eintritt. Es geht statt dessen mehr um Themen, die ausschnitthaft eine Übertragung auf die Realität erleben können. Das hat auch damit zu tun, dass auf vielen Ebenen ständig Evolution stattfindet und Erwartungshaltungen unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen und Völker sich begegnen. Es wäre insofern förderlich, wenn wir die besten Ausschnitte aus Prophezeiungsmaterial wählen, um uns davon innerlich leiten zu lassen und in der einen oder anderen Weise vielleicht auch Mut daraus schöpfen.

      • September 4, 2011 at 4:39 pm

        “Gedanken und Erwartungen hinterlassen danach auch eine genetische Spur.”

        Und nach den neuesten Ergebnissen unter dem Begriff “Epigenetik” auch die soziale Umwelt. Das holistische Weltbild erfaßt zunehmend auch die Biowissenschaften. Die Zeit arbeitet für uns und die Erkenntnisse dieser Wissenschaften auch.

      • Sympathie träger
        September 4, 2011 at 3:07 pm

        Wenn Du konsquent zuende denkst, was Du da schreibst, wäre Religion erblich, das ist, wie Du hoffentlich weißt, ganz
        und gar nicht so. Diese und andere Theorien sind immer darauf aus, einen erblichen Kulturalismus zu belegen.

        Die Mutation erblicher Anlagen ist unstrittig, die Instinkte sind erblich, die Kultur im weitesten Sinne muß bislang noch jede Population / Generation an die andere durch Anleitung / Erziehung weitergeben.

      • September 4, 2011 at 4:51 pm

        Darf ich Dich bitten, lieber Sympathieträger, Dich mit der sog. Epigenetik zu befassen? Gene verändern sich tatsächlich a u c h durch Einwirkung von außen, durch Umwelt und Kommunikation, so daß die Behaveiouristen z.T. durchaus Recht behalten haben.

      • Kaisers Gedenken
        September 4, 2011 at 4:31 pm

        Hallo, Sympathieträger,

        ich melde mich morgen auf deine interessante Überlegung bezüglich kultureller Vererbbarkeit. Vermutlich wird es eher zum Nachmittag oder Abend hin etwas. Einstweilen ein schönes Restwochenende!

        Gruß

  45. Kaisers Gedenken
    September 3, 2011 at 5:36 pm

    Um es zu betonen: Die älteren Vorhersagen gehen nicht von einem durch Deutschland verursachten dritten Weltkonflikt aus. Man sollte sich mental natürlich auf möglichst positive Szenarien fokussieren. Das gilt auch für denkbare bürgerkriegsähnliche Zustände – eventuell werden sie minimierbar sein. Ich denke, dass es viel mit Bewusstseinsarbeit zu tun haben könnte, die auch geschichtliche Aspekte mit einschließt, ebenso wie psychologische Komponenten.

    Bleiben wir einstweilen beim bodenständig Bayerischen: ”Schau´n wir mal, dann seh´n wir schon.”

    • September 3, 2011 at 8:01 pm

      “ebenso wie psychologische Komponenten.”

      Dazu kommen wir dank Deiner zu erwartenden Mithilfe in Kürze an Hand der Aufsätze von Manfred Kleine – Hartlage, lieber Kaisers Gedenken.

  46. Sympathie träger
    September 4, 2011 at 8:41 pm

    Bester Niekisch, vergiß nicht, ich bin Bauer´zwar mit
    Diplom – aber mein Denken ist eben auch bäuerlich.

    • September 5, 2011 at 1:57 pm

      Dagegen ist rein garnichts einzuwenden, lieber Sympathieträger. Mein Ur-Urgroßvater war ebenfalls, wie es früher hieß, Landmann und ich besitze noch sein Notizbuch mit Saatbestellungen pp.

  47. Kaisers Gedenken
    September 5, 2011 at 11:48 am

    @ Sympathieträger,

    ich hatte ja versprochen, mich auf deine Anmerkung noch einmal zu melden. Mir sind dazu inwischen noch einige Gedanken gekommen.

    Eine Vererbung ganzer kultureller Elemente (wie einer Religion) gibt es sicher nicht. In gewisser Weise lässt sich aber wohl vermuten, dass der Islam den Arabern und Turkvölkern ein Stück weit – und die Betonung liegt hier auf “ein Stück weit” – in den Genen steckt. Warum das Christentum nicht mehr in gleicher Weise in unseren Adern fortlebt, hat wohl mit den neuen Religionen zu tun, welche sozusagen alte epigenetische Programme verdrängt hätten – Wissenschaft als Religion, die sogenannte Aufklärung, politische Systeme als Glaubensinhalte.

    Etwas ist für unsere Gegenwart eventuell von besonderer Bedeutung: Wenn ich das, was Niekisch Epigenetik nenn, richtig verstanden habe, also der Einfluss von Umweltfaktoren auf unsere DNS/RNS, dann hinterlassen emotionale Prägungen mehr noch als Gedankenmuster eine genetische Spur. Denkt man dann an die Bombennächte des letzten Krieges und die folgende Umerziehung des deutschen Volkes, gibt es eventuell so etwas wie eine Vorprägung politischen Massenverhaltens bis in genetische Codierungen hinein. Ich habe aus dem Freundes- und Verwandtenkreis Erlebnisberichte erhalten, wie schrecklich die Angriffe waren, das Aufsuchen der Luftschutzbunker usw. Einige haben das noch als Kinder mitbekommen.

    Möglicherweise haben auch die vorhergenden Bürgerkriegserlebnisse der 1920er Jahre ihre Spur hinterlassen, und alll das beeinflusst zusammen mit dem, was die Mainstrem-Miedien ständig von sich geben, das Bewusstsein des Wahlvolks, eventuell sogar das Verhalten der Angehörigen der großen Parteien. Ich erinnere mich noch an den Adenauer-Spruch: Keine Experimente!

    So gibt es eine Art Angststau gegenüber Veränderung, und da das Umerziehungsprogramm vor allem nationalen Kräften die Schuld an Krieg in die Schuhe geschoben hat, machen Wähler immer noch einen verhältnismäßig großen Bogen um Parteigliederungen, die nationale Interessen vertreten wollen. In den etablierten Parteien beherrscht womöglich eine unbewusste Angst vor Bürgerkrieg manche Akteure und lässt sie schier irrationale Handlungsweisen betreiben. Jedenfalls könnten solche psycho-genetischen Prägungen im Hintergrund eine Rolle mit spielen – siehe das Verpulvern von Millarden und Aber-Milliarden für eine fixe Idee.

    Dies soll nichts entschuldigen, vielmehr unser eigenes Bewusstsein für die Komplexität dessen schärfen, womit wir es zu tun haben. Welche praktischen Konseqeuenzen sich daraus ggf. ziehen ließen, ist mir derzeit allerdings auch noch nicht klar. Dazu hätten Ideen erst zu reifen. Einstweilen kann ich mir jedenfalls vorstellen, dass die skizzierten Zusammenhänge tatsächlich in der einen oder anderen Weise bestehen könnten.

    • September 5, 2011 at 1:59 pm

      “Welche praktischen Konseqeuenzen sich daraus ggf. ziehen ließen, ist mir derzeit allerdings auch noch nicht klar. Dazu hätten Ideen erst zu reifen.”

      Dazu kommen wir, lieber Kaisers Gedenken, und das wird sicher höchst spannend.

  48. Sympathie träger
    September 5, 2011 at 3:58 pm

    Wenn ich den vielen Generationen bäuerlicher Praktiker / Züchter, Gregor Mendel und meinem Fachblatt “Nätscher” vertrauen kann, ist das die spannenste Zukunftsgeschichte überhaupt.

    Klar ist, daß angenommene Verhaltensweisen oder unbenutzte Organe über Generationen genetisch relevant sind. Das gilt für Tier und Mensch unbestritten gleichermaßen. Es ist ausgeschlossen, daß eine ordentliche Mutation innerhalb von 1-3 Generationen erfolgt.

    Bsp. Sowohl meine Ur- wie meine Großeltern und auch meine Eltern (als Jugendliche) haben die wochenlange Bombardierung Stettins durchgemacht. Von meinen zwei Omas und meiner Mutter weiß ich mein Leben lang, daß sie Gewitter und Feuerwerk hassen wie die Pest. Das hat einen meiner Neffen, in direkter Linie Abkömmling der genannten Frauen nicht davon abgehalten, erst Pyrotechniker beim Film und jetzt Sprengstoffexperte im Innenministerium zu werden.

    Lebens- bzw Artenerhalt ist das Zauberwort für derartige Mutationen.

    • Kaisers Gedenken
      September 5, 2011 at 5:04 pm

      Zunächst einmal, mein lieber Sympathieträger, finde ich es klasse, dass wir hier eine Diskussion an Hand von Fakten oder aus der Literatur unterlegten Argumenten gemeinsam führen. Ich habe nach dem ersten Lesen deines enorm sachkundigen Einwands eine Vermutung, was dennoch die von mir und Niekisch vorgebrachten Thesen kontextual unterstützen könnte. Gib’ mir bitte ein paar Tage Zeit. Ich muss dafür Bücher wälzen.

      Gruß

      • September 5, 2011 at 5:37 pm

        Das ist schön, lieber Kaisers Gedenken. Du entwickelst Dich hier zur wissenschaftlichen Hilfskraft:-) Wie honoriere ich das nur?:-)

      • Kaisers Gedenken
        September 5, 2011 at 5:47 pm

        Brauchst du nicht zu honorieren, mein Lieber, es geht ja um die Sache. Und wenn Sympathieträger hinterher das, was an ungewöhnlichen Thesen vorgetragen wird, nicht als reinen Quatsch betrachtet, ist es schon “Honorar” genug. Sollte meine Argumentation nicht zu halten sein, hätte ich im übrigen auch keine Probleme, das einzuräumen. Aber:
        ”Schau´n wir mal, dann seh´n wir schon!”

  49. Sympathie träger
    September 5, 2011 at 8:24 pm

    Ungewöhnliche Thesen hat Sympathieträger noch nie für
    Quatsch gehalten, mit Voraussagen allerdings, hab ich
    mich immer etwas schwergetan. Also, schaun wir mal…

    • Kaisers Gedenken
      September 7, 2011 at 7:41 pm

      Ja, mein lieber Sympathieträger,

      ich habe meine Nase inzwischen in zwei Bücher gesteckt, bin dabei aber nur teil-fündig geworden. So weist der bekannte Biologe Rupert Sheldrake auf verschiedene Studien hin, die gezeigt haben, dass sich in der Generationenfolge von Rattenstämmen die Lerngeschwindigkeit zur Lösung einer definierten gleichbleibenden Laborr-Aufgabe erhöht habe. Mit anderen Worten, jeweils nachfolgende Generationen der Stämme brauchten weniger Zeit, um die Aufgabe in der Versuchsanordnung zu lernen. Dies mag bedingt die These stützen, dass Erfahrung in einem bestimmten Umfang vererbbar sein kann.

      Allerdings sind die von Sheldrake angeführten Tierversuche über langjährige Zeiträume mit zig Generationen von Versuchstieren durchgeführt worden. Aussagen darüber, wie schnell sich die Lerngeschwindigkeiten etwa in zwei bis drei Generationen erhöht hat, habe ich in “Das schöpferische Universum” (Sheldrake 1981) nicht gefunden, ebenso keine weiteren Hinweise in seinem später erschienenen Buch “Das Gedächtnis der Natur”. Wenn sich dazu in der angegebenen Literatur keine Hinweise finden lassen, heißt es jedoch nicht, dass in einer kurzen Generationenfolge entsprechende Effekte nicht aufgetreten seien. Der Fokus aus dem heraus der Autor aus den Studien zitierte, hatte einfach mit einer solchen Fragestellung nichts zu tun. Generell sollte man aber wohl davon ausgehen, dass der Bereich der Epigenetik über die Mendel’ sche Vererbungslehre und ähnliche klassische Ansätze hinausgeht. Zeitlich kann ich es aber nicht leisten, dies mit konkretisierenden Fundstellen zu belegen. Für mich persönlich bleiben die Überlegungen, die ich in meinen vorherigen Wortmeldungen skizziert habe, dennoch plausibel.

      Ich habe auch noch einmal über das Beispiel deines Neffen nachgedacht, der Pyrotechniker geworden ist. Hier neige ich beinahe zu der Behauptung, dass auf eine ganz bestimmte Weise seine Entscheidung für einen Berufsweg den genannten Thesen nicht widerspricht – im Gegenteil! Ich habe in der Diskussion die fürchterlichen Traumata erwähnt, die vor allem für Teile unserer Eltern- bzw. Großelterngeneration durch die Bombennächte des zweiten Weltkriegs bewirkt wurden. In dem Zusammenhang meinte ich, es könne sein, dass diese Erlebnisqualitäten unserem Volk womöglich in den Genen stecken. Dazu die ergänzende These, dass eventuell nicht die exakte Gefühlsqualität notwendigerweise vererbt wird, sondern gleichsam das Thema, hier die Erfahrung von Feuer und Gefahr. Aus der Psychologie weiß man, dass in Träumen Alltagserfahrungen auch ganz unterschiedlich verarbeitet werden – entweder angstbesetzt oder beispielsweise auch in dem nächtlichen Erleben einer Art Heldenrolle, wenn es um den Umgang mit Gefahr geht. Da sehe ich eine gewisse Entsprechung, wie womöglich die genetisch Codierung kollektiver Erfahrung vor sich geht – sicher reine Hypothese, aber ohne Hypothesenbildung kommt Denken nicht weiter. Du weißt, sie steht nahezu immer am Beginn wissenschaftlichen Neulands.

      Schließlich könnte der Hinweis auf deinen Neffen auch exemplarisch dafür stehen, wie kollektive Erfahrungen in der DDR und in der alten BRD unterschiedlich verarbeitet wurden.

      Korrigiere mich, falls ich etwas falsch wiedergebe: Soviel ich weiß, bezog sich die DDR doch auf die Tradition der Arbeiter- und Bauernklasse, die angeblich schon immer gegen Faschismus und Militarismus gewesen sei. Daher hätte das Staatsvolk der DDR auch das “bessere Deutschland” repräsentiert. In Deuschland West hieß es dageben, alle Deutschen trügen an der Schuld der Eltern, man müsse Schuld wieder gut machen. Und auch: All das, was deutsche Zivilisten im Krieg haben erfahren müssen, sei ja alleinige Schuld der Deutschen gewesen. Daher auch Begriffe wie “Wiedergutmachungszahlungen”, “Tätervolk” und vieles mehr in der Richtung.

      Mit anderen Worten; Es kommt möglicherweise entscheidend darauf an, welche weiteren kulturellen Prägungen epigenetisch gespeicherte Erfahrung erfährt. Der westdeutsche Schuldkult hat möglicherweise auch schon eine genetische Spur hinterlassen. Gerade viele westdeutsche Jugendliche und junge Leute wählen die Grünen, die den Schuldkult direkt oder indirekt gerne bedienen. Es ist insofern vielleicht kein Zufall, dass gerade in den neuen Bundesländern die NPD reüssiert, während sie dies im West der Republik bislang nicht geschafft hat. In der DDR gab es ja auch eine NDPD (wie national oder nicht national die tickte, weißt du natürlich allemal besser als ich). Immerhin war die kulturelle Prägung, die auf eventuell vorhandenen epigenetischen Prägungen aufsetzte, in Mitteldeutschland aber freier als im Westen – jedenfalls im Hinblick auf einige Zusammenhänge, die ich gerade angeschnitten habe.

      Es kommt mir nicht darauf an, dich unbedingt zu überzeugen, dir aber zu erläutern, warum ich das Ausgeführte für einigermaßen plausibel halte, selbstverständlich unter dem Vorbehalt, dass wir nicht über feststehende und erwiesene Tatsachen reden, sondern über Denkmodelle und Hypothesen.

      • September 8, 2011 at 4:10 pm

        “der bekannte Biologe Rupert Sheldrake”

        Eine kleine Korrektur, lieber Kaisers Gedenken: Rupert Sheldrake promovierte 1967 in Biochemie, ist also Biochemiker. ( Welte, Carsten, Gespräch mit Rupert Sheldrake, Arun 1991, S. 94 )

        Und hier sozusagen das “Thomas – Theorem” vertikal: ” Ist eine Idee einmal geboren ( mit Hegel gesprochen durch den Menschen vom Absoluten Geist “angezapft”, niekisch ), verbreitet sie sich zunächst im kleinen Kreis, aber irgendwann wird der kumulative Aspekt wesentlich. Also je mehr Menschen mit ihrer Meinung, ihren Gedanken ein bestimmtes Ziel verfolgen, desto sicherer und eher wird diese Vorstellung allmählich verbreitet und schließlich Wirklichkeit. Wichtig ist, daß jeder seine Haltung nicht nur demonstriert, sondern auch wirklich und ernsthaft dahintersteht. Es nützt nichts, wenn jemand eine Fassade an guten Taten vor sich herträgt und dahinter ist eine kalte, berechnende Leere. Inneres und äußeres Sein müssen übereinstimmen.” ( Welte, S. 91 )

        Zur Epigenetik komme ich aus Zeitmangel später.

  50. Sympathie träger
    September 8, 2011 at 7:45 pm

    Nochmal schreibe ich meinen ganzen Prolog nicht auf, ich
    wußte gar nicht, daß man heute Texte noch “sichern” muß.

    • Kaisers Gedenken
      September 8, 2011 at 9:32 pm

      Bitte Niekisch mal im Spam-Ordner nachzusehen. Da war vor kurzem von mir auch schon etwas gelandet. Das Internet hat eben seine gewissen Eigenheiten.

      • September 9, 2011 at 6:38 pm

        Ich habe derzeit keine Spam im Ordner, lieber Kaisers Gedenken.

  51. Sympathie träger
    September 8, 2011 at 10:26 pm

    Na toll, da hab ich nun fast eine Stunde dran gesessen und muß froh sein,
    wenn alles im “Spam-Ordner” gelandet ist… und wenn nicht ?…Schaun wir
    mal…, sagt der verzweifelte Held🙂 .

    • September 9, 2011 at 6:46 pm

      Tipp, lieber Sympathieträger: Immer, wenn ein paar Sätze geschrieben sind, den Text blauen, Rechtsklick und auf “kopieren” klicken, dann ist der Text kopiert und geht nicht verloren. Nach einigen weiteren Sätzen das Ganze erneut und der gesamte bisherige Text ist gesichert. Wenn der Kommentar durch Falschklick verloren geggangen ist, kannst Du den kopierten und somit gesicherten Text durch Rechtsklick und Klick auf “Einfügen” heranholen und wieder einsetzen.

      Wie oft habe ich schon geflucht und unwiederholbare Gedanken verloren, bis ich auf das Kopieren kam:-)

      • Sympathie träger
        September 9, 2011 at 8:55 pm

        Danke bester Niekisch, das habe ich genau so ca. 1987
        zu meinen Diplomvorbereitungen gelernt. Es gibt soviele veraltete Erkenntnisse, ich hatte gehofft, die wäre eine davon. Dank Dir trotzdem.

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