Nichts, was war….

Wilhelm Busch...

“Nichts, was war, wacht auf, wie es einstmals gewesen ist.”

( Wilhelm Busch ( 1832 – 1908 ), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller. )

Ist das nicht ein wundervoller Mahnruf an alle Apologeten, insbesondere diejenigen, die heute noch ein untergegangenes politisches System 1:1 wieder zum Leben erwecken wollen, sei es ein “rechtes”, sei es ein “linkes”?

Natürlich können Ideen durch Erinnerung, noch wirksamer durch Wiederauferstehen weiterleben. Wir dürfen dabei nur nicht vergessen, daß Aufstehen auch Augenöffnen bedeutet. An jedem neuen Tag verändern sich die Verhältnisse. Dafür müssen wir die Augen öffnen. Ein Blinzeln oder ein Zusammenkneifen angesichts starken Einstrahlens durch Sonne oder neue Bilder ist dabei nicht ungewöhnlich.

Hauptsache, wir fallen nicht zurück und lassen den Blick immer auch auf die jetzige, die jeden Tag neue Realität fallen.

Neues Erwachen...

Sind unsere Erinnerungen, unsere Erfahrungen, unser Wissen, unser Impetus, ja unser Furor zeitgemäße Antennen und Werkzeuge, um an die Arbeit dieses neuen Tages zu gehen? Haben wir das Nötige, ja das Beste damals aufgenommen, ins Heute mitgenommen und wollen wir es an diesem Tag zukunftsgemäß anwenden?

Diese Fragen stellen sich immer neu und die Antworten erweisen, ob ein aus dem Früher Erwachendes auch ein Zukunfttragendes ist.

  1. Prinz Eugen
    October 25, 2011 at 12:40 pm

    Endlich mal wieder ein guter Artikel niekisch!😉

    Da muss ich Wilhelm Busch recht geben,denn die Weimarer Republik kann man nicht mit der BRD gleichsetzten.

    • niekisch
      October 25, 2011 at 3:47 pm

      Gott, bist Du verwöhnt, Prinz Eugen.

      Nebenbei: Ein wenig sollten die letzten Artikel abschrecken:-) Frag mich bitte nicht, warum:-)

      • Anonymous
        October 25, 2011 at 7:36 pm

        Verwöhnt sind halt alle kleinen Prinzen dieser Welt.🙂

      • October 25, 2011 at 7:55 pm

        Ja, Saint Ex, mein Freund im Geiste, Prinz Eugen.

      • Prinz Eugen
        October 25, 2011 at 8:27 pm

        @niekisch
        Saint Ex wurde wohl von einem deutschen Jagdflieger namens Horst Rippert abgeschossen.

      • October 25, 2011 at 8:37 pm

        Ich hatte zuletzt gelesen, das sei nach wie vor unklar, Prinz Eugen. Hast Du einen Beleg? Und noch eine Bitte: Laß uns bitte jetzt hart am Thema bleiben. Es ist von höchster Wichtigkeit für die weitere Arbeit. An der Frage des kollektiven psychischen Zustandes der Deutschen entscheidet sich unser aller Zukunft. Auch die Demographie ist nur ein Ausfluß dieses zentralen Problems.

  2. Kaisers Gedenken
    October 25, 2011 at 4:54 pm

    Es gíbt sehr gute Möglichkeiten, effektiv und gleichzeitig unauffällig am Zeitgeist zu arbeiten, am kollektiven Jetzt-Erleben. Zum Beispiel wird der Globalismus wesentlich über Anglizismen und ganze englischsprachige Redewendungen in die Köpfe der Deutschen transportiert. Ich habe zum Beispiel einer hiesigen Bäckereikette per E-Mail geschrieben, dass mich ihr Neujahrsgruß “Happy new Year” störte. Man kann das ohne jede politische Begleitmusik machen, wie gesagt unauffällig. Dann werden gar nicht erst mentale Filter der Political Correctness eingeschaltet. Lasst uns unser wie auch immer begründetes Missfallen an Schildern mit Aufschriften wie “Sale” oder dergleichem mehr ausdrücken. Oder lasst uns auch an Bürgerpetitionen per elektronischem Votum teilnehmen, zum Beispiel jetzt gegen den sogennannten “Europ. Rettungsschirm”.

    • October 25, 2011 at 5:04 pm

      Ich bin mir nicht zu schade, Kaisers Gedenken, spontan in Geschäfte hineinzugehen und zu protestieren, natürlich dabei auch Kaufinteresse zu zeigen:-) Wir alle können sehr viel tun, auch mit Einzelaktionen.

      Soll ich als nächstes Thema die “kognitive Dissonanz” anpacken? Interesse?

      • Kaisers Gedenken
        October 25, 2011 at 5:24 pm

        Die Kognitive Dissonanz ist ein sehr spannendes Thema. Nachdem “Reinigungskraft” auf einen anderen Aufsatz von Kleine-Hartlage hingewiesen hat, spricht das doch für Interesse an dem Autor. Ich hatte übrigens, bevor Reinigungskraft erwähnte, dass der Artikel von K-H ist, dies gar nicht mitbekommen, da einfach nur “Manfred” für den Autor zu lesen war.

        Erst einmal können wir aber auch noch beim jetztigen Thema bleiben. ich finde das doch auch ganz interessant. Noch mal zur Klärung: Natürlich spreche ich das mit englischer Werbung auch bei der Verkäuferin an, etwa “wir sind doch in Deutschland und nicht in England”. Dann lasse ich mir evtl. Ansprechpartner oder Mail-Adresse geben.

        Das Politische sollte man deswegen, meine ich, auch in seiner Mail nicht so sehr raushängen lassen, weil man die Leute vor dem heutigen Zeigeist erst einmal auf einer indirektern Schiene erreichen wird. Auf eine gewisse Weise ist das sogar konspirativ. Mit Nationalbewusstsein, “anti-deutsch” usw.kann die Bohlen-Generation kaum etwas anfangen – noch nicht.

  3. niekisch
    October 25, 2011 at 7:28 pm

    “Erst einmal können wir aber auch noch beim jetztigen Thema bleiben.”

    Machen wir, Kaisers Gedenken. Wir können hier auch beides verbinden, indem ich einen Text einstelle, der für beide Themen interessant ist.

    Kognitive Dissonanz, so wie Kleine – Hartlage sie verwendet, besagt kurz: der Deutsche wird a b s i c h t l i c h in Dissonanz zwischen dem eigenen Gefühl und dem durch die Herrschenden Verordneten geworfen, das Zitat Wilhelm Buschs sagt aus, daß Gewesenes nicht verloren geht, aber anders neu erwacht.

    Thomas Mann verwies in seinem Vortrag “Deutschland und die Deutschen” v. 6. Juni 1945 in Washington auf die “vielleicht berühmteste Eigenschaft der Deutschen, diejenige, die man mit dem sehr schwer übersetzbaren Wort “Innerlichkeit” bezeichnet”, und benannte sie folgendermaßen: “Zahrtheit, der Tiefsinn des Herzens, unweltliche Versponnenheit, Naturfrömmigkeit, reinster Ernst des Gedankens und des Gewissens, kurz alle Wesenszüge hoher Lyrik mischen sich darin, und was die Welt dieser deutschen Innerlichkeit verdankt, kann sie selbst heute nicht vergessen: die deutsche Metaphysik, die deutsche Musik, insbesondere das Wunder des deutschen Liedes, etwas national völlig Einmaliges und unvergleichliches waren ihre Früchte.” (Sezession 44, S. 46 )

    Das sagte Thomas Mann, als der deutsche Charakter noch nicht durch westliche Art und psychologischen Krieg verfremdet war, nämlich direkt nach Ende des 2. Weltkrieges. Wir dürfen uns also fragen:

    Wenn die Deutschen so w a r e n, wie sind sie dann heute unter Beachten des Busch – Zitates und dem Phänomen der kognitiven Dissonanz? Welche Methoden gibt es, das Gewesene v o l k s g e r e c h t, d.h. c h a r a k t e r g e r e c h t in die heutige Zeit zu stellen, h e i l e n d zu arbeiten, um das kollektiv auf die Couch gelegte, traumatisierte und psychisierte deutsche Volk gesunden zu lassen, zum zeitgerechten Eigenen zurückkehren zu lassen?

    • reinigungskraft
      October 25, 2011 at 7:55 pm

      Kognitive Dissonanz besagt kurz:
      Ein Teil vom Hirn sagt A.
      Ein anderes Teil sagt B.
      Was nun?
      Wenn beide Teile nicht hinreichend veränderbar sind und das Thema von zentraler Bedeutung ist oder immer wieder auftaucht?

      • October 25, 2011 at 8:04 pm

        Du schilderst das neurologische Phänomen, reinigungskraft. Manfred Kleine – Hartlage verwendet den Begriff in seinem Aufsatz ” Ein Jahr nach Sarrazin: Besichtigung des Schlachtfeldes” eher psychologisch, wobei sich beide Gebiete streng genommen wohl berühren. Um hier die Diskussion zu erleichtern, werde ich morgen den Originaltext Kleine Hartlages ( Sezession 43/2011, S.16ff. ) hier einstellen. Man muß den Wortlaut kennen, um den Diskurs führen zu können. Ich bitte um Geduld und suche auch im Netz. Vielleicht kann ich den Wortlaut einkopieren.

        Da habe ich ihn: http://www.sezession.de/27306/ein-jahr-nach-sarrazin-besichtigung-des-schlachtfeldes.html/2

        “Daß ihre ( der Herrschenden, niekisch ) Ideologie immer noch gesellschaftlich dominant ist, hat nämlich weniger mit den aufwendigen pseudowissenschaftlichen Rationalisierungen zu tun, mit deren Hilfe zum Beispiel begründet wird, warum ein Terroranschlag, bei dem der Täter »Allahu akbar« ruft, nichts mit dem Islam zu tun habe. Solche Rationalisierungen würden in homerischem Gelächter untergehen, wenn man die Menschen nicht dazu konditioniert hätte, ihre natürlichen Empfindungen und ihre eigenen Wahrnehmungen, sofern sie der herrschenden Ideologie zuwiderlaufen, für etwas »Böses« zu halten. Wer will schon »Rassist« sein (weil er das eigene Volk für erhaltenswert hält), wer zum »Stammtisch« (d. h. zum »ressentimentgeladenen« Plebs) gerechnet, wer des »Hasses« oder einer der ungezählten »-phobien« und »-ismen« bezichtigt werden, mit denen die herrschende Ideologie den Gebrauch des gesunden Menschenverstandes zum Gedankenverbrechen erklärt? Freudianisch gesprochen, hat die Ideologie das Über-Ich okkupiert. Indem sie Gefühle und Wahrnehmungen, welche die Menschen gar nicht vermeiden können, als »böse« markiert, hält sie sie im Zustand eines permanenten schlechten Gewissens, das sie nötigt, Buße zu tun, und bestünde die Buße in der Verleumdung Andersdenkender.
        Da man diese Gefühle und Wahrnehmungen aber nicht aus der Welt schaffen kann, lebt der Bundesbürger im Zustand der permanenten kognitiven Dissonanz: Auf der einen Ebene weiß er Dinge, die er auf einer anderen nicht wahrhaben darf, und was die »bösen« Empfindungen angeht, so muß er sich selbst einreden, daß er sie nicht hat – bzw. daß nicht er sie hat, sondern höchstens die bösen Rechten. Die Hysterie, mit der der »Kampf gegen Rechts« geführt wird, wäre psychologisch unmöglich, wenn der Bundesbürger nicht im »Rechten« das bekämpfen würde, was er im eigenen Innern fürchtet, nämlich die Anfechtung des ideologiedurchtränkten Über- Ichs durch die eigenen Gefühle und die wahrgenommene Wirklichkeit.

        Kognitive Dissonanz ( gefettet und kursiv durch mich, niekisch ) setzt den Betroffenen unter Spannung und zwingt ihn, sie durch Vereindeutigung aufzulösen: Eine der beiden einander widersprechenden Wahrheiten muß weichen. Aus der Sicht der herrschenden Ideologie ist dieser Zustand höchst zweischneidig:
        Solange der Betroffene wie gewünscht reagiert, die Dissonanz also nach der Seite der herrschenden Ideologie hin auflöst, läßt sich aus ihr noch zusätzliche Energie für die immer schwieriger werdende Aufrechterhaltung des Verblendungszusammenhangs ziehen. Die enorme Anstrengung aber, die es jeden einzelnen kostet, gegen die eigenen Wahrnehmungen und Empfindungen anzukämpfen –, und die in dem Maße größer wird, in dem die Wirklichkeit die Ideologie dementiert – beinhaltet die Gefahr der plötzlichen Deprogrammierung: Die Bereitschaft zur ideologischen Selbstzensur läßt in dem Maße nach, wie sie beansprucht wird – und sie wird stets und ständig und immer mehr strapaziert, nicht zuletzt dadurch, dass der Katalog der Gedankenverbrechen immer länger wird. Dabei ist es wahrscheinlich, daß die erschöpfungsbedingte Ablehnung eines der herrschenden Ideologeme in kurzer Zeit auch zur Ablehnung aller anderen führt. Dies ist übrigens der Grund, warum gerade die islamkritische Szene so schrill verteufelt wird, obwohl sie etliche Grundannahmen der herrschenden linksliberalen Ideologie mehrheitlich immer noch teilt. Islamkritik ist so etwas wie eine Einstiegsdroge.”

        Kaisers Gedenken gilt mein ausdrücklicher Dank für die vorbereitende Arbeit an einem Gastbeitrag, der jetzt hier incidenter seine Würdigung findet.

        Am 26.Oktober 2009, morgen vor 2 Jahren also, erschien dieser erste Artikel zum Start von Metapolitika. Wir dürfen also morgen Jubiläum feiern. Schon jetzt danke ich vor allem “Organisator” von “DE” ( in Zukunft nicht mehr mein “Mutterschiff” ) sowie allen Nutzern, Lesern, Gastautoren, Kommentatoren, Freunden, Gegnern und Feinden für ihre Mitarbeit am Gelingen dieses etwas bizarren, aber vielleicht doch nicht ganz wertlosen Projektes!

        Was mich persönlich besonders erfreut: Wir sind jetzt beim Kernpunkt aller politischen Arbeit für Deutschland und unser deutsches Volk angelangt:

        W i e kann Heilung gefunden werden, damit wir wieder ein Land fröhlichen Kinderlachens werden?

  4. reinigungskraft
    October 25, 2011 at 7:37 pm

    Nur wer sich selbst treu ist, kann auch anderen treu sein. Nur wer sich selbst nicht verliert, wird andere nicht verlieren.

    Was die Liebe nicht bindet,
    das ist schlecht gebunden,
    und was die Treue nicht schirmt,
    das beschirmt kein Eid.

    Ernst Moritz Arndt

    Stand jedenfalls so auf Altermedia.

  5. Kaisers Gedenken
    October 26, 2011 at 12:08 pm

    Die kognitive Dissonanz in der gegenwärtigen Situation hat Ursachen, die wesentlch mit einem durch mediale Dauerberieselung installierten Gedankenfilter zu tun haben, der da heißt: Du darst nicht für nationale Interessen eintreten und du darst nicht das eigene Volk wichtig finden. Das entspricht einem Menschen, dem man eingeimpft hat, dass er auch nicht im Geringsten an Eigennutz denken darf, sich nicht um sich selber kümmern soll, keine Ich-Stärke zu entwickeln hat usw. Dabei handelt es sich um tief sitzende Suggestionen, die aus dem Unbewussten heraus wirken.

    Wie kann man nun den Einzelnen oder eine Gesellschaft aus solch einer Form von Hypnose befreien? Nun, man wird dem Individuum vielleicht sagen: Es ist gut, wenn du dich um Hygiene kümmerst, deinen Körper pflegst. Damit sorgst du dafür, dass es anderen gesundheitlich gut geht, weil du keine ansteckenden Keime mit dir herum schleppst, und du fällst dem sozialen Netzwerk (Krankenkasse) nicht zur Last. Sieh auch zu, dass du dich gut kleidest, denn dann tust du anderen Menschen in deiner Nähe durch deinen Anblick gut. Indirekt schafft man es so, dass er die Aufmerksamkeit auf sich selbst richtet. Nun hat er aber eine Legitimation mit geliefert bekommen.

    Und wie funktioniert so etwas möglicherweise auf kollektiver Ebene? Nun, auch hier kommt es auf den indirekten Weg an. So ist Nationalgefühl emotional und gedanklich meist mit Geschichte und Tradition, eher mit “dem Gestern”, als mit Progressivem und Modernismus verbunden. Betone ich also etwas Altmodisches und lasse es schick erscheinen, bereite ich damit auch Patriotismus und Volkstümlichkeit den Weg. Außerdem kann man noch sagen: Die anderen Länder brauchen den verlässlichen Deutschen, der “wie früher” noch mit Geld umgehen kann, der seine Traditionen “wie die anderen” pflegt und der mit einem gesunden nationalen Selbstbewusstsein auch wirtschaftlich etwas auf die Beine bringt.

    So entstehen neue Bewusstseinsmoleküle wie zum beispiel aus “verlässlich” (für andere) und “wie früher”. Solche Koppelungen bringen neue Selbstverständlichkeiten hervor.

    • October 26, 2011 at 7:37 pm

      Hier braucht die Antwort etwas Zeit, Kaisers Gedenken. Sie setzt auch voraus, daß ich in etwa weiß, auf welche Quellen Du Deine Ansicht stützt. Das mag auch intern erfolgen.

    • reinigungskraft
      October 26, 2011 at 9:19 pm

      Kaisers Gedenken,

      du ignorierst den sozialen Charakter des Problems.

      Wer aus der Matrix (wie Kairos es nennt) ausbrechen will, muss nicht nur verstehen, dass vieles von dem was ihm eingetrichtert worden ist, (worauf auch viele seiner Gedankengänge und Denkergebnisse beruhen) falsch ist. Man muss zu der Auffassung kommen, dass die neue Denkweise mehr wiegt als die alte (plus des Aufwands der Umorientierung).

      Und an der alten Denkweise hängt die gesamte soziale Struktur, die gesellschaftlichen Normen, die menschlichen Bindungen.

      Das menschliche Gehirn ist nicht optimiert dafür die Wahrheit zu erkunden, sondern möglichst effektiv seine eigene Vererbung zu sichern. Darum sind auch die sogenannten “niederen Instinkte” so stark. Geilheit, Furcht, Zorn, etc. helfen nicht bei philosophischen Problemen. Dennoch setzt die große Mehrheit leider Denken mit dem Streben nach Erkenntnis gleich.

      Nun ist eine große Gemeinschaft fast(!) immer effektiver als ein isoliertes Individuum (besonders bei der Fortpflanzung) oder eine kleine Anzahl isolierter Individuen mit klarem Durchblick.

      Ein bizarres Problem entsteht, wenn eine gewissen Gruppe es schafft, eine Gemeinschaft so umzupolen, dass sie sich gegen den Fortbestand der eigenen Gemeinschaft und jedes enthaltenen Hirns ausrichtet.

      Wenn darüber hinaus noch die mediale Befeuerung beibehalten wird, kommt man so leicht nicht mehr aus dem Problem heraus.

      Die deutsche Eiche und das T-Hemd sind schon mal positiv, aber der Effekt sollte nicht überschätzt werden. (Beim T-Hemd verzichte ich schon aus sprach-pragmatischen Gründen, um mich nicht vorzeitig ins Abseits zu stellen ohne viel auszusagen. Davon unbeschadet leistet jeder T-Hemd-Sager einen kleinen positive Beitrag.)

      Nebenbei bemerkt ist ausgeprägte Deutschsprachigkeit ist auch ein möglicher Erscheinungsort für Abgrenzung, Konflikte von Selbstbild und Gruppenzugehörigkeit: “Ich mag die deutsche Sprache, aber ich gehöre nicht zu diesen dummen Nazis. Wenn die nicht wären, wäre unsere Sprache nicht so unpopulär…” (Rationalisierung. Täter-Opfer-Umkehrung.)
      Auf sich alleine gestellt ist das ein Problem.

      Was tun?

      Publizistisch:
      Multikulturelle Gedankengebäude von allen Seiten anschießen, ohne den eigenen Fuß zu treffen. (Kognitive Dissonanz gegen Multikultur aufbauen.)
      (Das Selbstabschießen kann man den Integrationsaposteln auf PI überlassen: http://kairostheos.wordpress.com/2011/10/26/jetzt-reicht-es/ )

      Identitäres stärken: Eiche, T-Hemd,… , aber vor allem Ethnie

      Angeborene Instinkte anspielen

      Volksfeinde erkennen und medial bekämpfen

      Sozial:
      Weiße Strukturen aufbauen und festigen. (Insbesondere Angriffe auf “ewig Gestrige” unterlassen.)

      Feindliche Strukturen einreißen.

      Wie tun?
      Gute Frage! An der Antwort muss noch kreativ weitergearbeitet werden.

      • October 27, 2011 at 7:48 am

        “Ein bizarres Problem entsteht, wenn eine gewissen Gruppe es schafft, eine Gemeinschaft so umzupolen, dass sie sich gegen den Fortbestand der eigenen Gemeinschaft ausrichtet. Wenn darüber hinaus noch die mediale Befeuerung beibehalten wird, kommt man so leicht nicht mehr aus dem Problem heraus.”

        Ich habe mir erlaubt, reinigungskraft, das Zitat etwas zu verkürzen und setze jetzt noch von Kaisers Gedenken hinzu: “Die kognitive Dissonanz in der gegenwärtigen Situation hat Ursachen, die wesentlch mit einem durch mediale Dauerberieselung installierten Gedankenfilter zu tun haben, der da heißt: Du darst nicht für nationale Interessen eintreten und du darst nicht das eigene Volk wichtig finden”

        Wunderschön formuliert, aber um “Rettungspläne” zu formulieren, noch nicht analytisch genug. Es bleibt uns nicht erspart, einem Psychiater ähnlich eine Anamnese durchzuführen, d.h. die Vorgeschichte des Kranken nach Angaben des Kranken zu klären, anschließend eine aus Ursachen und Erscheinungsbildern sich ergebende Diagnose zu stellen, dann einen Heilplan aufzustellen.

        Gehen wir n i c h t in dieser Weise vor, dann werden wir uns nicht erklären können, warum es unter den verschiedenen identitären Richtungen in Deutschland keinen Grundkonsens gibt, kein weltanschauliches Minimum A l l e r, keinen Begriff vom “Deutschen”, kein allgemeines Empfinden, was uns wirklich bedrückt, warum im Gegensatz zu früher Gewaltbereitschaft so normal geworden ist, warum Schuldschmerz, Selbsthaß, Preisgabe alles Eigenen so verbreitet sind.

        Damit wir nicht zu falschen Schlüssen kommen, sollten wir zunächst schlagwortartig Stichworte zur Anamnese sammeln, Äußerungen von anderen Deutschen oder eigene Erfahrungen, Erinnerungen und Erlebnisse.

        Wodurch sind wir so geworden, daß wir keine Maßstäbe eines gesunden Urteilsvermögens für unsere Lage mehr besitzen, das Unnormale als normal empfinden, als Volk nicht mehr um unser Leben kämpfen? Ich fange einmal an:

        1. Weiterleben verdrängter Katastrophen trotz versuchten kollektiven Vergessens.
        2. absichtliche und gezielte Charakterveränderung der Deutschen seit den 40iger Jahren.
        3. Bewußtes Erzeugen von Schuldschmerz in den Deutschen als “Tätervolk”.
        4. Gezieltes Herbeiführen von Situationen, die Unsicherheit und Angst auslösen.
        5. Seelenwäsche durch “induziertes Irresein”.
        6. Bewußtseinskontrolle

        Die Aufzählung ist sicher unvollständig, die Übergänge dürften fließend sein. Wichtig ist, daß wir eine Stoff – und Stichwortsammlung haben, damit keine wichtigen Gesichtspunkte übersehen werden.

        Wenn wir h i e r nicht anamnetisch und diagnostisch exakt arbeiten, keine Mühe scheuen, dann werden wir nie weiterkommen, nie verstehen, warum z.B. ein junger NPD – Politiker, der in Saarbrücken bei der OB -Wahl kandidiert hat, sich also dem heutigen politischen Wettbewerb stellt, zugleich auf facebook zum Beleg dafür, daß es kein wirkliches “burnout” gibt, ein Video mit Bildern aus dem III. Reich verlinkt, in dem pauselos das Räderwerk deutscher Panzerproduktion gezeigt wird, Arbeiter endlos Schraubendreher einsetzen. Wir werden auch nicht verstehen, warum es heute eine Bewegung gibt, die wie eine frühere Bewegung sein will und sich entgegen deren Verhalten so verhält, wie der mainstream die frühere Bewegung fälschlich darstellt.

        Wenn wir frei, unabhängig und zukunftsgerecht denken und handeln wollen, dann müssen wir wissen, wer uns die Fesseln wann, warum und wie angelegt hat, warum viele Deutsche sie garnicht empfinden, sich an sie gewöhnt haben oder sie sogar im Rahmen der Selbstzensur als geeignetes Werkzeug zum Selbstfesseln nutzen.

        Nur s o finden wir den Schlüssel, die Hand- und Kopffesseln aufzuschließen, die wir tragen.

  6. Prinz Eugen
    October 26, 2011 at 12:27 pm

    Alles Gute zum 2 jährigen Jubiläum Niekisch!

    • niekisch
      October 26, 2011 at 4:56 pm

      Vielen Dank, Prinz Eugen..

  7. Prinz Eugen
    October 26, 2011 at 8:10 pm

    Ach Niekisch,hier ist es so schon “ruhig” und auf DE ist mal wieder die “Hölle los”.

    • October 26, 2011 at 8:54 pm

      Prinz Eugen, meinst Du “schon so ruhig” oder “so schön ruhig”?:-) Schön ruhig ist der Idealzustand für Metapolitika, weil wir abseits des Tagesgeschäftes Themen anpacken, die woanders kein Thema sind. Schwierige, anstrengende, tiefgehende Themen, die unsere ganze Kraft fordern. Die Frage, wie wir Deutsche mit dem Gemenge aus auf die jungen Generationen übergegangen kollektiven Traumata aus der Vergangenheit, den mit psychiatrischen, macht- und medialen Mitteln bewirkten Charakterveränderungen der Deutschen durch Fremdeinwirkung und Selbstumerziehung sowie den Realitäten im Globalismus metapolitisch umzugehen haben, ist meines Wissens bisher nirgendo und durch niemanden schlüssig beantwortet. Es gibt immer nur Ansätze und das Bearbeiten von Teilaspekten. Wer sich h i e r bewährt, der macht sich um das Vaterland verdient. Da mag das Geschrei, der Streit und die Besserwisserei sich woanders austoben. W i r sind h i e r im Auge des Zyklons, wo es i m m e r am ruhigsten ist.

  8. Prinz Eugen
    October 27, 2011 at 10:29 am

    Und wiedereinmal muss ich dir recht geben,niekisch:
    Die Deutschen haben sich durch den ganzen Konsum der Spaßgesellschaft der westlichen Welt ihren Charakter zerstören lassen.
    Der deutsche Mann ist ein feminisiertes Weichei,was einer “Heulsuse” gleicht und die
    dutsche Frau ist ….,das möchte ich hier nicht ausführen.

    Einzig ein paar wenige Ausnahmen konnten gegen diese geballte Medienmacht wiederstehen und zudenen gehören wir,bester Niekisch.

    • October 27, 2011 at 10:31 am

      Hoffentlich bleiben wir nicht alleine, Prinz Eugen..

  9. October 27, 2011 at 6:06 pm

    “Nur mal als Frage aufgeworfen: Kann es etwa an folgendem liegen”

    Ja, es kann, Kaisers Gedenken. Und wenn ich Dir jetzt mitteile, daß Organisator mir zwischenzeitlich das durch mich erbetene Loslösen Metapolitikas von DE durchgeführt hat, dann macht es bei Dir sicher “klick”. D u erkennst den Zusammenhang:-)

    Mit den Videos beschäftige ich mich voraussichtlich morgen.

  10. reinigungskraft
    October 29, 2011 at 11:27 am

    niekisch: “Wodurch sind wir so geworden, …?”

    Ich will diese Frage aus einem anderen Blickfeld beantworten.
    Wer als einflussreiches Etwas eine homogene Gesellschaft kontrollieren will, macht folgendes: Er spaltet sie oder erweitert sie oder macht beides.

    Gruppe spalten:
    Nachdem eine Zeitlang vielleicht alle verteufelt wurden, entdeckt er (oder erfindet) eine “gute” Gruppe, die er unterstützt und eine “böse”, die er verteufelt. Diese Gruppen werden nicht das ganze Spektrum der Gesellschaft abdecken. Es ist sogar besser wenn sie es nicht tun. Die Definition der bösen Gruppe wird stückweise mit Charaktereigenschaften beladen die er aus der Gesellschaft entfernen möchte. Wenn sich die “bösen” Gruppe dadurch irgendwann in ihrer Selbstdefinition in mehrere Gruppen spaltet und aufeinander einhackt, um so besser.

    Wenn er sich ungeschickt anstellt, dann wird die “gute” Gruppe ihn insgeheim hassen. Aber das macht nichts. Eine andere Gruppe wird damit unzufrieden sein, wie die “gute” Gruppe ihre neue Macht nutzt. Diese Gruppe wird aus freiem Willen mit ihm kooperieren, weil es gar nicht anders möglich ist sich gegen die feindliche “gute” Gruppe zu wehren.

    Solch eine Konstruktion ist, im Gegensatz zu Diktaturen, in allen Hauptfragen gut zu kontrollieren. Spurt eine Gruppe nicht, lässt man sie etwas hängen bis sie nachgibt oder eine andere dankbarere Gruppe sich nach entsprechender Unterstützung durchsetzt.
    Vergleichsweise wenig Aufwand und großer Effekt.

    Das Ganze wirkt nicht nur in Führungsetagen, sondern auch im sozialen Zusammenleben. Die erste Gruppe der Kollaborateure wird zuerst verhasst sein. Aber wer an der “Selbstbestimmung” teilnehmen oder sozial aufsteigen will, muss sich damit arrangieren.

    Gruppe erweitern (“aktuelle” Beispiele):
    Die Wissenschaft hat festgestellt, dass die Selbstdefinition der Gesellschaft falsch war und alle Menschen gleich sind. (Hat sie nicht. Im Gegenteil.)
    Außerdem sind plötzlich Probleme aufgetreten, die nur von der Menschheit als Ganzem lösbar sein sollen: Der postulierte atomare dritte Weltkrieg. Die Kernkraftkatastrophen im Nachbarland. Die kommende Eiszeit. Die Klimaerwärmung. Asylsuchende.
    Kontrastiert von den wunderbaren Errungenschaften der Menschheit: Wir waren auf dem Mond. Wir sind im Weltall. Wir bauen tausend Meter hohe Häuser.
    Grenzen auf und los geht der Spaß.
    Auch die migrantischen Leistungen gehören nur den Internationalisten: Döner Kebab, Mesut Özil, und ich glaube das war es schon. Aber man kann die Medien immer wieder erzählen lassen, es gäbe so viele davon.

    Kombiniert:
    Schiebe jedes Anerkennen der alten Gruppenzusammengehörigkeitsgrenzen in die Definition der “böse Gruppe”. Ebenso jedes Ablehnen eines Schuldkults. Und hoffe auf Migranten oder Ex-Sklaven oder Ex-Apartheidsnachbarn oder Kolonieumgesiedelte, die wissen, dass sie darauf so aggressiv aufbauen können wie sie wollen.

    Insgesamt immer ganz wichtig:
    Kontrolle der Medien zur Kontrolle der Gruppendefinitionen. Solange der Bürger nur die Wahl hat sich in irgendwas mit fremd-definiertem “Image” einzuordnen, läuft alles wie am Schnürchen. Von Separatistenbewegungen und Subkulturen abgesehen.

    Ich vermute, es wird dir nicht gefallen, dass ich die Hirnwäsche hauptsächlich auf Abgrenzung von den “Bösen” und dem “Willen” zur Teilhabe an einer “erfolgreichen Selbstbestimmung” zurückführt habe. Peitsche und Zuckerbrot wirken.

    Deshalb versuche ich jeden guten “Politikfähigen” zu überzeugen, nicht nur eine Identität zu entwickeln die “gut” aussieht und jeweils nach dem Zeitgeist anzupassen, sondern vor allem einen festen Anker oder gleich mehrere für alle Zeiten unveränderlich festzuschreiben. Natürlich werden die früher oder später zu einem “Hindernis”. Aber ohne wird man bei aktuellen (und ähnlichen) Weltmachtverhältnissen zwangsläufig zur Marionette.

    • Kaisers Gedenken
      October 29, 2011 at 1:38 pm

      Dem kann ich im Wesentlichen nur beipflichten, Reinigungskraft. Es ist das schon bei den Römern angewandte Prinzip “teile und herrsche”. Leider tappen allzu viele allzu schnell und all zu leicht in die auf diese Weise gestellte Falle – geradezu reflexartig.

      Manche Einflussnahme geschieht mittels gesellschaftlicher Agenturen wie Stiftungen getarnter Organisationen oder poliitscher Parteien, in der es zumindest Führungskader gibt, die einer “doppelten Loyalität” folgen, ein Begriff, den Niekisch mal in einem vergleichbaren Zusammenhang in die Diskussion eingeführt hat.

      Wesentlich weniger greifbar ist indess der Einfluss sogenannter “Spin-Doctors”, die – ich erweitere hier mal den politikwissenschaftlichen Begriff – unter anderem auch einer Richtung, einer politischen Strömung und so weiter einen Drall in die gewünschte Richtung verpassen. Dafür gibt es ebenso wie für die erstegenannte Variante historische und aktuelle Beispiele

      Ich denke da an konkrete Entwicklungen, die sich exemplarisch nennen lassen. Übers Wochenende oder Anfang der Woche werde ich diese Dinge in der einen oder anderen Weise benennen, weiß nur noch nicht den Umfang, in dem dich das hier mit zur Diskussion stellen werde.

    • Kaisers Gedenken
      October 29, 2011 at 1:48 pm

      Dem kann ich im Wesentlichen nur beipflichten, Reinigungskraft. Es ist das schon von den Römern praktizierte Prinzip des “Teile-und-herrsche”, allerdings per inzwischen hoch entwickelter Form, die moralische Rollenverteilungen und Bewertungskataloge einschließt.

      In der Praxis geschieht der Prozess einmal mittels mehr oder weniger direkter Einflussnahme, wobei man sich gesellschaftlicher Agenturen wie Stiftungen, getarnter Organisationen oder auch Parteien bedient. In letzteren gibt es etwa Führungskader, die einer “doppelten Loyalität” folgen, um an dieser Stelle einmal einen Ausdruck zu verwenden, den Niekisch kürzlich in die Diskussion eingeführt hat.

      Noch verdeckter und viel weniger greifbar ist der Einfluss über “Spin-Doctors”, die einer politischen Strömung einen von außen gewünschten Drall geben. Für beides bestehen sowohl aktuelle als auch historische Beispiele. Vielleicht kommen wir noch dazu, das näher zu erörtern.

  11. October 29, 2011 at 4:41 pm

    @Alle, insbesondere reinigigungskraft und Kaisers Gedenken:

    Darf ich höflich darum bitten, hart an der 6 – Punkte – Liste in meinem Kommentar v. 27.10.2011, 7:48 zu bleiben, diese zu kritisieren, zu billigen, zu ergänzen. Ganz nach Belieben:-) Wir verlieren uns wieder mal ein wenig, wenn wir hier nicht sehr diszipliniert vorgehen.

    Das Thema ist von allerhöchster Wichtigkeit.

    • Kaisers Gedenken
      October 29, 2011 at 5:17 pm

      Hallo, Niekisch,

      da war vor allem ich wohl etwas undiszipliniert und vom Thema abweichend. Na, der Beitrag ist ja (glücklicherweise) versehentlich erst einmal in geposteter Form verloren gegangen, stand aber für ein paar Stunden, wie du weißt, “auf der Matte”. Macht jedenfalls nichts, ich habe ihn für später mal noch im Kopf. Das kriege ich dann wieder zusammen. Was Reinigungskraft betrifft, auf den ich auch aus einem kleinen technischen Problem heraus doppelt geantwortet habe, denke ich allerdings, dass in seinem Beitrag auf jeden Fall eine Anknüpfung an Kleine-Hartlage besteht. Grund: Die kognitive Dissonanz entsteht ja dadurch, dass wir mit mentalen Filtern bis hin zur geistigen Selbstzensur zu tun haben. Die “Schere im Kopf”, die davon ausgeht, dass es “die Guten” und “die Schlechten” gibt.

      Als ich vor Jahren noch ein Schilder aufstellendes und Info-Material verteilendes SPD-Mitglied war, das sich in Wahlkämpfen und auf Demos engagierte, dachte ich tatsächlich felsenfest, Sozialdemokraten sind von Haus aus schon mal die Guten, argumentierte gar, die CDU (in ihrer damaligen Form) böte eine faschistische Gefahr. Ich wollte mich halt für “das Gute” in der Politik einsetzen, für die wahren Verteidiger von Demokratie und Gerechtigkeit. Als ich dann in den frühen 90ern am Hamburger Flughafen mich in einen Ankunftsbereich verirrt hatte, wo ich gar nicht hinwollte, passierte etwas Sonderbares. In dem mich dort plötzlich umgebenden rein fremdländischen Idiom kam ich mir wie in die Türkei hinein gebeamt vor. Aber, ich steuerte innerlich spontan gegen mein aufkeimendes Missfallen an dem Zustand und dachte zu dem Zeitpunktnoch: Aufgrund unserer Geschichte müssen wir das jetzt aushalten. Das ist unsere kollektive Bewährungsprobe. Damit müssten wir in geradezu stoischer Gelassenheit umgehen. Später habe ich mich auch noch mit Freunden gestritten, die meinten, warum die vielen Ausländer nicht in ihre Länder gingen, um diese aufzubauen. Heute höre ich gelegentlich: “Was hast du früher mit uns debattiert”, wenn wir uns darüber aufgeregt haben, dass es immer mehr Ausländer werden. Heute sei ich zumindest in mancher Hinsicht ins Gegenteil umgeschlagen. Ich erwähne es so ausführlich, weil es ein längerer Lern- und Verarbeitungsprozess kognitiver Abläufe war – eine Art innere Filterumstellung.

      Wie Reinigungskraft dargestellt hat: Man will schließlich zur guten Seite gehören, bei den Linken heißt es übrigens bis heute etwas pathetisch “auf der richtigen Seite der Barrikade” stehen – könnte aber auch von einem Rechten gesagt oder gedacht sein.

    • reinigungskraft
      October 29, 2011 at 8:35 pm

      “1. Weiterleben verdrängter Katastrophen trotz versuchten kollektiven Vergessens.”

      Hat bei mir persönlich keine Rolle gespielt. Bei Zeitzeugen sieht es wahrscheinlich anders aus.

      “2. absichtliche und gezielte Charakterveränderung der Deutschen seit den 40iger Jahren.”

      100%, aber Zirkelschluss?
      Die Charakterveränderung der Deutschen beruht auf 2. einer absichtlichen und gezielten Charakterveränderung.

      “3. Bewußtes Erzeugen von Schuldschmerz in den Deutschen als ‘Tätervolk’.”

      Stimmt. Der Effekt ist im größten Teil, dass viele Deutsche gar nichts von “damals” mehr hören wollen (weder ent- noch belastend) und alles mögliche tun, um sich nicht damit auseinander setzen zu müssen. Trotzdem gibt es ständig “Hitler” im Fernsehen.

      “4. Gezieltes Herbeiführen von Situationen, die Unsicherheit und Angst auslösen.”

      Das muss ich jetzt eingeschränkt doppelt bejahen.

      In unsicheren/gefährlichen Situationen holen wir uns leichter Rat bei “den Anderen” oder bei Autoritäten oder verfallen in eingeübte Routinehandlungen oder werden träge. Ist besonders bei längerer Anwendung der selben Situation problematisch, wenn also der Rat nicht zu einem ruhigstellendem Erfolg führt. Wer die Autorität ist bestimmt nicht unbedingt der Herrschende. Da denke ich gerade an islamische Märtyrer.
      Auch führen beängstigende Situationen wie die Asylheime (Plauen) oder aus der Sicherheitsverwahrung zwangsentlassene Kinderschänder (Insel) eher zu Gegenwehr.

      Dann gibt es noch “fuding”:http://en.wikipedia.org/wiki/Fear,_uncertainty_and_doubt

      Macht sich besonders gut vor Wahlen.

      “5. Seelenwäsche durch ‘induziertes Irresein’.”

      Verstehe ich nicht.

      “6. Bewußtseinskontrolle”

      Was ist gemeint?

      ———-

      Situationen und besonders Emotionen müssen interpretiert werden. Das zweite geht besser im empathischen Sinne beim gegenüber: Der Türke sprang dem U-Bahnfahrer auf den Kopf, weil er
      … “sehr aufgewühlt war, wegen großer Probleme in seiner Familie, und sich hilf- und nutzlos vorkam.” (Multikulti)
      … “arm ist.” (Internationalsozialistisch)
      … “Muslim ist” (Islamkritik)
      … “man ihn lässt” (Law & Order)
      … “sich seiner Gruppenzugehörigkeit bewusst ist. Das Opfer nicht zu seiner Gruppe gehörte. Und er aus gutem Grund davon ausging nicht bestraft zu werden. Er aus einer Kultur kommt, in der nur das Starke zählt.”

      Peter ist national, weil er
      … “dumm ist” (Multikulti/Islamkritik)
      … “böse ist. Rechts ist keine Meinung sondern ein Verbrechen.” (Internationalsozialistisch)
      … “persönliche Probleme mit seinem Selbstwertgefühl hat.” (Multikulti)
      … “normal ist und nicht vollkommen hirngewaschen wurde.”

      Klaus hat Ali geschlagen, weil er
      … “rassistisch erzogen wurde” (Multikulti/Internationalsozialist)
      … “nicht verstanden hat, worum es geht.” (Internationalsozialist)
      … “dumm ist.” (Multikulti)
      … “durch sein Umfeld islamisch sozialisiert wurde.” (Islamkritik)
      … “von Ali zuerst geschlagen wurde.”

      Funktioniert nur wenn man die Kritik anderer einschränken oder überschwemmen kann. Am Besten durch verschiedene Einrichtungen: Medien, “Forschungsergebnisse”, Lehrer, Sozialarbeiter, …

      ( Fetten und kursiv durch mich, niekisch )

      • October 30, 2011 at 5:34 pm

        Ich bitte Dich um Verständnis, reinigungskraft, daß ich ein wenig Zeit brauche, um meine Belege herauszusuchen. Ich melde mich kurzfristig.

  12. October 29, 2011 at 5:24 pm

    “auf jeden Fall eine Anknüpfung an Kleine-Hartlage besteht. Grund: Die kognitive Dissonanz entsteht ja dadurch, dass wir mit mentalen Filtern bis hin zur geistigen Selbstzensur zu tun haben. Die “Schere im Kopf”, die davon ausgeht, dass es “die Guten” und “die Schlechten” gibt.”

    Ja, Kaisers Gedenken, das sehe ich ein. Wir subsumieren dann unter Punkt 6 ( Bewußtseinskontrolle ), weil ja die Selbstzensur der Bewußtseinssteuerung bzw. -kontrolle entspringt. Richtig?

    Deine Meinung zu den 6 Punkten? Ich werde auch nicht mehr versehentlich löschen:-)

    • Kaisers Gedenken
      October 29, 2011 at 5:57 pm

      Ist doch kein Problem – der Zufall wollte es so, “s’ basst scho”. Zu den sechst Punkten komme ich dann am Wochenende oder Anfang der Woche.

  13. Prinz Eugen
    October 30, 2011 at 9:19 am

    Schönen Sonntag niekisch!
    Und hast du schon die Uhr umgestellt?

    Ich habe gehört,du ziehst jetzt dein eigenes Ding durch,wünsche die viel Glück.

    Gruß Prinz Eugen

    • October 30, 2011 at 5:15 pm

      Oh, der Sonntag ist fast schon wieder zu Ende, trotzdem auch Dir ( noch ) einen schönen Sonntag, Prinz Eugen. Die Uhr habe ich schon gestern abend umgestellt.-)

      Zu den Gründen des Lösens von DE mein heutiger Kommentar auf DE ( In eigener Sache ):

      “die atomisierung des Atoms. was anderen unmöglich ist, ist rechten ein bedürfnis.
      ein projekt kann gar nicht so klein sein, daß sich nicht einer noch an der kernspaltung versucht.”

      @hutlos:

      Eine Spaltung liegt nicht vor.

      Ich habe der Redaktion im wesentlichen drei Gründe genannt:

      1. Die Werbung auf DE scheint mir die Einigung der identitären Richtungen betreffend kontraproduktiv zu sein, wofür ich DE aber nicht kritisiere.

      2. Auf Metapolitika hat sich durch die Verlinkung mit DE eine Leserschaft in den Vordergund geschoben, die der ruhigen,sachlichen und zielgerichteten vorpolitischen Tätigkeit auf Metapolitika nicht besonders dienlich ist, wofür DE natürlich nichts kann.

      3. Ein eher technischer Grund: Metapolitika ist ein “Gesamtwerk” mit Rückgriff auf frühere Stränge, Artikel und Kommentare. Die “Einspiegelung” Metapolitikas von wordpress in De würde dazu führen, daß die älteren Artikel nur noch im Archiv befindlich sind und somit der Anschluß verloren geht.

      4. Die technische Trennung bedeutet nicht, daß ich der Arbeit von DE und seiner Redaktion negativ gegenüberstehe. Deshalb werde ich auch Solidarität üben und DE nicht schaden wollen, wenn ich auch gewisse Bedenken habe,was die Schwerpunktverlagerung zur NPD hin angeht.

      Zugleich gestehe ich ein, daß angesichts der heutigen Lage die Einigung der identitären Kräfte in Deutschland der Quadratur des Kreises gleichkommt.

      Bei dieser Gelegenheit danke ich insbesondere Organisator, aber auch der gesamten Redaktion von DE für die überaus problemlose, angenehme Zusammenarbeit und stete Unterstützung.Immerhin habe ich die Arbeit auf Metapolitika als “blutiger Laie” begonnen und brauchte manche Hilfe.

      De, seinen Lesern und Kommentatoren wünsche ich nur das Beste!”

      niekisch

      Dank für den Wunsch, Prinz Eugen. Ich kann ihn gebrauchen, denn Metapolitika war von Anfang an ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Aber umso spannender ist die Sache ja auch:-)

  14. Kaisers Gedenken
    October 30, 2011 at 10:34 am

    1) Es wird in den Mainstream-Medien unter anderem vom „Friedensbonus“ gesprochen, den etwa die EU mit sich bringe. Die Nachkriegsordnung als solche
    und in summa wird als eine der Ruhe und (bislang) des wirtschaftlichen Wohlergehens wahrgenommen, Nationalismen (nicht nur der deutsche, dieser vom eigenen Volk aber besonders) werden europaweit als bedrohlich interpretiert. Es ist ein kollektivpsychologischer Nachhall zweier Weltkriege, der den Menschen gleichsam noch in den Genen steckt. Gleichzeitig kann man auch von einem „morphogenetischen Feld“ der Kriegserfahrung sprechen. So hat man mit quantenphysikalischen Versuchsapparaturen, die eine gleichbleibende Impulstaktung abgeben, Normabweichungen dieser Taktung an Orten kriegerischer Handlungen festgestellt. Wenn man gerade an den Bombenterror gegen deutsche Zivilisten im zweiten Weltkrieg denkt, dann haben unsere Orte ein kollektives Gedächtnis unverarbeiteter Kriegserfahrung bewahrt.

    2) Konditionierung auf Materialismus war eine der ausschlaggebenden Strategien.
    So definierte sich der Nachkriegs-Bundesbürger vor allem wirtschaftlich zuerst in der sogenannten „Fresswelle“, dann in der „Kleidungswelle“ und schließlich in der „Reisewelle“ (erst Italien, später etwa die Türkei als Reiseland). In der DDR dürfte der philosophische Materialismus von Marx und Engels eine Rolle gespielt haben, später kam das wirtschaftliche Nachholbedürfnis hinzu. Gleichzeitig wurden die mentalen Muster Westdeutschlands auf die neuen Bundesländer modellhaft zu übertragen versucht. Dem Idealismus räumte man abgegrenzte Bereiche wie der „Wiedergutmachung“, dem Umweltgedanken oder der Völkerverständigung ein. Bei der Umsetzung dieser Prioritäten spielt vor allem das Fernsehen eine Rolle, das zu einer Art Glaubensinstanz geworden ist. Indem es sektoral wirklich aufklärend in einigen Skandalfällen tätig ist und Identifikationsfiguren präsentiert, nimmt der Bundesbürger dem Medium Fernsehen das hier vermittelte Realitätsverständnis ab.

    3) Der „Schuldschmerz“ wird insbesondere über das Medium Fernsehen perpetuiert. Die Macht der Bilder hinterlässt ihre eigene Wirkung. Dabei hat sich offenbar eine Art Masochismus als neues Muster gebildet, welches auch in einiger Hinsicht Erklärung für die herrschende Multi-Kulti-Ideologie liefern könnte. Zum tieferen Verständnis: Jeder Mensch sucht eine Identität, der Alkoholiker zum Beispiel in seiner Selbstwahrnehmung als Suchtkranker. Das ist ein in der Psychologie häufig diskutiertes Theorem – die Suche nach Identität, auch im abweichenden (sozialwissenschaftlich: „devianten“) Verhalten. Der Bundesbürger hat sich nun das soziale Etikett des Schuldbewussten, des sich gleichsam geistig immer wieder selbst auspeitschenden Flagellanten gegeben, darin einen Teil von Identität gefunden.

    4) Aufwiegler verschiedener inländischer wie ausländischer Geheimdienste leisten als Agent provocateurs (V-Leute) Initiative für rechte Straftaten. Zudem bringt die Zeitung mit den großen Buchstaben ständig Schlagzeilen über alle möglichen Morde, Katastrophen, Bedrohungen durch Terrorismus usw. Der Bundesbürger wird so in einer ständigen Verunsicherung gehalten, welche das klare Urteilsvermögen generalisierend trübt.

    5) Gewaltbetonende Computerspiele, Reizüberflutung unter anderem durch schnell wechselnde Bildsequenzen in Actionfilmen sowie filmische „Lust am Grauen“ spielen hierbei eine Rolle. Zudem gilt in Redaktionsstuben der Glaubenssatz: „Bad News is good News“. Es ist das verbreitete Geschäft mit der Angst.

    6) Bewusstseinskontrolle geschieht unter anderem über eingebettete Eigenschaftsbeschreibungen. Indem man zum Beispiel von der modernen weltoffenen Gesellschaft spricht, wird das Attribut für „weltoffen“ = Multi-Kulti mit dem Verständnis von „modern“ gedanklich gekoppelt. Ständige Wiederholung in den Medien verankert eine solche inhaltliche Gedankenverbindung schließlich in den Köpfen der Menschen. Außerdem gibt es die Tendenz, in Krimis (Deutschland gilt als das Land, in dem im Fernsehen weltweit am meisten Krimis geschaut werden) nette Migranten als polizeiliche Mitarbeiter gezeigt werden. Storyliner, welche die Drehbücher schreiben, achten auch peinlichst darauf, dass Migranten, vor allem Moslems selten die Verursacher von Straftaten im Skript sind. Falls doch (etwa Mafia, sogar auch die türkische) muss auf jeden Fall ein netter, anständiger Vertreter der entsprechenden Kultur oder des Landes im Plot der Handlung mit dabei sein. Oft wird der Migrant zunächst falsch verdächtigt, und es stellt sich dann heraus, dass er natürlich nicht der Täter war, eventuell sogar böse Deutsche ihn in Verdacht gebracht hatten.

    Weiterhin geschieht Gedankenkontrolle indirekt, indem die USA bis hin zu Deko-Motiven im Wohnbereich (siehe Bilder von New York, Miniaturen der Freiheitsstatue, Stoffaufdrucke mit „Stars and Strips“) als Inbegriff der großen weiten Welt dargestellt werden. Assistiert wurde das über Jahrzehnte durch den Filmkult um die britische Geheimdienstfigur des James Bond. Durch solche Beispiele werden seitens der Unterhaltungsindustrie Bewusstseinsmatrizen geschaffen, die den Überhelden mit einem Vertreter der Siegermächte der beiden Weltkriege in Verbindung bringen. Deutsche eignen sich hingegen vor allem als SS-Schergen oder Dorftrottel im Film. Selbst im frühen deutschen Heimatfilm der BRD gab es ein entsprechendes Rollengefälle. Da wird im letzten Moment ein überschuldetes deutschen Unternehmen durch einen reichen Onkel aus Amerika gerettet.

    Darüber hinaus will ich nicht ausschließen, dass Gedankenkontrolle auch über sogenannte „Subliminals“ (dazu bitte googeln) in Musik, Film, Fernsehen eine Rolle spielt. Es mag auch noch andere Technologien geben, die zu erwähnen, hier aber wegen des rein spekulativen Charakters solcher Annahmen nicht näher ausgeführt seien.

    ( Fettungen und kursiv nachträglich durch mich, niekisch )

  15. reinigungskraft
    October 30, 2011 at 7:28 pm

    niekisch,
    ich weiß zwar nicht, was du vor hast, aber für Zeitprobleme habe ich immer Verständnis.

    • October 31, 2011 at 11:44 am

      Da ich neben “Metapolitika” auch noch ein Privatleben habe, kommt es hin und wieder vor, daß das Blog etwas ins Hintertreffen gerät, reinigungskraft, wofür ich um Verständnis bitte. Ich versuche dann schnell wieder präsent zu sein.

      Ich schlage vor, daß Du Dich -wenn Du nicht schon informiert bist – mit den Begriffen “mind – control” ( Bewußtseinskontrolle ) und “psychosoziale Degeneration” ( Kroepelin ) sowie dem damit zusammenhängenden Begriff “Entartung” i.S. von Loslösen von der Art befaßt. Wenn Du sehr mutig bist, versuchst Du im Netz den Aufsatz von Dr. F.J. Irsigler Über die Entartung – Die psychosoziale Degeneration, ihre Ursachen und Symptome”, zu finden. Ich habe ihn als Broschüre, so daß ich bisher nicht suchen mußte.

      Ich forsche nach, ob wir über die 6 Punkte und Kaiser Gedenkens Ausführungen hinaus weitere wesentliche Gesichtspunkte für die Ausgangslage ( Anamnese ) finden, bevor wir uns dann mit den “Heilungsmöglichkeiten” befassen.

      • Kaisers Gedenken
        October 31, 2011 at 2:58 pm

        In dem vorstehend zitierten Titel von Dr. Irsigler, dessen Schrifttum ich nicht kenne, stört mich der Begriff “Entartung”. Bekanntlich wurde dieser ja in der NS-Zeit angewandt. Das heißt, als sogenannte “entartete Kunst” etwa wurde doch vieles verfemt, einfach nur, weil es von jüdischen Malern oder Bildhauern stammte, anderes, weil es nicht dem Geschmackt der Partei entsprach. Was versteht Irsigler denn darunter, und falls er anderes damit meint, ist es ggf. wegen des historisch negativ konnotierten Begiffs nicht dennoch einigermaßen problematisch…?

      • October 31, 2011 at 6:13 pm

        “stört mich der Begriff „Entartung“.

        Das dachte ich mir, Kaisers Gedenken. Aber wo kommen wir hin, wenn wir einen Titel nicht so nennen, wie der Autor ihn nennen will?:-) Übersetzen wir “Entartung” zeitgemäß: “Wegfall der angeborenen Eigentümlichkeit” oder, um die Zielgerichtetheit, die Absicht auszudrücken. “Zerstören der angeborenen Eigentümlichkeit” Gefällt das besser?

        Und nun auszugsweise zu dem Text Dr. Irsiglers:

        “Es handelt sich ..hier um den Versuch zu zeigen, daß die “moderne Gesellschaft” künstlich und zielbewußt krank gemacht wurde und wird, und zwar mit den Mitteln der psychotechnischen Steuerung der Massenmedien, die die gewünschte Information in sämtliche Schichten der Gesellschaft… streuen. Dieser großangelegte Versuch einer sog. Psychotherapie der Menschheit und des Menschseins..läuft darauf hinaus, durch einen Mißbrauch der Psychiatrie für politische Zwecke in weltweiten Maßstäben einen psychopathologischen Ausnahmezustand zuerzeugen, der einer Regression ( Rückschreiten, Zurückfallen auf niedrigeres Niveau, niekisch ) auf primitive Verhaltensmuster im kognitiven wie emotionellen Bereich gleichkommt, wie man sie bei den abnormen Erlebnisreaktionen der explosiven, querulierenden oder selbst – unsicheren und von Schuldgefühlen geplagten Psychopathen zu sehen gewohnt sind…also dressierte Menschheit..es nichts mehr zu wählen gibt..läuft auf den globalen Termitenstat, genannt “one world” hinaus.” ( Fetten und kursiv durch mich, niekisch )

        Dr. Irsigler handelt das Thema in drei Teilen ab:

        1. die Rolle des Schuldkomplexes in der sog. Reeducation, d.h. Umerziehung mit Charakterveränderung der Deutschen für die Zeit nach dem II. Weltkrieg und zukünftig.

        2. “Sensory or perceptual deprivation”, d.h. biologische und gesellschaftliche Isolierung durch Steuerung oder Entzug von Informationen.

        3. Psychopathologie der kranken Gesellschaft in ihrem Verhältnis zur Stammesgeschichte. ( Fetten und kursiv durch mich, niekisch )

        reinigungskraft zuliebe befasse ich mich zunächst mit diesem Punkt 5 ( mein Kommentar v. 27.10, 7:48 ), der aber auch mit anderen Punkten verwoben ist, weil er mit dem Begriff “induziertes Irresein” nichts anfangen kann, was ich ihm überhaupt nicht für übel nehme:-)

        Um die Spannung zu erhalten, zitiere ich voraussichtlich morgen weiter.

  16. reinigungskraft
    October 31, 2011 at 7:00 pm

    @Kaisers Gedenken

    Wenn Nachdenken problematisch wird, dann sind wir wieder bei der Kognitiven Dissonanz gelandet.

    • Kaisers Gedenken
      October 31, 2011 at 8:58 pm

      Ich gebe zu, dass da ein wenig die “Schere im Kopf” eine Rolle mit spielen könnte, wenn ich das Wort gleich erst einmal problematisch finde. Niekisch hat so aber klären können, dass ein anderer Kontext gemeint ist, als manch eine Person ihn heraushören mag. Das habe ich im Grunde auch nicht anders vermutet, halte es für die Außenwirkung nicht nur des Blogs, sondern auch demokratisch-nationaler Kräfte aber für wichtig, es explizit anzusprechen. Eben damit sich Missverständnisse ausräumen lassen. Auch erachte ich es in vielen Fällen als wichtig, sich Gedanken über Assoziationen zu machen, die bei konkreten Begriffen kommen. Wenn ich schließlich ein Wort immer noch problematsich fände, hiieße es für mich andererseits nicht, dass es dadurch gleichzeitig obsolet wäre und somit nicht ausgesprochen werden dürfte.

      • November 1, 2011 at 3:15 pm

        “erachte ich es in vielen Fällen als wichtig, sich Gedanken über Assoziationen zu machen, die bei konkreten Begriffen kommen.”

        Zumal dann, Kaisers Gedenken, wenn wir metapolitisch unterwegs sind.

  17. reinigungskraft
    October 31, 2011 at 7:07 pm

    @niekisch

    Lass dir ruhig Zeit. Ich werde es bald lesen, habe aber momentan sowieso zu viel um die Ohren.

  18. Prinz Eugen
    November 1, 2011 at 2:03 pm

    Hallo Niekisch,schönen Feiertag.

    • November 1, 2011 at 3:16 pm

      Wünsche ich zurück, Prinz Eugen. Habe gerade eine 3 St. 30 Minuten – Wanderung in schnellem Tempo hinter mich gebracht und im Wald unserer Toten gedacht.

      Im übrigen bitte ich die Aufmerksamkeit auf VoxPopulis Leserblog im Rahmen von “DE” zu richten. Dem Gastkommentar von Kaisers Gedenken: http://deutschlandecho.org/index.php/2011/10/31/die-unsterblichen-ueberkompensation-zu-hitler/ erscheint mir so wichtig, daß wir h i e r eine Pause machen sollten und d o r t mitdebattieren.

  19. Prinz Eugen
    November 1, 2011 at 7:08 pm

    Niekisch,könntest du mir mal deine E-Mail Adresse geben,denn ich möchte dir etwas schreiben,was ich hier und auf DE nicht kann bzw. darf.

    • November 1, 2011 at 7:29 pm

      Du bekommst sie, Prinz Eugen, schon weil Du es bist:-) Ich schreibe Dich an.

  20. Prinz Eugen
    November 1, 2011 at 9:08 pm

    Danke Niekisch!!!

  21. niekisch
    November 2, 2011 at 11:00 am

    “Danke Niekisch!!!”

    bitte, bitte, Prinz Eugen.

    Wenn die Diskussion bei VoxPopuli sich erschöpft hat, dann machen wir h i e r weiter.

    Und da das jetzt so ziemlich der Fall zu sein scheint::

    Dr. Irsigler handelt das Thema in drei Teilen ab:

    1. die Rolle des Schuldkomplexes in der sog. Reeducation, d.h. Umerziehung mit Charakterveränderung der Deutschen für die Zeit nach dem II. Weltkrieg und zukünftig.

    2. „Sensory or perceptual deprivation“, d.h. biologische und gesellschaftliche Isolierung durch Steuerung oder Entzug von Informationen.

    3. Psychopathologie der kranken Gesellschaft in ihrem Verhältnis zur Stammesgeschichte. ( Fetten und kursiv durch mich, niekisch )

    Zu 1) Ich gebe den Text verkürzt nur sinngemäß wieder: die Abhandlung Gustave Le Bons ” Psychologie der Massen” kenne den Begriff des Schuldkomplexes noch nicht. Erst mit der modernen Psychotechnik als Mittel der Massenbeeinflussung sei der Begriff der Kollektivschuld aufgetaucht, an den Theodor Heuss den Begriff der Kollektivscham angehängt habe. Der Art. 231 des versailler Diktates, der die deutsche Alleinkriegsschuld am I. Weltkrieg festlegte, sei eine wohlüberlegte Maßnahme gewesen, aus der sich alles weitere wie von selbst ergeben habe. Der Schuldkomplex aus eigenen Verfehlungen sei auf den zu Boden geschlagenen ( deutschen, niekisch ) Gegner übertragen worden, psychologisch gesehen eine Art von Verdrängung, die es mit sich bringe, daß die Größe des Verbrechens am Ausmaß der Strafe gemessen wird und nicht umgekehrt. Die Masse sei immer darauf aus, den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen und je mehr Schuld auf sie gehäuft werde, desto mehr sei sie bereit, noch mehr Schukld auf sich zu nehmen, um schließlich ein Büßerdasein für immer auf sich zu nehmen, es zu ihrem Lebensinhalt zu machen.

    Allerdings habe die Umerzieher und Beschuldiger eine Überraschung erwartet. Je mehr sie die moralische Existenz der besiegten Deutschen zu vernichten versuchten, desto mehr hätten sie erkennen müssen, daß ein Kulturvolk im Herzen Europas nicht aus der Gemeinschaft der Völkerausgeschlossen werden kann, ohne daß der Daseinsgrund aller ins Wanken gerate. Hier liege die Wurzel der psycho – sozialen Fäulnis, die heutzutage Sieger und Besiegte zugleich bedrohe.”

    Zum Letzeren erwähne ich die Diskussion um Entschädigungen der Griechen durch die Deutschen aufgrund des II. Weltkrieges – Partisanen – und Geißelerschießungen -, die uns Deutschen daran hindern sollen, Zahlungen an die Griechen im Zusammenhang mit der Schulden- und Finanzkrise wieder zurückzuverlangen.

    Zum Thema “Schuldkomplex” ein paar Buchtitel:

    1. Sargant, William, Die Seelenwäscher.
    2. Duda, Dr. Gunther, Der manipulierte Mensch.
    3. Schrenk – Notzing, Caspar, Charakterwäsche.
    4. Velikovsky, Immanuel, Das kollektive Vergessen.
    5. Grunenberg, Antonia, Die Lust an der Schuld.
    6. Bohlinger, Roland, Die geheime Verführung.

  22. Prinz Eugen
    November 4, 2011 at 8:30 pm

    Abend Niekisch,ich hoffe mein Brief hat dir gefallen.

    • November 5, 2011 at 7:26 pm

      Hallo, Prinz Eugen. Ja, Dein Brief hat mir gefallen und ich habe ihn inzwischen beantwortet.

  23. Spartaner
    November 6, 2011 at 3:36 pm

    USA Bilderberger

    • November 6, 2011 at 7:07 pm

      Kaisers Gedenken, Spartaner, hat schon das Nötige gesagt. Ich füge hinzu, daß Viele deren Macht nicht wahrhaben wollen und das Erwähnen von Begriffen wie “Bilderberger” dann als das Verfechten von “Weltverschwörungs”theorien abtun.

      Da hier zum eigentlichen Thema nichts mehr beigetragen wird, schreiten wir mit neuen Artikeln und neuen Themen fort.

  24. Spartaner
    November 6, 2011 at 3:38 pm

    Hallo niekisch , wollte nur eine versuch machen , woanders sind diese Wörter verboten , und ich weiß nicht warum

    • Kaisers Gedenken
      November 6, 2011 at 5:12 pm

      Die Worte sagen mir einiges. “Verboten” im juristischen Sinne wohl, nicht, der Kopp-Online oder das Portal Politaia berichten ja laufen darüber. Aber, es gibt wohl Internetseiten, wo die Begriffe aus welchen Gründen auch immer gelöscht werden. Für meine Begriffe werden die meisten Miss-Stände, mit denen wir zu tun haben, von den Bilderbergern gesteuert, deren ökonomisch-militärische Hauptbasis die Hegemonilamacht USA bilden. Deren Council on Foreign Relations (CFR) und die Trilaterale Kommission dürften einen vergleichbaren Einfluss haben.

  25. Husar
    November 8, 2011 at 7:11 pm

    Liebe Freunde,
    lieber Niekisch, Spartaner, Kaisers Gedenken, Prinz Eugen und reiningungskraft,
    alle Fragen die Ihr hier stellt habe ich tausendmal mir selbst gestellt, habe gelesen und Quellen studiert und kam immer zu dem Resultat, das, wenn man keine Basis besitzt, alle Weisheit der Welt nichts nutzt. Wir müssen die Macht der Medien, gleich welcher Form brechen. Wir müssen die Lüge bekämpfen und der Wahrheit zum Siege verhelfen. Nur wie, wenn Einer dem Anderen nicht traut, eigentlich auch nicht trauen kann, da Menschen, die sich Gedanken machen von solchen Unpersonen gar zu gerne als Versuchskaninchen gebraucht werden um die Lüge am Leben zu erhalten. Gott sei Dank belangt mich hier niemand, wenn ich offen über Verbrechen der USisraelitischen Verbrecherbande schreibe, auch die Bilderberger sind kein Tabu-Thema. Wer die Meinungsfreiheit einschränken möchte, hat Dreck am Stecken, und das nicht zu knapp. Das Problem ist das System ( BRD-GmbH ) und die darin verwobenen Helfershelfer der sogenannten Siegermächte, wobei wir wieder bei den Bilderbergern und der zionistischen Hochfinanz wären.

    • November 8, 2011 at 9:35 pm

      Lieber treuer Husar,

      nachdem ich nun ein Administratoren – blog namens “Diskuswerfer ( Metapolitika )” auf wordpress innehabe, so verspreche ich, werden auch diese Fragen bearbeitet. Auf “DE” ging das ja nicht, weil die Leserblogger zustimmen mußten, nicht “verschwörungstheoretisch” tätig zu werden. D a s war a u c h ein Grund für mich, mich selbständig zu machen:-)

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